Sonderschullehrer/in Gehalt in Deutschland

Als Sonderschullehrer/in in Deutschland kannst du ein durchschnittliches Gehalt von 42143 Euro pro Jahr verdienen. Das Anfangsgehalt in diesem Job liegt bei 29850 Euro. Laut Datenerhebung von stellenanzeigen.de liegt die Gehaltsobergrenze bei 54632 Euro. Zur Gehaltsberechnung für den Beruf Sonderschullehrer/in wurden alle Bundesländer berücksichtigt.


Durchschnittliche Gehälter in Euro/Jahr für Sonderschullehrer/in in Deutschland

20000
29850
42143
54632
65000
Berlin Ø 43673 €/Jahr
Bielefeld Ø 46024 €/Jahr
Bochum Ø 46024 €/Jahr
Bonn Ø 51187 €/Jahr
Bremen Ø 46724 €/Jahr
Dortmund Ø 46138 €/Jahr
Dresden Ø 41679 €/Jahr
Duisburg Ø 46138 €/Jahr
Düsseldorf Ø 46138 €/Jahr
Essen Ø 47904 €/Jahr
Frankfurt Ø 48368 €/Jahr
Hamburg Ø 48490 €/Jahr
Hannover Ø 48490 €/Jahr
Köln Ø 48368 €/Jahr
Leipzig Ø 38156 €/Jahr
München Ø 54478 €/Jahr
Münster Ø 46024 €/Jahr
Nürnberg Ø 46256 €/Jahr
Stuttgart Ø 54706 €/Jahr
Wuppertal Ø 46842 €/Jahr
Sonderschullehrer Jobs
Sonderschullehrer Jobs: Copyright: LightFieldStudios

Sonderschullehrer/-innen

Kinder mit Lernschwierigkeiten oder sozialen Anpassungsproblemen werden in Sonderschulen speziell gefördert. Sonderschullehrer/-innen ist der umgangssprachliche Begriff für Lehrer/innen für Sonderpädagogik. Ihr Arbeitsplatz sind staatliche oder private Förderschulen, in denen die Kinder eine an Ihre Fähigkeiten und Defizite angepasste Ausbildung erhalten. Der Verdienst des / der Sonderschullehrer/-in richtet sich zum einen nach dem Ort der Berufsausübung, sprich, nach Bundesland und Kommune. Zum anderen spielt es eine Rolle, ob du in einer staatlichen oder privaten Schule tätig bist und verbeamtet bist oder nicht.

Was verdient ein Sonderschullehrer?

Grundsätzlich sind die Gehälter im Süden der Bundesrepublik tendenziell höher als im Norden oder Osten. Der höchste Verdienst wird im Durchschnitt in München und Stuttgart erreicht. Im bundesdeutschen Mittel hat ein / eine Sonderschullehrer/-in ein durchschnittliches Gehalt von 42.143 Euro pro Jahr zu erwarten. Der Einstiegslohn beginnt bei 29.850 Euro, das Maximum ist bei 54.632 Euro erreicht.

Wie wird man Sonderschullehrer/-in?

Der Tätigkeit als Sonderschullehrer/-in geht ein Studium für Lehramt an Sonder- und Förderschulen an einer Universität voraus. In Baden-Württemberg ist auch ein Studium an einer Pädagogischen Hochschule eine Einstiegsmöglichkeit in den Beruf. Während des Studiums wählst du zwei von mehreren Fachrichtungen. Diese unterscheiden sich nach Bundesland und Hochschule. Es ist daher ratsam, dich bereits vor Aufnahme des Studiums bei verschiedenen Universitäten nach den angebotenen Schwerpunkten zu erkundigen. So kannst du dich etwa für Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen, Pädagogik für Seh- und Hörbeeinträchtigte, Sprachheil-, Körper- und geistigen Behinderungen sowie Verhaltensstörungen entscheiden. Die Fachrichtung beeinflusst deinen späteren Arbeitsplatz. So steht dir mit den Fachrichtungen für Seh- und Hörbeeinträchtigte etwa ein Job in Förderschulen für Blinde beziehungsweise stark sehbehinderten Menschen offen.

Nach einer Regelstudienzeit von üblicherweise neun Semestern legst du das Erste Staatsexamen ab. Es folgt eine ein- bis zweijährige Referendariatszeit – wiederum abhängig vom Bundesland – und das Zweite Staatsexamen. Anschließend bist du berechtigt, an einer Sonder- beziehungsweise Förderschule in Deutschland zu unterrichten und kannst verbeamtet werden.

Welche Benefits bietet dir der Arbeitgeber als Sonderschullehrer/-in?

Die tatsächlichen Goodies hängen insbesondere vom Arbeitgeber ab. An staatlichen Schulen kannst du vor allem als Beamte/ Beamtin mit interessanten Benefits rechnen. Dazu zählen die folgenden:

  • du zahlst keine Sozialversicherungsbeiträge
  • genießt besonderen Kündigungsschutz
  • erhältst ein höheres Gehalt als nicht-verbeamtete Kollegen / Kolleginnen

Auch als Sonderschullehrer/-in an einer privaten Hochschule oder ohne Beamtenstatus profitierst du von einigen Vorteilen:

  • du arbeitest einen Teil deiner Arbeitszeit im Home-Office
  • du hast in allen Ferien ebenfalls schulfrei
  • du musst üblicherweise weder abends noch am Wochenende arbeiten.

Welche persönlichen Voraussetzungen brauche ich für den Job als Sonderschullehrer/-in?

Bereits der Job als Lehrer/in an einer Regelschule ist mit einem hohen Stressfaktor verbunden. An einer Sonderschule maximiert sich dieser. Du fungierst als Ansprechpartner für Schüler, die zum Teil mit kognitiven, zum Teil mit sozialen Beeinträchtigungen kämpfen. Das erschwert die Kommunikation sowie die Lernerfolge. Diese Skills solltest du unbedingt mitbringen:

  • hohe Frustrationstoleranz
  • geduldiger Umgang mit schwierigen Situationen
  • Freude in der Arbeit mit Menschen
  • hohe Empathie
  • hohe Belastbarkeit
  • psychische Stabilität

Nach dem Unterricht ist dein Job noch nicht vorbei. Die Vor- und Nachbereitung findet zwar üblicherweise im Home-Office statt, nimmt allerdings als in der Regel Sonderschullehrer/-in mehr Zeit in Anspruch als an einer Regelschule. Darüber hinaus wirst du bei Elternabenden und Informationsveranstaltungen eingesetzt. Die Bereitschaft, auf Freizeit zu verzichten, ist daher eine weitere wichtige persönliche Voraussetzung für die Tätigkeit als Sonderschullehrer/-in.

In welchen Bereichen kann ein/e Sonderschullehrer/-in? eingesetzt werden?

Du hast dich bereits während deines Studiums auf einen der vielfältigen Bereiche der Sonderpädagogik spezialisiert. Folglich kannst du dich bei der Berufswahl auf eines der zwei Spezialfächer fokussieren. Dein Einsatzort sind grundsätzlich Sonder- und Förderschulen. Zunehmen gibt es in Deutschland auch integrative Schulen beziehungsweise Klassen. Dort lernen geistig und / oder körperlich behinderte Kinder in einer Regelschule mit nicht beeinträchtigten Mitschülern. Du fungierst in diesen Schulen als zusätzliche Lehrkraft und bist Ansprechpartner für Schüler mit Förderbedarf und ihre Eltern. Der Einsatzort hat seine besonderen Herausforderungen. So bist du dazu angehalten, den Unterricht für Kinder mit unterschiedlichsten Voraussetzungen gleichermaßen spannend und sinnvoll zu gestalten.

Deine möglichen Einsatzorte neben regulären Grund- und weiterführenden Schulen in der Übersicht:

  • Förderschulen für
  • Blinde und / oder Sehbehinderte,
  • Gehörlose,
  • Körperbehinderte,
  • Lernbehinderte,
  • Sprachbehinderte,
  • Kinder in längerer Krankenhausbehandlung,
  • für die Förderung der geistigen Entwicklung,
  • für die Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten hat ein/e Sonderschullehrer/-in?

Als Sonderschullehrer/-in stehen Dir nach einigen Berufsjahren interessante Aufstiegsmöglichkeiten offen. Sie bieten sich Dir sowohl an deiner oder einer anderen Förderschule als auch in der Universität. So besteht die Möglichkeit, als Leitung des Studienseminars Referendare auf ihre zukünftigen Aufgaben vorzubereiten. Neben der Vermittlung von Prüfungsinhalten für das zweite Staatsexamen fungierst du als Ansprechpartner für Fragen und Nöte der Studierenden. Darüber hinaus besuchst du sie im Unterricht und hältst Lehrprüfungen ab.

An deiner Schule kannst du zur Fachbereichsleitung aufsteigen. Du übernimmst die Organisation und Planung der Unterrichtsinhalte in einem bestimmten Fach und legst die entsprechenden Leistungsanforderungen fest. Nach einigen Berufsjahren winkt der Job als Schulleitung. Hier tauschst du deine Unterrichtseinheiten zum großen Teil durch organisatorische Aufgaben aus. So legst du Stundenpläne fest, bestimmst Klassenlehrer und bist schließlich Vorgesetzte/r für alle angestellten Lehrer der Schule.

Als Sonderschullehrer/-in hast du darüber hinaus die Möglichkeit, dich selbstständig zu machen und eine private Praxis in deinem Fachgebiet zu eröffnen. Infrage kommen hier etwa Sprach- und Lernförderungen oder psychosoziale Beratungen für Kinder und Jugendliche sowie ihre Eltern.

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