Wer einen längeren Auslandsaufenthalt in seinem Lebenslauf verbuchen kann, hat die Möglichkeit, positiv aus der Menge herauszustechen. Dabei geht es schon lange nicht mehr nur um Sprachkenntnisse. Bewerber, die ein Praktikum oder einen Teil ihres Studiums im Ausland absolviert haben, bringen viele Kompetenzen mit, die für Personaler wichtig sind.

Soft-Skills spielen eine wichtige Rolle

Besonders Soft-Skills, die durch einen Auslandsaufenthalt erworben werden, zeichnen Bewerber aus. In fremden Ländern erlernt man den Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen, was die soziale Kompetenz fördert. Flexibilität, Toleranz und Stressresistenz sind ebenfalls Eigenschaften, die durch einen Auslandsaufenthalt trainiert werden. Diese Kompetenzen werden schon bei der Planung eines Auslandsaufenthaltes gefördert, denn um für längere Zeit in einem fremden Land leben zu können, ist Organisationstalent gefragt. Im Ausland angekommen, muss man sich auf die neue Lebens- und Arbeitssituation einstellen. Dazu gehört auch mit unvorhergesehenen Ereignissen umgehen zu können und den Menschen offen zu begegnen.
Erfahrungen, die Sie im Ausland machen, können auch im deutschen Arbeitsalltag sehr nützlich sein und neuen Schwung in ein Unternehmen oder eine Abteilung bringen. Der Blick über den Tellerrand hilft, den persönlichen Horizont zu erweitern und einen anderen Blick auf verschiedene Dinge – auch auf die Arbeit –  zu gewinnen. So können Sie sich im Ausland andere Arbeitsweisen oder eine besondere Problemlösungskompetenz abschauen und diese in Deutschland anwenden, um so Ihren Vorgesetzte zu begeistern.

Auslandserfahrung als i-Tüpfelchen der Bewerbung

Ob sich ein Aufenthalt im Ausland nicht nur für Sie persönlich, sondern auch für Ihre berufliche Zukunft lohnt, ist dennoch von verschiedenen Faktoren abhängig. So dürfen die zumeist hohen Kosten nicht außer Acht gelassen werden. Auch die Studienzeit kann sich unter Umständen verlängern. Sprechen diese Kriterien gegen einen Auslandsaufenthalt, müssen sich Bewerber nicht gleich Sorgen machen. Denn kann ein Bewerber keine mehrmonatige Auslandserfahrung nachweisen, ist dies meist kein Kriterium, ihn nicht einzustellen. Streben Sie allerdings eine Position in einem Unternehmen an, das neben Fachwissen vor allem Wert auf soziale und interkulturelle Kompetenz legt, können einige Monate im Ausland das i-Tüpfelchen auf Ihrer Bewerbung sein.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir die männliche Form (generisches Maskulinum), z. B. „der Mitarbeiter“. Wir meinen immer alle Geschlechter im Sinne der Gleichbehandlung. Die verkürzte Sprachform hat redaktionelle Gründe und ist wertfrei.