In unserem Blog haben wir bereits mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass Bewerber immer verpflichtet sind Geheimnisse offenzulegen. Doch auch wenn ein Beschäftigungsverhältnis bereits besteht: Arbeitnehmer haben das Recht, einige Dinge für sich zu behalten, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

Krankheitsfall

Sind Arbeitnehmer krank, sind sie verpflichtet, sich sofort zum Arbeitsbeginn beim Arbeitgeber krank zu melden und spätestens am vierten Kalendertag ein ärztliches Attest vorzulegen.
Allerdings ist man als Arbeitnehmer – bis auf wenige Ausnahmefälle – nicht verpflichtet, die Art der Erkrankung mitzuteilen. Falls es sich um eine langfristige Erkrankung handelt, sollten Sie Ihren Arbeitgeber dennoch informieren. Ansonsten vermutet er möglicherweise, dass Sie blau machen und kann Sie zu Hause besuchen oder gar einen Detektiv anheuern.

Liebe am Arbeitsplatz

Bahnt sich eine Liaison am Arbeitsplatz an, sind Sie natürlich nicht dazu verpflichtet, Ihrem Chef dies mitzuteilen. Sie sollten aber darauf achten, dass die Beziehung Ihre Abrbeitsweise nicht beeinflusst, denn dies könnte unangenehme Folgen haben.
Je nachdem, wie ernst Ihre Beziehung ist, sollten Sie mit offenen Karten spielen. Verhalten Sie sich aber in jedem Fall diskret und turteln Sie nicht offen im Büro, um Gerüchte unter Kollegen zu vermeiden.

Private Geldprobleme

Leitende Angestellte sind dazu verpflichtet, ihre finanziellen Probleme vor dem Chef offenzulegen – vor allem, wenn sie sich mit den Finanzen des Unternehmens befassen.
Ansonsten ist es nicht notwendig, den Chef einzuweihen. Im Gegenteil: Wer seinem Vorgesetzten offen von Geldproblemen und Schulden erzählt, präsentiert sich schnell als unzuverlässig. Gehen Sie mit Geldproblemen deshalb immer diskret um.

Nebentätigkeiten

Im Regelfall müssen Sie Ihren Arbeitgeber nicht über einen Nebenjob informieren. Enthält Ihr Arbeitsvertrag allerdings eine Klausel, in der Sie sich verpflichten, den Arbeitgeber zur informieren oder die Nebentätigkeit genehmigen zu lassen, so dürfen Sie sich nicht darüber hinweg setzen.
Achten Sie in jedem Fall darauf, dass der Nebenjob die Interessen des Arbeitgebers nicht verletzt. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Sie mit der Nebentätigkeit in Konkurrenz zu Ihrem Arbeitgeber treten oder Ihre Arbeitsleistung unter dem Nebenjob leidet.