Kundenbetreuer haben ein bisschen etwas von Superhelden – vorausgesetzt natürlich, sie machen ihren Job gut. Dann nämlich eilen sie dem Kunden in der Not rettend herbei und präsentieren ihm eine zufriedenstellende Lösung. Und zwar wenn möglich eine, die sich sofort umsetzen lässt. Du liebst die Kommunikation zu Kunden und bist auf der Suche nach einem Job als Kundenbetreuer? Wir haben die passenden Stellenangebote für dich.

Was macht ein Kundenbetreuer?

Die Kundenbetreuung ist ein Instrument des After-Sales-Managements. Sie wird in Anspruch genommen, wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung bereits verkauft wurde. Kundenbetreuer nehmen Beschwerden an und bearbeiten sie, stellen Problemlösungen zur Verfügung oder erklären Sachverhalte. Sie sind dabei sowohl direkter Ansprechpartner als auch Problemlöser für den Konsumenten und versuchen, diesen bestmöglich zufrieden zu stellen. Sie sind die Schnittstelle zwischen ihrem Unternehmen und dem Endverbraucher und funktionieren dabei als sein Aushängeschild, da sie mit ihrem Auftreten das Bild der Firma im Kopf des Kunden prägen und deren Servicegedanken repräsentieren. 

Wie genau ein Kundenbetreuer für seine Kunden sorgt, hängt von dem jeweiligen Unternehmen ab. Für Versicherungen ist es üblich, dass die Mitarbeiter ihre Kunden persönlich betreuen, etwa bei ihnen zu Hause oder in einer Niederlassung. Auch die Automobilhersteller setzen ihre Kundenbetreuer in den Autohäusern ein, in denen diese persönlich zur Verfügung stehen. Kundenbeauftrage bei Telekommunikationsunternehmen sind oft in kleinen Stores oder im Callcenter zu erreichen. In gewissen Branchen ist es zudem Brauch, dass die Mitarbeiter aktiv auf ihre Kunden zugehen und Kontakt aufnehmen, um nach deren Zufriedenheit zu fragen. 

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Das Ziel eines Kundenbetreuers ist eine nachhaltige Kundenbindung durch kompetente und schnelle Beratung. Dazu müssen sie die einzelnen Produkte und ihre Funktionen in allen Einzelheiten kennen. Auch die Ausarbeitung von Beratungsmethoden, das Verfolgen der Marktentwicklung, das Strukturieren von Kundendaten und die Erstellung von Kundenbilanzen gehören zu ihren Aufgaben. Da Kundenbetreuer außerdem das Beschwerdemanagement übernehmen, müssen sie auch mit Kritik umgehen können. Als Kundenberater ist es wichtig, sich kontinuierlich zu verbessern und dafür Strategien auszuarbeiten, um die Beratung weiter auszubauen. Dafür dokumentieren sie die Zufriedenheit ihrer Kunden und werten diese statistisch aus. 

Auch wenn Kundenbetreuer häufig mit dem Kundenberater verwechselt werden, unterscheiden sich die Aufgabenfelder in Bezug auf die Langfristigkeit. In der Kundenberatung geht es meist nur um eine kurzweilige Hilfestellung für Verbraucher, welche mehr Informationen zu einem gewissen Produkt oder einer Dienstleistung benötigen. In der Kundenbetreuung allerdings steht die aktive und langfristige Kundenbindung im Fokus. 

Wie wird man Kundenbetreuer?

Ein Kundenbetreuer kann in vielen unterschiedlichen Branchen tätig sein. Auch der Weg zu diesem Beruf ist vielseitig, da es keine explizite Ausbildung gibt. Stattdessen sind mehrere Fortbildungsmöglichkeiten gegeben, um die nötigen Fähigkeiten zu erlernen. Dennoch ist es wichtig, eine Ausbildung oder ein Studium vorweisen zu können, welche oder welches in eine betriebswirtschaftliche oder kaufmännische Richtung geht. Dort werden bereits wichtige Lerneinheiten vermittelt, die künftigen „Berufsberatern“ dienlich sind. Beispiele hierzu wären Ausbildungen zur Versicherungskauffrau oder -mann, Industriekauffrau oder -mann, Bankkauffrau oder -mann oder Automobilkauffrau bzw. Automobilkaufmann. Als Studium bietet sich BWL an. 

Ein Betreuer muss sich in seinem Fach gut auskennen, daher ist es notwendig, dass in der entsprechenden Branche ein Studium, eine Ausbildung oder zumindest ein Quereinstieg absolviert wurde. Je nachdem, in welcher Branche man eingesetzt werden möchte, muss zusätzlich an fachspezifischen Seminaren und Workshops teilgenommen werden. Wer beispielsweise Kundenbetreuer in der Automobilindustrie werden möchte, der sollte sich mit Autos gut auskennen und eine entsprechende Vorbildung haben. Zudem ist es wichtig, als Kundenbetreuer immer auf dem neusten Stand zu sein und dies durch Fortbildungen und Schulungen zu gewährleisten. Dazu gehören auch Telefon- und Beratungstraining.

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Aussichten für Kundenbetreuer

Wer als Kundenbetreuer die Karriereleiter erklimmen möchte, der strebt meist die Hauptverantwortlichkeit eines bestimmten Kundenkreises an. Der Karrierepfad gestaltet sich in der Regel wie folgt: Als Junior Account Manager ist man für Akquise und Kundenmanagement zuständig, als Account Manager übernimmt man dann bereits größere Kunden und als Key Account Manager betreut man die wichtigsten Kunden der Firma und leitet zudem oft ein Team an.  Zu den Aufgaben eines Leiters gehört die Koordination unterstellter Kundenbetreuer. Auch die Neueinstellung von Personal fällt in ihren Zuständigkeitsbereich. In höheren Positionen rückt der direkte Kontakt mit den Verbrauchern also etwas in den Hintergrund. 

Generell haben Kundenbetreuer auf dem Arbeitsmarkt sehr gute Chancen. Ihnen stehen viele Branchen offen und der Bedarf an kompetenten Mitarbeitern ist groß. Dadurch, dass ständig neue Technologien und Dienstleistungen auf den Markt kommen, sind Experten auf diesen Gebieten notwendig, um diese den Anwendern näherzubringen und ihnen bei Problemen helfen zu können, weshalb der Beruf gerade einen regelrechten Boom erfährt.

Kundenbetreuer können beispielsweise in folgenden Bereichen tätig sein:

  • Versicherungen
  • Finanzwesen
  • Technik
  • Elektronik
  • Pharma
  • Automobilindustrie
  • Kosmetik
  • Multimedia
  • Telekommunikation
  • etc.

Welche Eigenschaften muss ein Kundenbetreuer mitbringen?

Da man als Kundenbetreuer nicht nur positives Feedback bekommt, benötigt man Geduld, kommunikative Fähigkeiten, Konfliktfähigkeit und ein gewisses psychologisches Geschick. Zudem ist eine schnelle Auffassungsgabe erwünscht, um die Sachlage möglichst schnell zu verstehen und eine passende Lösung anbieten zu können. Extrovertiertheit, ein gepflegtes Äußeres und die Bereitschaft, ständig Neues zu lernen, runden das Profil ab.

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