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Gender Diversity: wichtiger Teil der Unternehmenskultur

Cornelia Weidemann 2018/01/05

Gender Diversity in Unternehmen

Sind männliche und weibliche Angestellte in Ihrem Unternehmen gleichberechtigt? In unserer Netzwerkstudie 2017 sind wir dieser Frage nachgegangen – und auf sehr unterschiedliche Einschätzungen gestoßen.

Was bedeutet Gender Diversity?

Vorab jedoch eine kurze Begriffserläuterung. Damit alle Teilnehmer dasselbe unter dem Terminus „Gender Diversity“ verstehen, haben wir folgende Definition in die Umfrage eingebaut:

Gender Diversity ist die Anerkennung und Förderung eines gleichmäßigen Verhältnisses von Männern und Frauen in einem Unternehmen. Der Begriff umschließt die Betonung und Respektierung der individuell differierenden geschlechtsspezifischen Verschiedenheiten.

Für die meisten Unternehmen ist Gender Diversity nicht nur eine Frage von Fairness und Gleichberechtigung, sondern es zielt auch auf einen betriebswirtschaftlichen Nutzen ab. Denn verschiedene aktuelle Studien unterstützen die These der höheren Produktivität von geschlechtlich heterogenen Führungsstrukturen. Umgangssprachlich ist der Begriff auch als Frauenförderung bekannt.

Gender Diversity in Unternehmen ist wichtig

… darüber sind sich rund 57 Prozent der Befragten einig. Arbeitgeber punkten also durchaus damit, wenn sie all ihren Angestellten dieselben Chancen geben.

Trotzdem ist Geschlechterausgewogenheit immer noch ein polarisierendes Thema. Wir haben uns die Umfrageergebnisse noch genauer angesehen und festgestellt: Von allen Studienteilnehmern, die angegeben haben, dass ihnen Gender Diversity als Teil der Wertekultur ihres Unternehmens sehr wichtig ist, sind 82 Prozent Frauen. Von den befragten Frauen haben 61 Prozent das Gefühl, dass sie im Berufsleben besonders gefördert werden müssen. Nur 17 Prozent der Männer sehen dies genauso. Dies könnte auch der Grund dafür sein, dass zwar 63 Prozent der Frauen dem Thema Gender Diversity ziemlich oder sehr positiv begegnen, wohingegen es bei den Männern nur 47 Prozent sind.

Unser Tipp für Arbeitgeber:
Ihre Mitarbeiter sind Ihre Basis und Ihr Kapital. Beweisen Sie ihnen durch individuelle Förderung, wie wichtig sie Ihnen sind.

Die Umfrageergebnisse zeigen, wie essentiell dabei eine diplomatische Kommunikation ist – vor allem in Bezug auf das Thema Frauenförderung. Ihre Aufgabe ist es, beiden Geschlechtern deutlich zu machen, warum die Maßnahmen sinnvoll sind. Dabei spielt die Chefetage eine wichtige Rolle, denn nur mit ihrer Rückendeckung können Maßnahmen erfolgreich ein- und durchgeführt werden.

Gleichberechtigung – nicht nur auf dem Papier

Erschreckend: Nur 30 Prozent der Befragten bezeichnen sich selbst als ziemlich oder sehr zufrieden mit der Integration von Gender Diversity als Teil ihrer Unternehmenskultur.

In ihrem eigenen Unternehmen halten 36 Prozent der weiblichen Studienteilnehmer beide Geschlechter in allen Belangen für gleichberechtigt. Ganz im Gegensatz zu den männlichen Teilnehmern: Hier geben 60 Prozent an, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Unternehmen gleichberechtigt sind.

Unser Tipp für Arbeitgeber:
In Ihrem Unternehmen haben Gender Diversity und Gleichberechtigung einen hohen Stellenwert? Dann kommunizieren Sie das unbedingt nach außen. Denn damit werden Sie noch interessanter für potenzielle neue Kandidaten. Und auch bei Ihren eigenen Mitarbeitern haben Sie dadurch ein Stein im Brett.

Aber Vorsicht: Es wird schnell offensichtlich, wenn ein Arbeitgeber Gender Diversity nur auf dem Papier lebt. Handeln Sie also auch im Alltag nach den Prinzipien, die Sie sich auf die Fahnen geschrieben haben.

Gender Diversity: Top Facts aus der Netzwerkstudie 2017

Gender Diversity: Top Facts aus der Netzwerkstudie 2017

Gender Diversity erfolgreich in die Unternehmenskultur integrieren

Meist liegt es bei den Personalverantwortlichen, die Gleichberechtigung zwischen weiblichen und männlichen Angestellten sicherzustellen – und gegebenenfalls dagegen zu steuern, wenn sie nicht besteht.

Sie möchten Gender Diversity in Ihrem Unternehmen verankern? Wir haben Ihnen ein paar Maßnahmen zur Inspiration zusammengestellt, die gerne eingesetzt werden:

  • Persönliches Coaching-/Mentoring-Programm von erfolgreichen Führungspersönlichkeiten (auch intern)
  • Unternehmensinterne Netzwerke
    (z. B. für alle Führungspersönlichkeiten, für Frauen in unterschiedlichen Positionen, …)
  • Möglichkeit für flexibles Arbeiten
    (Teilzeit, Jobsharing, Home-Office, …)
  • Unterstützung bei Vereinbarkeit von Arbeits- und Familienleben
    (Kinderbetreuung, Unterstützung vor, während, nach der Elternzeit, …)
  • Weiterbildungsprogramme speziell für Frauen

Zur Netzwerkstudie 2017

Die Studie „Karriere-Booster Netzwerk. Mit Vitamin B zum Erfolg.“ wurde von stellenanzeigen.de und Melanie Schütze, Gründerin des Frauennetzwerks ALSTERLOGE, durchgeführt. Sie untersucht Frauennetzwerke in der Arbeitswelt 2017 und bietet wertvolle Expertentipps aus der Praxis zur erfolgreichen Etablierung von Frauennetzwerken in Unternehmen.

Alle Ergebnisse gibt’s in der vollständigen Netzwerkstudie 2017 zum kostenlosen Download.

 

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