
Altersvorsorge einfach erklärt: So kannst du fürs Alter vorsorgen
Warum solltest du dich mit Altersvorsorge beschäftigen?
Stell dir vor, du willst im Ruhestand wirklich das machen, was dir Spaß macht – reisen, Hobbys ausleben oder einfach sorgenfrei leben. Das klappt meistens nur, wenn du dich frühzeitig mit deiner Altersvorsorge auseinandersetzt. Viele schieben das Thema zwar gern auf, weil Begriffe wie Rentenlücke oder betriebliche Vorsorge kompliziert klingen. Oder du denkst, es ist noch ewig Zeit, bis die Rente ansteht. Doch je länger du wartest, desto schwieriger wird es, deinen gewünschten Lebensstandard auch im Alter zu sichern.
Inhaltsverzeichnis
Fakt ist: Die gesetzliche Rente reicht in Deutschland immer seltener aus, um deinen bisherigen Lebensstil zu halten. Realistisch ist oft nur die Hälfte deines letzten Nettoeinkommens. Viele, besonders Frauen und Menschen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien, sind dadurch von einer Versorgungslücke bedroht. Das liegt zum Beispiel an längerer Lebenserwartung, geringeren Geburtenraten und flexibleren Arbeitsformen wie Teilzeit oder wiederholten Auszeiten.
Deshalb gilt: Nur wer zusätzlich vorsorgt, kann im Alter entspannt bleiben. Die gute Nachricht: Du musst nicht reich sein oder alles perfekt planen. Schon kleine monatliche Beträge können eine spürbare Extra-Rente ergeben – und der Zinseszinseffekt sorgt dafür, dass sich frühes Sparen besonders lohnt.
- Du entscheidest, wie und womit du vorsorgst – ob mit klassischen Sparplänen, Investmentfonds, Betriebsrente oder privater Versicherung.
- Staatliche Förderung und Zuschüsse gibt es für viele Modelle, egal ob du Einsteiger oder erfahren bist.
- Nutzt du unabhängige Beratung und Online-Tools, behältst du den Überblick und findest das Angebot, das zu dir passt.
Dich jetzt mit deiner Altersvorsorge zu beschäftigen, gibt dir Sicherheit und Freiheit für später. Wir helfen dir, die Vielzahl an Möglichkeiten durchzusehen und deine Strategie zu entwickeln. So bist du nie allein beim Start in deine finanzielle Zukunft.
Die drei Säulen der Altersvorsorge: Einfach erklärt
In Deutschland steht die Altersvorsorge auf drei stabilen Säulen. Dieses Modell sorgt dafür, dass du deinen Ruhestand auf mehrere finanzielle Standbeine stützen kannst – und damit sicherer unterwegs bist. Klingt erstmal kompliziert, ist es aber nicht. Wir zeigen dir klar und verständlich, wie die drei Säulen aufgebaut sind und warum sie sich perfekt ergänzen.
- Gesetzliche Rentenversicherung – Dein Fundament
Als Arbeitnehmer bist du automatisch in der gesetzlichen Rentenversicherung. Monat für Monat zahlst du gemeinsam mit deinem Arbeitgeber Beiträge ein. Das Geld wird direkt an die Menschen ausgezahlt, die aktuell in Rente sind – dein Beitrag hilft also der älteren Generation, und später profitierst du selbst davon. Die Höhe deiner eigenen Rente richtet sich danach, wie lange und wie viel du einzahlst. Allerdings nimmt der demografische Wandel Einfluss auf dieses System: Immer weniger Erwerbstätige finanzieren immer mehr Rentnerinnen und Rentner. Deshalb reicht die gesetzliche Rente meist nicht mehr aus, um im Alter den gewohnten Lebensstandard zu sichern. Mehr zum System findest du verständlich erklärt bei der NÜRNBERGER und beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.
- Betriebliche Altersvorsorge (bAV) – Unterstützung durch den Arbeitgeber
Die betriebliche Altersvorsorge macht es möglich, gemeinsam mit deinem Arbeitgeber eine zusätzliche Rente aufzubauen. Ein Teil deines Bruttogehalts fließt steuer- und sozialabgabenfrei direkt in diese Vorsorge. Dein Arbeitgeber legt meist mindestens 15 Prozent obendrauf. Das lohnt sich für viele: Egal ob du festangestellt, in Teilzeit oder in einem Minijob arbeitest – die bAV ist oft unkompliziert umsetzbar und läuft nebenbei. Wenn du den Job wechselst, kannst du das Guthaben häufig mitnehmen.
- Private Altersvorsorge – Für maximale Flexibilität
Hier hast du die Zügel komplett selbst in der Hand. Du entscheidest flexibel, wie du fürs Alter sparen willst – zum Beispiel über eine private Rentenversicherung, einen ETF-Sparplan, Immobilien oder ab 2027 ein neues Altersvorsorgedepot. Gerade weil die gesetzliche und betriebliche Rente allein oft nicht ausreichen, ist der private Baustein wichtig. Viele dieser Lösungen sind staatlich gefördert und lassen sich deinen Bedürfnissen anpassen. Damit schließt du Rentenlücken gezielt und stellst dich finanziell unabhängiger auf.
Dein Vorteil: Die drei Säulen clever kombinieren
Setze nicht alles auf nur eine Karte. Kombiniere die Möglichkeiten, so wie sie zu deinem Leben passen. So sicherst du dir eine stabile und selbstbestimmte Zukunft – und kannst das Alter entspannt genießen.
Private Vorsorge konkret: Was gibt es – und was bringt es dir?
Mit der privaten Vorsorge kannst du selbst entscheiden, wie du deine finanzielle Zukunft im Alter gestaltest. Die Auswahl ist groß und reicht von klassischen privaten Rentenversicherungen über moderne ETF-Sparpläne bis hin zu Immobilien oder dem neuen Altersvorsorgedepot. Durch diese Vielfalt kannst du gezielt Versorgungslücken schließen, die durch die gesetzliche oder betriebliche Altersvorsorge entstehen können.
Private Vorsorgeprodukte im Überblick
- Private Rentenversicherung: Du zahlst monatlich oder jährlich Beiträge ein und bekommst später eine lebenslange Rente. Hier stehen Sicherheit und Planbarkeit im Mittelpunkt – allerdings sind die Renditechancen meist gering und die Kosten können einen Teil der Erträge auffressen.
- Fondsgebundene Rentenverträge: Du profitierst von der Entwicklung am Aktien- und Kapitalmarkt, hast aber auch ein höheres Risiko. Entscheidest du dich für diese Variante, winken bessere Renditechancen als bei klassischen Policen – allerdings schwankt das investierte Geld.
- ETF-Sparpläne: Besonders beliebt, weil sie flexibel, kostengünstig und transparent sind. Du kannst schon mit kleinen Beträgen weltweit gestreut investieren, Beiträge jederzeit anpassen oder pausieren. Beachte: Schwankungen gehören dazu, aber mit einem langen Anlagehorizont glättest du die Risiken.
- Immobilien als Kapitalanlage: Eigentumswohnungen oder Häuser zur Vermietung sichern dir zusätzliche Einkünfte im Ruhestand. Hier benötigst du aber Eigenkapital, Zeit und musst mögliche Mietausfälle oder Instandhaltungskosten mitdenken.
- Banksparpläne: Sie bieten großes Maß an Sicherheit und freie Verfügbarkeit. Allerdings erhältst du in puncto Zinsen meist nur eine geringe Rendite.
- Altersvorsorgedepot (ab 2027): Dieses neue Modell macht es dir möglich, mit besonders günstigen Konditionen und staatlicher Förderung in Fonds und ETFs zu investieren. Die Auszahlung ist flexibler als beim klassischen Riester – und auch für Einsteiger*innen interessant, da das Standarddepot eine Kostendeckelung vorsieht. Nähere Informationen findest du zum Beispiel im Altersvorsorgedepot Vergleich der Stiftung Warentest.
Worauf solltest du achten? Die beste Altersvorsorge ist die, die zu dir passt! Prüfe: Wie viel möchtest du langfristig zurücklegen? Wie viel Risiko verträgst du? Wo bekommst du staatliche Förderung oder steuerliche Vorteile? Nutze neutrale Vergleichsrechner, beispielsweise von Stiftung Warentest, und lass dich unabhängig beraten. Oft lohnt es sich, verschiedene Produkte zu kombinieren – so sicherst du dir Flexibilität und gleichst mögliche Schwächen einzelner Lösungen aus.
Checkliste: So startest du mit privater Altersvorsorge
- Kläre deine Versorgungslücke: Wie viel Geld brauchst du im Ruhestand zusätzlich?
- Setze dir ein Sparziel pro Monat – auch kleine Beträge helfen langfristig
- Vergleiche verschiedene Produkte und Anbieter
- Nutze Förderungen und steuerliche Vorteile, wo es möglich ist
- Passe Sparraten regelmäßig an deine Lebenssituation an
Ganz wichtig: Fange frühzeitig an! So nutzt du den Zinseszinseffekt am besten aus. Die private Vorsorge gibt dir die Kontrolle, um deine finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit auch im Alter zu genießen.
So findest du heraus, wie viel du wirklich brauchst
Frag dich konkret: Wie viel Geld willst du monatlich im Ruhestand zur Verfügung haben? Die Antwort ist individuell – denn jeder hat andere Pläne, Wünsche und Fixkosten. Es gibt keinen Standardwert, auf den du dich verlassen kannst. Aber es gibt einfache Methoden, um deinen Bedarf realistisch und stressfrei zu planen.
Starte mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Wie hoch sind deine aktuellen monatlichen Ausgaben? Was möchtest du dir im Alter gönnen – und was davon ist dir besonders wichtig? Denk an Miete, Lebenshaltung, Versicherungen und Extras wie Reisen, Hobbys oder Gesundheit. Tipp: Notiere dir typische Ausgaben und entscheide, auf was du später nicht verzichten willst.
Um den Lebensstandard zu halten, empfehlen viele Fachleute als groben Richtwert 70 bis 80 Prozent vom letzten Nettoeinkommen. Ob das für dich reicht, hängt von deinen konkreten Vorstellungen ab. Hast du Schulden abbezahlt oder fallen Ausgaben weg, kann auch weniger reichen. Kalkuliere lieber großzügig, damit es keine bösen Überraschungen gibt.
Im nächsten Schritt ermittelst du deine Einkünfte im Alter: Bald bekommst du von der Deutschen Rentenversicherung regelmäßig eine Übersicht, wie viel gesetzliche Rente du erwarten kannst. Betriebsrente, private Versicherungen oder Kapitalanlagen zählen ebenfalls. Summiere alle voraussichtlichen Einnahmen. Die Differenz zwischen deinem Bedarf und deiner tatsächlichen Altersvorsorge ergibt die sogenannte Rentenlücke. Je genauer du rechnest, desto klarer wird dein Vorsorgeziel.
Prüfe regelmäßig, ob deine Planung noch passt – etwa bei einem Jobwechsel, Familienzuwachs oder Umzug. Lebenssituationen ändern sich, und Flexibilität ist in Sachen Altersvorsorge Trumpf. So bleibst du auf Kurs und schützt dich vor unliebsamen Überraschungen.
Deine Rentenlücke berechnen – so geht’s einfach und digital
Du willst wissen, wie groß deine persönliche Rentenlücke aktuell ist? Dafür gibt es praktische Online-Rechner. Nutze zum Beispiel den Rechner von Nettolohn.de oder die Angebote von Stiftung Warentest. Trage einfach dein aktuelles Einkommen, deine Ziele und voraussichtlichen Renten ein. In wenigen Minuten weißt du, welcher Betrag dir fehlt und wie hoch deine Sparrate mindestens sein sollte. Damit bekommst du Klarheit und kannst konkret planen.
- Behalte Inflation, unerwartete Ausgaben und Veränderungen im Blick.
- Passe deine Vorsorge regelmäßig an.
- Starte lieber früher als später – je mehr Zeit, desto weniger Stress beim Sparen.
Faustregel: Je früher, desto besser
Das Wichtigste gleich vorweg: Fang so früh wie möglich an! Wer schon zu Beginn des Berufslebens privat vorsorgt, profitiert besonders stark vom Zinseszinseffekt. Ist das nicht möglich, ist jeder spätere Start besser als gar keiner. Schon kleine Sparsummen haben große Wirkung, wenn sie lang genug wachsen können. Viele Expertinnen und Experten raten zu mindestens 10 bis 15 Prozent vom Bruttolohn – gern mehr, wenn es das Budget erlaubt.
Wichtig: Passe deinen Sparbetrag an Gehaltserhöhungen an, damit dein Altersvorsorgeplan im echten Leben mithält. Auf diese Weise kannst du Schritt für Schritt deine Rentenlücke schließen und deinen Lebensstandard im Alter sichern. Du entscheidest, wann es Zeit ist, durchzustarten – wir unterstützen dich mit Infos, Tools und Beratung auf deinem Weg!
Digitale Tools & Beratung: So wird Altersvorsorge einfacher
Du kennst das bestimmt: Altersvorsorge wirkt oft wie ein Dschungel aus Zahlen, Begriffen und Formularen. Doch mittlerweile gibt es viele digitale Tools, die dir Orientierung bieten und den Einstieg deutlich erleichtern. Damit bringst du Struktur in deine Vorsorge und vermeidest typische Fehler, zum Beispiel eine zu niedrige Sparrate oder wenig passende Angebote.
Mit einem Altersvorsorge-Rechner hast du alle Zahlen direkt im Blick. Du gibst ein paar persönliche Daten zu deinem Einkommen, geplanten Rentenbeginn oder gewünschtem Ruhestandsbudget an. Sofort siehst du, ob es eine Versorgungslücke gibt und mit welchen Anpassungen du sie schließen kannst. So funktioniert Praxisnähe – ganz ohne Vorwissen!
Digitale Vergleichsportale wie die von Stiftung Warentest helfen dir, verschiedene Produkte wie private Rentenversicherungen oder das neue Altersvorsorgedepot zu vergleichen. Tools wie Nettolohn.de berechnen dein Einkommen im Alter oder zeigen, wie sich deine Rentenlücke entwickelt. Für staatliche und betriebliche Rente bekommst du bei rentenbescheid24.de einen umfassenden Überblick. So stellst du Schritt für Schritt fest, wo noch Nachholbedarf besteht und welche Förderungen für dich relevant sind.
Mini-Checkliste: So startest du digital
- Online-Rechner nutzen und Versorgungslücke herausfinden
- Produktvergleiche anschauen – zum Beispiel für Rentenversicherungen oder Sparpläne
- Förderungen prüfen, etwa beim neuen Altersvorsorgedepot ab 2027
- Bequeme Verwaltung deiner Verträge über digitale Anbieter wählen
Wichtig zu wissen: Die Digitalisierung in der Altersvorsorge bringt gerade Menschen mit weniger Vorwissen große Vorteile. Viele empfinden das Thema als zu kompliziert – das zeigen Studien wie bei Springer Professional. Lass dich also nicht abschrecken: Mit digitalen Lösungen verschaffst du dir schnell Durchblick und mehr Sicherheit für deine Entscheidungen.
Persönliche Beratung bleibt weiterhin wichtig – vor allem, wenn du spezielle Fragen hast, selbstständig bist oder zum Beispiel längere Pausen im Job hattest. Profis wie Verbraucherzentralen oder unabhängige Finanzberater prüfen deine Verträge, entdecken versteckte Gebühren und zeigen dir Fördermöglichkeiten auf. Auch für alle, die noch unsicher mit digitalen Tools sind, ist ein Beratungsgespräch sinnvoll. So verpasst du keine Chance und gehst auf Nummer sicher, egal wie speziell deine Lebenssituation ist.
Unser Tipp: Mach den ersten Schritt digital, verschaffe dir Überblick und nutze dann ein Beratungsgespräch für die individuelle Feinabstimmung. Kombiniere das Beste aus beiden Welten. So sicherst du dir Transparenz, Kontrolle und die optimale Vorsorgestrategie – und bist deinem zukünftigen Ich einen großen Schritt voraus.
Digitale Vergleichs- und Beratungstools auf einen Blick
- Stiftung Warentest: Unabhängige Altersvorsorge-Rechner und Produktvergleiche ohne Anbieterinteresse
- Nettolohn.de: Rechner für Rentenlücke, Netto- und Alterseinkommen, Sparpotenziale
- rentenbescheid24.de: Infos und Beratung für staatliche und betriebliche Rente, auch bei Sonderfällen wie Erwerbsminderung oder Flexi-Rente
Die Tools sind meist kostenlos oder günstig nutzbar und machen Altersvorsorge endlich verständlich – egal, wie viel Vorwissen du hast.
Wann du dich beraten lassen solltest
Manchmal reicht ein digitaler Überblick nicht aus – zum Beispiel, wenn du selbstständig unterwegs bist, in Teilzeit arbeitest oder eine längere Berufspause hattest. Dann lohnt sich ein Termin bei der Verbraucherzentrale oder bei unabhängigen Finanzberatern. Sie achten auf individuelle Lebenssituationen, prüfen Verträge auf unnötige Kosten und holen mehr für dich heraus. Mit persönlicher Beratung schließt du Wissenslücken, schützt dich vor Fehlentscheidungen und nutzt alle passenden Förderungen. Und das gibt dir langfristig das beste Gefühl auf deinem Weg zur passenden Altersvorsorge.
Häufige Irrtümer bei der Altersvorsorge – und unsere Antworten
Viele glauben, Altersvorsorge sei kompliziert, teuer oder nur etwas für später. Wir zeigen dir, was wirklich dran ist und räumen mit den häufigsten Irrtümern auf. So weißt du, wann und wie du sinnvoll vorsorgen kannst – und findest den Weg zur passenden Lösung für deine Situation.
„Ich bin noch zu jung, das hat Zeit…“
Das hören wir ständig – und es hält einige davon ab, früh durchzustarten. Fakt ist: Wer schon zu Studien- oder Ausbildungszeiten beginnt, spart mit kleinen Beträgen über viele Jahre. Der Zinseszinseffekt sorgt dafür, dass aus wenig viel werden kann. Je eher du loslegst, desto weniger musst du monatlich beiseitelegen, um deine Versorgungslücke zu schließen. Auch kurze Jobpausen oder Gehaltsänderungen lassen sich dadurch besser ausgleichen. Von Aufschieben profitierst du nicht – von Planen und Dranbleiben schon.
„Die gesetzliche Rente reicht bestimmt!“
Nur auf die staatliche Rente zu setzen, birgt Risiken. Die Realität zeigt: Im Schnitt bringen gesetzliche Rentenzahlungen nur rund die Hälfte bis 60 Prozent deines Nettoeinkommens. Damit bleibt oft eine Versorgungslücke, Experten sprechen von einer Rentenlücke. Wer seinen Lebensstandard auch im Ruhestand sichern will, sollte ergänzen – etwa mit betrieblicher und privater Vorsorge. Verschiedene Modelle wie Riester, Rürup, ETF-Sparpläne oder das neue Altersvorsorgedepot helfen dir, passend zu deinem Leben aufzustocken.
„Private Vorsorge ist nur etwas für Reiche!“
Private Altersvorsorge ist keineswegs ein Luxusgut! Dank staatlicher Zulagen, Förderungen und flexibler Sparmodelle kannst du auch mit kleinerem Einkommen sinnvoll vorsorgen. Schon wenige Euro im Monat – zum Beispiel per ETF-Sparplan oder Riester-Vertrag – machen den Unterschied. Besonders Haushalte mit Kindern oder niedrigerem Verdienst profitieren von Extra-Boni. Ab 2027 wird das Altersvorsorgedepot eingeführt. So gibt es zusätzliche Anreize, auch für Selbstständige. Mach den ersten Schritt, lieber klein starten als zu spät beginnen!
„Ich brauche mich nicht kümmern – das macht der Staat schon.“
Verlass dich nicht einfach darauf, dass später alles geregelt wird. Rentenreformen, neue Gesetze und Fördermodelle kommen und gehen. Entscheidend ist, dass du deine finanzielle Zukunft selbst aktiv gestaltest. Mit unabhängiger Beratung – etwa bei der Verbraucherzentrale – bleibst du flexibel. Nutze smarte Vergleichsrechner, um Chancen und Risiken zu überprüfen. So kannst du individuell nachbessern und bleibst unabhängig von politischen Entscheidungen.
„Die Produkte sind zu kompliziert, das verstehe ich eh nie!“
Du bist damit nicht allein – drei Viertel der Deutschen finden das Thema Altersvorsorge laut einer aktuellen Studie unübersichtlich. Doch die gute Nachricht: Tools, Rechner und Ratgeber machen vieles anschaulich und verständlich. Schritt-für-Schritt-Vergleiche und neutrale Produktchecks zeigen dir die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick. Hast du spezielle Fragen, lohnt sich eine persönliche Beratung – etwa bei der Verbraucherzentrale oder unabhängigen Finanzprofis. Trau dich, nachzufragen. Altersvorsorge ist kein Buch mit sieben Siegeln!
„Ich kann erst anfangen zu sparen, wenn ich mehr Geld habe.“
Viele unterschätzen, wie viel ein früher Start auch mit kleinen Summen bewirken kann. Jeder Euro, den du heute investierst, arbeitet viele Jahrzehnte für dich – darauf kommt es an. Du musst nicht auf die große Gehaltserhöhung warten. Beginne lieber jetzt mit niedrigen Beiträgen und erhöhe diese zum Beispiel mit jedem Karriereschritt ein wenig. So wächst das Polster ganz automatisch mit dir mit.
- Setze auf staatlich geförderte Produkte, wenn du wenig verdienst.
- Nutze digitale Tools und Beratung für den Überblick.
- Bleib flexibel, wachse mit deiner Lebenssituation mit.
- Starte lieber heute als morgen – jeder Schritt zählt!
Fazit und nächste Schritte: Worauf es wirklich ankommt
Deine Altersvorsorge muss kein weiteres kompliziertes To-Do sein. Mit etwas Planung und den richtigen Tools findest du unkompliziert deinen eigenen Weg. Worauf es ankommt: Mach den ersten Schritt und starte so bald wie möglich – egal, wie alt du bist und wie hoch dein Einkommen ausfällt. Gerade wer früher beginnt, profitiert von mehr Auswahl und von einem größeren finanziellen Spielraum im Alter.
Kombiniere am besten alle drei Säulen der Altersvorsorge. Die gesetzliche Rente ist deine Basis, doch nur ergänzende Lösungen wie betriebliche Angebote und private Anlagen – zum Beispiel ein ETF-Sparplan, klassische Rentenversicherung oder ab 2027 das neue Altersvorsorgedepot – sichern dir echte Unabhängigkeit und Flexibilität. Was zu dir passt, hängt von deinem Leben ab: von deinen Zielen, deiner Familie und deinen Wünschen für die Zukunft.
Setz auf moderne Hilfsmittel. Online-Rechner und digitale Tools geben dir schnell den Überblick, wie viel du für deine Vorsorge brauchst – und zeigen dir mögliche Versorgungslücken auf. So wird Altersvorsorge planbar und du kannst mit wenigen Klicks verschiedene Szenarien durchspielen. Wenn du unsicher bist oder deine Situation komplex ist, nutze unabhängige Beratung, etwa durch die Verbraucherzentrale. Dabei geht es nicht darum, schnell einen Vertrag abzuschließen, sondern darum, den für dich besten, transparenten und flexiblen Weg zu finden.
- Starte früh: Schon kleine Beträge machen über die Jahre einen großen Unterschied.
- Kombiniere verschiedene Formen der Vorsorge – so bist du am flexibelsten.
- Nutze Beratung und digitale Tools, wenn du unsicher bist.
- Überprüfe regelmäßig deine Strategie – zum Beispiel bei Gehaltsänderungen oder neuen Lebensphasen.
Deine Zukunft ist es wert, dass du heute die Kontrolle übernimmst! Mit unserem Support hast du immer Rückenwind auf deinem Weg zur passenden Altersvorsorge. Wir helfen dir, den Überblick zu behalten und begleiten dich Schritt für Schritt zu deiner ganz persönlichen Strategie.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist es wichtig, sich frühzeitig mit der Altersvorsorge zu beschäftigen?
Welche drei Säulen der Altersvorsorge gibt es in Deutschland?
Wie kann ich meine Rentenlücke berechnen und herausfinden, wie viel ich im Alter brauche?
Welche Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge gibt es und worauf sollte ich achten?
Wie können digitale Tools und Beratung den Einstieg in die Altersvorsorge erleichtern?
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir die männliche Form (generisches Maskulinum), z. B. „der Mitarbeiter“. Wir meinen immer alle Geschlechter im Sinne der Gleichbehandlung. Die verkürzte Sprachform hat redaktionelle Gründe und ist wertfrei.
