Männern und Frauen haben unterschiedliche Ansprüche an Arbeitgeber

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31.08.2010
Wenn Unternehmen Top-Talente für sich gewinnen wollen, müssen sie auch die Ansprüche der Kandidaten kennen. Wie eine aktuelle Umfrage von McKinsey und e-Fellows.net belegt, unterscheiden sich dabei die Wünsche von Frauen und Männern beträchtlich. Auch die Studienrichtung lässt Rückschlüsse auf verschiedene Ansprüche zu.

Viele Kriterien sind für Männer und Frauen zwar ähnlich, doch variieren auch einige Faktoren. Topstudentinnen wollen sich danach weitaus mehr mit ihren künftigen Kollegen identifizieren, als dies bei männlichen High Potentials der Fall ist, ergab die Studie, an der mehr als 4.300 e-Fellows.net-Stipendiaten aller Fachrichtungen teilnahmen. Darüber hinaus achten Frauen mehr als Männer darauf, dass ihr künftiger Arbeitgeber aktiv seine Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt wahrnimmt.

Männliche High Potentials hingegen legen im Vergleich zu Frauen mehr Wert auf ihre Chancen am Arbeitsmarkt, die Höhe des Einstiegsgehalts, die Attraktivität des Firmenstandorts und den internationalen Charakter ihres Wunscharbeitgebers.

Vom Studienfach auf die Wünsche im Job schließen
Neben dem Geschlecht hat zudem auch noch der Studienhintergrund der befragten Frauen und Männer erheblichen Einfluss auf die Kriterien für die Wahl des Arbeitgebers. Die Umfrage zeigt: Wer Wirtschaftswissenschaften, Mathematik oder Physik studiert, legt im Vergleich zu Studierenden anderer Fachrichtungen mehr Wert auf Aufstiegsmöglichkeiten; Ingenieure, Biologen und Chemiker hingegen erwarten vor allem Innovationsstärke. Geisteswissenschaftler wiederum werten kollegiale Zusammenarbeit und Verantwortungsübernahme als besonders wichtig.

In einigen Punkten sind sich weibliche und männliche High Potentials aber studienübergreifend weitgehend einig: Spaß an der Arbeit ist die Grundvoraussetzungfür die Bewerbung, ebenso wie die Begeisterung für das Produkt oder die Dienstleistung des Arbeitgebers. Kriterien wie Arbeitsplatzsicherheit und eine ausgewogene Work-Life-Balance sind von minderer Bedeutung für Toptalente. Sie rangieren bei den Befragten auf den hintersten Plätzen bei den Kriterien, die für die Wahl eines Arbeitgebers letztlich ausschlaggebend sind.

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