In vielen Berufen besteht der Arbeitsalltag aus Meetings, Meetings, Meetings. Manch einer hat kein Problem damit, in diesen sicher und selbstbewusst aufzutreten, doch für andere ist es gar nicht so einfach, vor einer größeren Gruppe zu sprechen oder sich Gehör zu verschaffen. Wir haben 10 Tipps gesammelt, mit denen auch du souverän und sicher in Besprechungen rüberkommst und einen guten Eindruck hinterlässt.

1. Gute Vorbereitung

Willst du selbstbewusst wirken, musst du vorbereitet sein – ganz einfach. Du zeigst deine Kompetenz, indem du die Daten, Fakten und Antworten sofort parat hast. Das beweist den anderen, dass du Ahnung auf deinem Gebiet und dich ausreichend damit beschäftigt hast. Nichts ist nerviger, als wenn jemand in einem Meeting erst einmal nach den Unterlagen suchen muss und damit die Zeit aller Anwesenden verschwendet. Indem du vorbereitet bist, trägst du dazu bei, dass das Meeting zügig vonstatten geht und maximal produktiv ist. 

Setze dich vorher intensiv mit dem Thema auseinander, schaue dir den Status Quo an und auch, welche Probleme es gibt. Überlege dir, welche Fragen gestellt werden könnten und welche Gegenargumente eventuell fallen werden. Und zwar auch dann, wenn du selbst keine Präsentation halten musst. Je besser du vorbereitet bist, desto mehr Sicherheit strahlst du auch aus. 

Pünktlich im Meeting
Bildquelle: www.istockphoto.com / YakobchukOlena

2. Pünktlichkeit

Pünktlichkeit ist nicht nur eine Tugend, es ist auch ein Zeichen von Respekt. Kommst du häufig zu spät, wirst du schnell als unzuverlässig wahrgenommen, was deinem selbstsicheren Erscheinungsbild dauerhaft schadet. Deshalb ist es ratsam, vor wichtigen Meetings bereits schon etwas früher zu kommen. So vermeidest du Stress und stellst sicher, dass du nichts verpasst.

Außerdem macht es einen guten Eindruck, wenn du überpünktlich da bist. Damit du keine Termine verpasst, solltest du dir diese etwas früher in den Kalender eintragen, damit du rechtzeitig daran erinnert wirst. Dasselbe gilt für Online-Meetings bzw. Videokonferenzen. Auch hier kommt es weniger gut an, wenn du dich verspätest.

3. Optisches Erscheinungsbild

Kleider machen Leute – da ist definitiv etwas dran. Nicht nur, dass du mit den passenden Klamotten professioneller wahrgenommen wirst, du fühlst dich auch wohler in deiner Haut, was dich automatisch selbstbewusster macht. Zu einer gepflegten Erscheinung zählen neben den Klamotten auch die Frisur, die Schuhe und die Fingernägel, sowie bei Frauen eventuell das Make-Up. So wie Leute dich wahrnehmen, so behandeln sie dich automatisch auch. Und dies wiederum hat Einfluss auf dein eigenes Handeln. Du siehst also, dass die richtigen Klamotten einen deutlichen Unterschied machen können. 

Kaufe dir deshalb Kleidung, die dir gefällt und in der du dich wohlfühlst, die aber auch gleichzeitig zu deinem Job passt und dir ein souveränes Auftreten verleiht. Solltest du keine Ahnung haben, was dir steht oder was dir gefällt, lasse dich doch mal in einem Geschäft beraten. Auch Freunde können dabei helfen, das Richtige zu finden. 

Du weißt nicht, was du im Sommer im Büro tragen sollst? Hier haben wir ein paar Tipps für dich: Sommer Outfits: Kurz und knapp ins Büro?

4. Auf den Punkt kommen

Sicher kennst du die Situation: An irgendeinem Punkt im Meeting reden alle durcheinander und niemand weiß mehr so recht, worum es jetzt eigentlich geht. Um dein souveränes Auftreten zu stärken, kannst du hier entgegensteuern. Ergreifst du das Wort, solltest du dich auf das Wesentliche konzentrieren und ohne große Umschweife zum Punkt kommen.

Fasse deine Aussage am Ende noch einmal in ein paar Sätzen zusammen, damit auch jeder verstanden hat, was du sagen möchtest. Das wirkt sofort seriös und kompetent. Behalte das Ziel des Meetings im Auge und weise deine Kollegen auch gerne darauf hin, wenn sie zu sehr abschweifen. Solange du dabei höflich bleibst, wird dir das niemand krummnehmen. Im Gegenteil – deine Kollegen werden dir dankbar sein, da du euch allen damit wertvolle Zeit sparst.

Tipp aus der Redaktion: Überzeugend argumentieren: 7 Tipps, um klar auf den Punkt zu kommen

Meeting
Bildquelle: www.istockphoto.com / shironosov

5. Aktiv sein

Auch wenn du selbst keine Präsentation in einem Meeting hältst, solltest du dich aktiv beteiligen. Immerhin hat es einen Grund, weshalb du in der Besprechung sitzt. Deine Meinung ist gefragt und deine Kollegen sowie dein Chef oder deine Chefin sind neugierig darauf, was du beizusteuern hast. Bringe dich also in jedem Fall mit ein und zeige dadurch, dass du motiviert und engagiert bist.

Auch Fragenstellen gehört dazu. Zögere nicht, nachzufragen, sobald dir etwas unklar ist oder du einen Kritikpunkt hast. Durch die richtigen Fragen erlangt man oft wichtige Erkenntnisse. Deine Beteiligung wird positiv aufgefasst und lässt dich sofort sicherer erscheinen. 

6. Körpersprache

Mit deinem Körper zeigst du deinem Gegenüber, wie selbstbewusst du dich gerade fühlst. Schaust du auf den Boden, trommelst unruhig mit deinen Fingern auf den Tisch oder wippst mit dem Fuß, zeugt das nicht gerade von einem strotzenden Selbstbewusstsein, sondern eher von Unsicherheit.

Setze dich daher aufrecht hin, lächle leicht und halte Augenkontakt. All dies signalisiert deinen Kollegen, dass du dich wohlfühlst, was automatisch Sicherheit ausstrahlt und sympathisch macht. Dein Gegenüber fühlt sich dadurch automatisch ebenfalls wohl.

Mehr zum Thema Körpersprache kannst du hier lesen: Körpersprache: 5 absolute No-Gos

7. Feste Stimme

Nicht nur mit deinem Körper, sondern auch mit deiner Stimme kannst du für ein sicheres Auftreten sorgen. Denn diese beeinflusst ebenfalls deine Außenwirkung. Dazu gehören sowohl Stimmmelodie als auch die Tonalität. Wird deine Stimme beispielsweise plötzlich besonders hoch oder leise, merken andere sofort, dass du verunsichert bist.

Achte deshalb auf eine feste Stimme und sprich deine Sätze keinesfalls so aus, dass sie wie eine Frage klingen. Das ist ein absolutes No-Go, wenn du selbstbewusst wirken möchtest. Gehe mit deiner Stimme am Ende eines Satzes nach unten, denn dadurch wirkst du sofort überzeugender. 

Humor im Meeting
Bildquelle: www.istockphoto.com / LuckyBusiness

8. Schlagfertigkeit

Ein weiteres Zeichen von Selbstbewusstsein ist die Schlagfertigkeit. Hast du immer eine passende Antwort parat und kannst richtig Kontra geben, wirkst du sofort selbstsicher und kompetent. Du bist aber überhaupt nicht schlagfertig? Kein Problem! Denn Schlagfertigkeit kann man trainieren.

Wie das geht, kannst du in unserem Artikel dazu nachlesen: Schlagfertigkeit im Job: 10 Tipps, um besser zu kontern

9. Locker bleiben

Und jetzt der wichtigste Tipp von allen: Bleib locker! Klar, manchmal ist das leichter gesagt, als getan, aber Stress bringt dich nicht weiter. Bleib du selbst und nimm nicht alles so ernst. Etwas Humor schadet nicht und er sorgt dafür, dass du dich automatisch besser fühlst und dadurch Selbstbewusstsein ausstrahlst.

Lass dich nicht aus der Ruhe bringen und konzentriere dich auf dein Thema, auf das du dich gut vorbereitet hast. Versuche, so unverkrampft wie möglich an die Sache heranzugehen. Und wenn mal etwas schief geht, dann ist das halt so. Davon geht die Welt auch nicht unter.

Fazit

Nicht jedem ist Selbstbewusstsein in die Wiege gelegt worden, doch das heißt nicht, dass du es dir nicht noch aneignen kannst. Mit den oben genannten Tipps wirst du im nächsten Meeting definitiv sicherer und souveräner rüberkommen und vielleicht sogar einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen. Wichtig ist, dass du entspannt bleibst und dich nicht fertig machst, wenn es mal doch nicht klappt. Selbstbewusstsein kann man nicht von einem Tag auf den anderen kultivieren. Bleib dran und du wirst bald merken, dass es sich lohnt.

Aktuelle Jobangebote




Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir die männliche Form (generisches Maskulinum), z. B. „der Mitarbeiter“. Wir meinen immer alle Geschlechter im Sinne der Gleichbehandlung. Die verkürzte Sprachform hat redaktionelle Gründe und ist wertfrei.