Wenn man absolvierte Weiterbildungen im Anschreiben und Lebenslauf erwähnen und den Anlagen Zertifikate beifügen kann, dann verschafft man sich auf diese Weise einen Vorsprung gegenüber Bewerbern, die weniger Motivation zeigen. Wichtig bei der Auswahl der Weiterbildung ist, dass nicht wahllos irgendwelche Kurse belegt werden, sondern die einzelnen Maßnahmen als erstes nach ihrem Sinn für die berufliche Zukunft untersucht werden.

Weiterbildungen müssen nicht immer fachbezogen sein. Wenn du also Statistik studiert hast, dann kannst du natürlich trotzdem eine Weiterbildung im Fach Philosophie belegen. Du willst gern deinen Horizont erweitern? Natürlich kann man sich auch anhand von Lektüre in bestimmte Themen einlesen, doch manche Personen bevorzugen die klare Struktur, die im Rahmen eines Kurses gegeben ist. Auch eine komplette Ausbildung kann mithilfe eines Fernlehrgangs absolviert werden.


Tipps für deine Weiterbildungsmaßnahmen

Auswahl der Weiterbildungen

Lies dir die Inhalte einer Fortbildung genau durch und wäge ab, welche Vorteile dir durch das Absolvieren des jeweiligen Lehrgangs entstehen. Wenn du eine bestimmte Stelle anstrebst, dann solltest du dir das Anforderungsprofil genau unter die Lupe nehmen und dir eine Weiterbildungsmaßnahme heraussuchen, die dich bestmöglich für die Stelle qualifiziert.


Den beruflichen Werdegang aufpeppen

Wenn du bisher noch kaum Berufserfahrung sammeln konntest, wertet es deinen Lebenslauf auf, wenn du dich lernbereit zeigst.


Fernstudium

Ein Fernstudium mag von zahlreichen Personen weniger ernst genommen werden als etwa ein staatlicher Abschluss und kostet auch eine Stange Geld. Weiterbildungen bei Anbietern von Fernkursen setzen teilweise bestimmte Abschlüsse voraus.


Weiterbildungen von der Arbeitsagentur

Es macht Sinn, das Weiterbildungsangebot der Arbeitsagentur nach einem fachlich relevanten Kurs zu durchstöbern.

Wer einen Bildungsgutschein erhalten will, muss sich zuvor von der Arbeitsagentur beraten lassen. Hierzu muss man nicht arbeitssuchend sein. Beispielsweise kann man einen fehlenden Berufsabschluss nachholen oder sich vor drohender Arbeitslosigkeit schützen.


Weiterbildungen an der Uni

Du studierst? Wenn du praktische Fähigkeiten erwerben möchtest, kannst du kostenlose Kurse in Anspruch nehmen. Die Qualität dieser Kurse kann jedoch nicht immer mit den Angeboten von Fortbildungsinstituten mithalten, da sie zu viel theoretisches Wissen enthalten, das man in der Praxis nicht immer braucht.


Finanzierung des Fernstudiums

Wenn es sich bei dem Fernstudium um deine Erstausbildung handelt, dann kann diese mit BAföG gefördert werden. Das Aufstiegs-BAföG kann jeder erhalten, unabhängig vom Alter.


Falsche Hoffnungen durch Fernstudium

Anbieter von Fortbildungen und Fernstudiengängen bieten Kurse für spannende Berufsbilder an, da mit solchen Angeboten viel Geld zu machen ist. Allerdings muss davor gewarnt werden, sich zu viele Hoffnungen zu machen. Zum Beispiel ist für das Belegen eines Journalismuskurses keine Vorbildung erforderlich. Siehst du dir allerdings den beruflichen Weg erfolgreicher Journalisten an, dann wird dir auffallen, dass diese in der Regel ein abgeschlossenes Uni-Studium sowie über ein Volontariat verfügen.


Immer auf dem neuesten Stand bleiben durch Fortbildungen

Juristen müssen regelmäßig Fortbildungen absolvieren, um die neuesten Gesetze korrekt auslegen zu können. Doch auch in vielen anderen Berufen sind regelmäßige Weiterbildungen erforderlich, um den beruflichen Alltag bewältigen zu können.


Kosten für die Weiterbildung

Absolvierst du im Rahmen deines Arbeitsverhältnisses eine Fortbildung, dann wird diese von deinem Arbeitgeber bezahlt. Wenn du selbstständig bist oder dich als Arbeitnehmer privat für eine andere Tätigkeit qualifizieren möchtest, dann musst du die Fortbildungskosten aus eigener Tasche bezahlen, kannst diese jedoch von der Steuer absetzen.


Bewerbung ohne Fortbildungen

Natürlich kann man auch mit einem Lebenslauf ohne Weiterbildungsmaßnahmen Erfolg haben. Je nach Position sind dann aber anderweitige Erfahrungen erforderlich wie Kenntnisse, die im Rahmen der Berufstätigkeit oder des Studiums bzw. der Berufsausbildung erworben wurden.


Ehrliche Darstellung von Fortbildungen bei der Bewerbung

Eine Fortbildung hat dir kaum etwas gebracht? Dann solltest du sie auch nicht im Lebenslauf angeben und auch nicht im Vorstellungsgespräch damit prahlen.


Fazit

Zahlreiche Weiterbildungsanbieter locken mit spannenden Kursen. Doch nicht immer macht ein Kurs Sinn. Für manche Tätigkeiten ist es ratsam, bestimmte Zertifikate zu erwerben. Doch in zahlreichen anderen Bereichen kann man sich auch autodidaktisch einarbeiten und sich Wissen aneignen.

Quellen
aufstiegs-bafoeg.de

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