Kaum haben Sie Ihre Bewerbung in die Post gegeben oder per Mail abgesendet, sitzen Sie vermutlich auf heißen Kohlen: Wann werden Sie hören? Und vor allem: Was werden Sie hören?
Vielleicht denken Sie, alles was Sie nun noch tun können, ist warten. Aber das stimmt nicht ganz. Denn erstens sollten Sie sich, wenn Sie noch andere Positionen entdecken, die für Sie in Frage kommen, weiterbewerben. Und zweitens sollten Sie Ihre Bewerbung zusammen mit dem Stelleninserat ablegen, damit Sie auf alle Informationen Zugriff haben, wenn der Bewerbungsprozess voranschreitet. Drittens aber sollten Sie in Erwägung ziehen, nach einer angemessenen Wartezeit nachzufassen.

Realistische Frist abwarten!

Denken Sie daran, dass ein Unternehmen unter Umständen –zig, wenn nicht sogar hunderte Bewerbungen auf eine freie Stelle erhalten. Häufig warten Personaler auch erst einmal 1-2 Wochen nach dem Erscheinen ihrer Anzeige ab, sammeln die Bewerbungen in dieser Zeit nur und sichten sie erst dann. In der Regel sollten Sie also etwa 3 Wochen warten, bis Sie nachfassen – und zwar am besten telefonisch.

Gute Vorbereitung

Bereiten Sie sich gut vor. Dazu gehört eine Zielsetzung: Was wollen Sie mit der Nachfassaktion erreichen? Neben einer Info zum Stand der Dinge, könnte das zum Beispiel sein, Ihr Interesse an der Stelle noch einmal zu unterstreichen, einen ersten persönlichen Kontakt zum Personalverantwortlichen herzustellen, offene Fragen zur Position zu klären und/oder zu erfahren, wie der weitere Bewerbungsprozess aussieht.
Legen Sie sich die Stellenausschreibung und ihre Bewerbung zurecht, außerdem auch etwas zu schreiben. So sind Sie gut vorbereitet, wenn sich das Gespräch vertieft.
Schließen Sie Störfaktoren aus: Bellende Hunde, Musik oder Baulärm im Hintergrund stressen Sie und Ihren Gesprächspartner.

Zum Hörer greifen!

Wenden Sie sich direkt an den in der Stellenanzeige genannten Ansprechpartner. Ist dieser Ihnen nicht bekannt, kontaktieren Sie die Unternehmenszentrale und lassen sich mit der Personalabteilung verbinden.
Haben Sie den richtigen Gesprächspartner an der Strippe, sollten Sie sich vorstellen und zur Einleitung sagen, auf welche Position Sie sich beworben haben und was der Grund Ihres Anrufs ist. Das gibt Ihrem Gegenüber die Möglichkeit, einen guten Einstieg ins Gespräch zu finden.
Wählen Sie bei allem einen professionellen und positiven Tonfall. Setzen Sie den Personalverantwortlichen nicht unter Druck, zum Beispiel in dem Sie Mitleid erregen oder ihn zur Nennung von Fristen zwingen, Vorwürfe vorbringen oder Ihrer Ungeduld Ausdruck verleihen.
Übrigens: Wer sich beim Telefonieren besonders unwohl fühlt, könnte oder sollte vorher mit Freunden üben. Führen Sie dazu das Telefonat als Rollenspiel, das erleichtert das echte Gespräch später.
Und nun: Viel Erfolg beim Nachfassen!