Als erwachsener Mensch hat man mit zahlreichen Problemen zu tun: Man ist viele Verpflichtungen eingegangen und muss stets eine gewisse Geistesgegenwart beibehalten, damit man keine Fehler macht. Im Kindesalter war es noch erwünscht, dass wir spielen, und wir haben viel Unfug getrieben, der uns zum Lachen gebracht hat. Dinge, die man sich als Erwachsener kaum mehr erlaubt. Je mehr Verantwortung wir tragen, desto weniger lächeln wir. Das zeigt sich beispielsweise auch daran, dass Führungskräfte oder Betriebsinhaber weniger lächeln oder lachen.

Egal, wie gut ein Mensch aussieht: Ein Lächeln lässt ihn sofort attraktiver, sozial kompetenter und auch fachlich fähiger wirken.

Wie kann es dir gelingen, mehr Lächeln in dein Leben zu bringen? Und: Welchen Preis solltest du auf keinen Fall bezahlen, nur um zu lächeln bzw. zu lachen? Erst einmal wollen wir genauer betrachten, was es mit dem Lächeln auf sich hat.

Spannende Fakten zum Thema Lächeln

1. Warum lächeln Menschen?

Eine wissenschaftliche These besagt, dass das menschliche Lächeln ursprünglich aus einer Unterwerfungsgeste entstand. Der Grund dafür ist das Verhalten der Affen: Zu diesem gehört, dass unterlegene Affen die Zähne zeigen, ohne dass sich die Kiefer auseinanderbewegen. Dominante Tiere könnten dieses „Lächeln“ später imitiert haben, um ihren Artgenossen Vertrauenswürdigkeit zu signalisieren.


2. Unterschiedliche Formen des Lächelns

  • Belohnungslächeln: Beispielsweise lächeln Mütter ihr gut gelauntes Baby an.
  • kooperatives Lächeln: Damit bewirkt man, dass man auf andere Menschen einen mitfühlenden, verbundenen oder beistehenden Eindruck macht.
  • Dominanzlächeln: Lehrer oder Vorgesetzte setzen ein Smile auf, um zu zeigen, dass sie ihren Rangniedrigeren wohlgesonnen sind, sich aber gleichzeitig in einer Position der Überlegenheit befinden.

3. Gute Gründe zu lächeln: Die Wirkung eines Lächelns auf das Gehirn

Das Lächeln selbst kann dich aus einem Stimmungstief befreien. Lächelt ein Mensch, erhält das Gehirn das Signal, dass wir glücklich sind. Der Grund dafür: Bei dieser mimischen Aktion werden Endorphine ausgeschüttet. Ein einfaches Lächeln mit dem Mund reicht hierbei. Problematisch für die Psyche ist allerdings ein erzwungenes Lächeln: In manchen Berufen, beispielsweise als Verkäuferin oder Stewardess, halten Arbeitgeber ihre Mitarbeiter dazu an, häufig zu lächeln, um auf die Kunden freundlicher zu wirken. Zwingt man sich permanent zu einem Lächeln, obwohl man eigentlich lieber weinen würde, dann kann das krank machen. Es können Erkrankungen wie Depressionen, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Probleme entstehen.


4. Lächeln, um Menschen sympathischer zu sein

Lächeln signalisiert anderen Menschen: „Ich tue dir nichts.“ Es macht beliebt und befreit nicht nur neue Menschen, die du kennenlernst, sondern auch alte Kollegen von Ängsten. Begegnest du einer neuen Person sofort mit einem Lächeln, dann baut dieser Mensch schnell Ängste ab, die bei einem ersten Kontakt bestehen können. Langjährigen Kollegen zeigt ein Lächeln, dass du gute Laune hast und an dem jeweiligen Tag folgerichtig entsprechend umgänglicher bist. Menschen, die oft lächeln, werden insgesamt für glücklicher gehalten, sodass die Kollegen davon ausgehen, dass im Leben der Person alle Lebensbereiche – nicht nur die Arbeit – befriedigend sind.


5. Falsches Lächeln

Bei einem echten Lächeln bewegt sich ein Teil des Rachens nach oben, und das Gaumensegel richtet sich auf. Ein ehrliches Lächeln zeichnet sich dadurch aus, dass man in den Augenwinkeln kleine Fältchen sehen kann. Das falsche Lächeln hingegen wird vom Großhirn kontrolliert, welches aber nicht dazu in der Lage ist, die Muskeln der Augen zu bewegen. Die meisten Menschen erkennen ein falsches Lächeln aus dem Instinkt heraus und benötigen kein Wissen zu bestimmten Anhaltspunkten, um ein Lächeln als unecht identifizieren zu können.

Wenn eine Person merkt, dass ein Lächeln nur aufgesetzt gewesen ist, dann wird dem jeweiligen Menschen schnell mangelnde Aufrichtigkeit unterstellt oder sogar bestimmte Hintergedanken. Personen mit falschem Lächeln wirken weniger authentisch und hinterlassen je nach Ausmaß der Künstlichkeit sogar einen regelrecht durchtriebenen Eindruck. Aufgrund dieser Tatsache kommt es nicht zur Entstehung von Sympathie.


6. Der Weltlachtag

Der erste Sonntag im Mai ist der Weltlachtag. Um 14 Uhr wird an diesem Tag in Deutschland eine Minute lang gelacht. Hintergrund ist ein Gedanke des Weltfriedens.

Lächelnder Mann
Bildquelle: www.istockphoto.com / Wavebreakmedia

Wie du dein Gesicht zum Lächeln bringst

Der Stress des Alltags lässt deine Zornesfalte immer tiefer werden? Du hast vergessen, wie es sich anfühlt, Leichtigkeit zu verspüren oder einfach einmal albern zu sein, da du dich von deinen zahlreichen Verpflichtungen erdrückt fühlst und nur noch funktionierst? Dann wird es allerhöchste Zeit, wieder mehr Freude in dein Leben zu bringen!


1. Lächeln im Alltag

Schon auf dem Weg zur Arbeit gibt es jede Menge Gelegenheiten, zu lächeln, und das, obwohl du überwiegend Menschen begegnen wirst, die du nie wieder siehst: Rempelst du beispielsweise in der U-Bahn versehentlich mit einer anderen Person zusammen, solltest du dich entschuldigen und die Person freundlich anlächeln. Das lässt dich defensiv wirken, sodass du auf fremde Personen einen wesentlich sympathischeren und ausgeglicheneren Eindruck machst. Wer weiß, vielleicht handelt es sich bei der Person, mit der du zusammengerempelt bist, ja um deinen neuen Kollegen oder Vorgesetzten, sodass du bereits vor dem ersten Kennenlernen des neuen Mitarbeiters einen wenig umgänglichen Eindruck hinterlassen hast?


2. Nettigkeiten im Büro

Den Kollegen manchmal ohne wirklichen Anlass etwas Schönes mitzubringen, kann allen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und sich außerdem positiv auf den Teamzusammenhalt auswirken. Denn: Niemand wünscht sich eine Umgebung, in der ausschließlich gearbeitet wird und der einzelne Mensch bis auf seine Arbeitskraft nichts zählt.


3. Ehrliche Komplimente

Der Kollege hat ein Projekt mehr als zufriedenstellend zum Abschluss gebracht? Nimm diese Tatsache nicht einfach stillschweigend hin, sondern gratuliere ihm oder lobe ihn! Grundvoraussetzung dafür: Du solltest dich nie völlig auf dich selbst konzentrieren, sondern auch den Aktivitäten deiner Kollegen Aufmerksamkeit schenken.


4. Schöne Gedanken

Du bist mit deinem Privatleben unzufrieden? Dann wirst du auch in deiner Arbeit nicht mit einer tollen Ausstrahlung aufwarten können. Fülle die Lücken in deinem Privatleben, befreie dich von Ballast, und ändere alles, was momentan suboptimal ist.


5. Auch mal Kindskopf sein

Je jünger dein Team ist, desto eher wird es gewünscht werden, dass man einfach einmal ein bisschen Spaß macht. Wichtig dabei ist nur, den Bogen nicht zu überspannen. Fängst du als ein neuer Mitarbeiter in einem Betrieb an, ist es wichtig, dass du dich erst einmal zurückhältst. Wenn du nach einer Weile beobachten konntest, was in dem jeweiligen Team gut ankommt und wo die geschmacklichen Grenzen liegen, kannst auch du mal den Büroclown spielen, wenn es zu deinem Charakter passt. Was du dann konkret machst, sollte möglichst spontan geschehen und gerade gut zur Situation und der Laune der anderen Mitarbeiter passen. Achte auch darauf, dass du mit dem Spaß rechtzeitig aufhörst, da du sonst eine verhaltensbedingte Abmahnung erhalten kannst.


6. Unangebrachtes unreifes Verhalten

Über einen Kollegen zu lästern oder diesen gar zu mobben, kann den Tätern zwar viel Spaß machen und dazu führen, dass diese mehr lächeln oder etwas zu lachen haben, doch handelt es sich hierbei um eine sehr destruktive Methode, mehr Freude in das eigene Leben zu bringen. Sich auf Kosten anderer zu amüsieren wird dich langfristig nur unbeliebt machen: Sogar bei den Kollegen, die gemeinsam mit dir gelästert haben, stehst du aufgrund dieser Tatsache nachher in einem schlechteren Licht da, weil eine deiner charakterlichen Schwächen offensichtlich wurde. Nur um einmal wieder etwas zu lachen zu haben, solltest du also keinesfalls über Leichen gehen.


7. Wenn in den falschen Situationen gelächelt oder gelacht wird

In der Medizin gibt es den Begriff des pathologischen Lachens. Bei den Betroffenen handelt es sich um Personen, die unter willkürlichen Lachanfällen leiden und entsprechend befremdlich auf ihre Umgebung wirken.

Anders sieht die Sache bei Verliebtheit aus: In diesem Zustand lächeln viele Leute überdurchschnittlich häufig, zum Beispiel auch dann, wenn sie sich in öffentlichen Verkehrsmitteln befinden und an ihren Schwarm denken.

Fazit

Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag! Deshalb solltest du unbedingt alle Situationen nutzen, in denen ein solches erwünscht ist. Das herzliche Lachen eines anderen Menschen kann andere Personen mitreißen. Die Laune aller Beteiligten verbessert sich dadurch, sodass man das Gefühl hat, einen besseren Tag erlebt zu haben.

Auch wenn zu deinem Leben zahlreiche unangenehme Dinge gehören, heißt das noch lange nicht, dass du dich deshalb von deinem Stress unterkriegen lassen musst. Falls dir nicht zum Lachen zumute ist, weil du dich nicht wirklich glücklich fühlst, dann hinterfrage selbstverständliche Dinge: Passt dein Job wirklich gut zu deinen Interessen und zu deiner Persönlichkeit? Ist deine Beziehung dem Untergang geweiht? Oder müsstest du in deiner Familie einmal ein bestimmtes Thema diskutieren, vielleicht eine Sache, die deine Stimmung nun schon seit längerer Zeit drückt? Optimiere dein Leben. So wirst du auch stressige Situationen leichter wegstecken.

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Quellen
agitano.com, klatsch-tratsch.de, tagesspiegel.de, arbeitsblaetter.stangl-taller.at, welt.de

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