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Vereinfachung des Bewerbungsprozesses – E-Recruiting

s.barislovits 2020/02/12

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E-Recruiting beschreibt die Beschaffung von geeignetem Personal mittels elektronischer Medien oder kostenpflichtigen ganzheitlichen Personalsystemen. Online-Bewerbungen können die Vergleichbarkeit der Stelleninteressierten und damit auch eine gezielte Vorauswahl erleichtern.

Der vereinfachte Bewerbungsprozess ist daher eine Form des erfolgreichen Recruiting und kann somit deutliche Auswirkungen im Wettbewerb um die passenden Fachkräfte haben. Die traditionelle Bewerbung erhält einen deutlich modernisierten Reload. Qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber mit entsprechender Ausbildung können sich heute aussuchen, wo sie sich bewerben und versuchen ihr Glück oft gleich bei mehreren Unternehmen.

Schlechte Erfahrungen in einem unangenehmen oder langwierigen Bewerbungsprozess sprechen sich schnell herum und verschaffen dem Arbeitgeber im Zweifel ein negatives Ranking. Arbeitgeber tun deshalb gut daran, schon mit einem durchdachten und nicht zu aufgeblähten Bewerbungsverfahren zu überzeugen. Eine entscheidende Rolle dabei spielt die Bewerbung selbst. Diese erfindet sich gerade neu. Deshalb muss auch beim Recruiting in Sachen Bewerbung schnellstens umgedacht werden.

Potentielle Kandidatinnen und Kandidaten sind immer häufiger mobil unterwegs und haben auch den Wunsch, sich so bewerben zu können. Sie stellen in Frage, ob ein gestelztes Bewerbungsanschreiben noch zeitgemäß ist. Meist stellt sich für sie ohnehin die Frage, ob man sich selbst etwas ausdenkt oder einfach kopiert und anpasst. Nichtsdestotrotz verschlingen beide Varianten Zeit.

Inzwischen wird in vielen modernen Unternehmen mit zahlreichen Arten der Bewerbung experimentiert: Post, Mail, One-Click.
Ein gutes Anschreiben kann sich zwar positiv von anderen abheben, viele Kandidatinnen und Kandidaten dagegen würden lieber darauf verzichten. Inzwischen halten auch immer mehr Unternehmen das persönliche Anschreiben nicht mehr für eines der wichtigsten Auswahlkriterien. Der Lebenslauf aber hat besonders für Arbeitgeber weiterhin eine große Bedeutung.

Möglicherweise gehört das Kopfzerbrechen um den Einstieg in ein qualifiziertes Bewerbungs- oder Motivationsschreiben bald der Vergangenheit an. Wer weniger kreativ oder noch nicht so lebenserfahren ist, beginnt sowieso häufig mit „Hiermit bewerbe ich mich…“. Die Motivation für die Bewerbung wird meist ohnehin noch einmal in einem persönlichen Gespräch abgeklopft und dort auch viel deutlicher.
Es ist wichtiger herauszufinden, was die Stellensuchenden als Persönlichkeiten ausmacht als ein Schreiben, das standardisiert von Hand zu Hand geht und in jedem Unternehmen in ähnlicher Form gleich mehrfach auf dem Tisch liegt. Arbeitgeber sollten keine Barrieren schaffen, sondern sie abbauen, um die besten Talente für sich zu gewinnen.

Online-Stellenanzeigen sind oftmals kostengünstiger als Printanzeigen. Ihre Gestaltung ist flexibel und die Schaltung geht rasend schnell. Stellenanzeigen sind online rund um die Uhr und von überall aufrufbar. Ständige Aktualität wird erreicht, weil eine erleichterte Anpassung und eine mühelose Verlängerung der Anzeigendauer möglich sind. Außerdem lassen sich Online-Stellenanzeigen gezielt mit der Unternehmens-Website verlinken – so erhalten Interessierte gleich auf einfachstem Weg zusätzliche Informationen zum Unternehmen und zur besetzenden Stelle. Ein schnell zustande kommender Kontakt ist per E-Mail möglich. Eine automatische Rückantwort, die den Bewerbungseingang bestätigt, erhöht die Transparenz und das Sicherheitsgefühl bei den Stellensuchenden.

Insgesamt bieten die neuen Formen des E-Recruiting viele Vorteile. Schnelligkeit und Kostengünstigkeit stehen einem großen Pool an qualifiziertem Personal gegenüber.

Digitale Bewerbung per E-Mail und Formular

Für Bewerbungsverfahren werden deshalb immer häufiger digitale Kanäle gewählt oder soziale und berufliche Netzwerke genutzt. Schon die Jobsuche erfolgt meistens online, insofern liegt es nahe, dass auch eine digitale Bewerbung möglich sein sollte.

Die papierbasierte Bewerbung gerät bei den Jobsuchenden ins Hintertreffen und auch nur noch wenige Unternehmen wünschen sich weiterhin die klassische Bewerbung in Papierform. Inzwischen sind Bewerbungen per E-Mail Standard, immer mehr Formular-Bewerbungen werden akzeptiert.

Bewerbung per One-Click

One-Click– oder One-Swipe-Bewerbungen sind besondere Innovationen und haben das Zeug dazu, das Bewerbungsmodell der Zukunft zu werden. Durch die Akzeptanz dieser Bewerbungen knüpfen Arbeitgeber beim Recruiting erfolgreich an das mobile Leben an und holen Stellensuchende immer häufiger erfolgreich ab. Recruiting in sozialen Netzwerken wie Xing, Facebook und LinkedIn sind deshalb sehr gefragt, um die Zielgruppen dort anzusprechen, wo sie sich sowieso bewegen.

E-Recruiting und Bewerbungen in Zukunft

Digitale Bewerbungswege werden weiter an Bedeutung gewinnen. Immer mehr Kandidatinnen und Kandidaten schätzen die Bewerbung per One-Click oder Kurzprofil als zukünftig relevant ein. Häufig ist in den Online-Jobbörsen ohnehin ein Profil inklusive der nötigen Bewerbungsunterlagen hinterlegt und steht zum Upload oder Versand bereit. Dies spart Zeit und bringt Arbeitgeber und Bewerberinnen sowie Bewerber zügiger zusammen.
Stellensuchende bevorzugen schnelle und unkomplizierte, möglichst mobile Bewerbungswege. Dafür muss ihnen der Weg geebnet werden. Für die Optimierung des Bewerbungsprozesses müssen sich Arbeitgeber und die Stellensuchenden annähern können, gemeinsame Standards sind dafür wichtig. Bewerbungen müssen künftig vereinfacht und standardisiert möglich sein und genügend Raum für individuelle Schilderungen bieten.
Berufliche und soziale Netzwerk zählen dabei mit zu den wichtigsten digitalen Kanälen bei der Stellensuche.

Deshalb ergibt es Sinn, Interessierte von der Stellenausschreibung direkt zur digitalen Bewerbung zu leiten. Immer mehr neue Bewerbungsprozesse erleben durch die Verwendung einfacher Formulare oder inzwischen auch durch die Möglichkeit der Bewerbung per Video einen Aufschwung. Arbeitgeber profitieren ebenfalls davon: Videobewerbungen bieten eine gute Plattform, um einen ersten persönlichen Eindruck von den Stellensuchenden zu bekommen.

Auch Swipe-Bewerbungen sind eine bislang noch neue Alternative in der schnellen Jobsuche. Mobile Recruiting erlaubt das Absenden einer zuvor im Profil angelegten Bewerbung inklusive der nötigen Unterlagen durch ein Bildschirmwischen.
Der herkömmliche Prozess ist langwierig: die Erstellung der Stellenanzeige und Auswahl der Verbreitungskanäle, Sortierung und Auswahl der besten Bewerbungen erfordert viel Zeit und Arbeit. Schnelligkeit ist auch noch gefragt, bevor andere Unternehmen die qualifiziertesten Kräfte an sich binden.

Das persönliche Gespräch bleibt wichtig

Allem E-Recruiting zum Trotz: nach wie vor nicht aus dem Bewerbungsprozess wegzudenken ist das Vorstellungsgespräch. In einem Gespräch zeichnet sich ab, ob eine Kandidatin oder ein Kandidat insgesamt für die Stellenbesetzung geeignet ist. Auch diese Gespräche kosten viel Zeit, sie sind mitunter sogar die zeitintensivste Phase des gesamten Prozesses. Vor dem ersten persönlichen Kennenlernen kann ein Telefongespräch oder ein Videointerview helfen, Zeit oder Reisekosten zu sparen. Wenn schließlich ein persönliches Gespräch stattfindet, sollte dies auf jeden Fall effizient genutzt werden.

Fragen mit alten Zöpfen, die seit Jahrzehnten immer wieder gestellt werden, deren Beantwortung aber kaum Aussagekraft hat, sollten vermieden werden. Inzwischen ist jeder Bewerber, jede Bewerberin auf bestimmte Fragen wie zum Beispiel nach den Stärken und Schwächen gefasst und kennt die „richtigen“ Antworten darauf.
Viel nützlicher ist ein gegenseitiges Kennenlernen und aneinander Herantasten. Bestimmte Fachfragen oder das Aufzeigen bestimmter problematischer Arbeitssituationen und den Umgang der Kandidatinnen und Kandidaten damit abzufragen. Dadurch lässt sich nicht nur ein gezielter Blick auf die Fachkompetenz werfen, sondern auch auf die Persönlichkeit.

Arbeitgeber sollten aber darauf achten, die Kandidatinnen und Kandidaten mit ihren Fragen nicht abzuschrecken. Oftmals wird Wissen vorausgesetzt, das sich aber im Arbeitsalltag zügig aneignen lässt.
Im Rahmen eines eigenen Assessment Centers können in beispielhaften Arbeitssituationen genau die Fähigkeiten ermittelt werden, die die zu besetzende Stelle erfordert. Allerdings lohnt sich dieser Aufwand nur für die Besetzung vieler Stellen.

 

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