Immobilienmakler ist ein klassischer Job für Quereinsteiger. Der Vorteil dieses Berufsbilds: Du musst keine lange Ausbildung absolvieren und kannst sehr schnell loslegen. Gerade in Zeiten wie diesen, wo sich einige Arbeitnehmer kurzfristig umorientieren müssen, ist der Maklerberuf eine wirklich interessante Alternative.

Was macht ein Makler?

Das Ziel des Maklers ist immer ein erfolgreicher Vertragsabschluss. Das kann ein Mietvertrag oder ein Kaufvertrag sein, je nachdem, worauf du dich spezialisiert hast. Der Immobilienmakler bringt also diejenigen, die mieten oder kaufen wollen, und die Immobilienbesitzer zusammen. Dabei ist er nicht nur Kontaktvermittler. Vielmehr kümmert er sich um alle Belange, die solch ein geplanter Vertragsabschluss mit sich bringt. Dazu gehören:

  • Potenzielle Objekte finden und sichten.
  • Immobilienwerte richtig schätzen und Verkäuferberatung.
  • Objekte fotografieren, beschreiben und entsprechende Portfolios erstellen.
  • Immobilien öffentlich sichtbar machen (online, in Zeitungen, in Schaukästen bzw. Schaufenstern usw.).
  • Als erster Ansprechpartner für Interessenten zur Verfügung stehen und informieren.
  • Besichtigungstermine vereinbaren und begleiten.
  • Beratung rund um Vertragsabschlüsse, Finanzierungen und Versicherungen.

Wichtig ist auch, dass sich dein Arbeitsumfeld sehr unterscheiden kann, je nachdem, in welchem Preissegment du tätig bist. Arbeitest du mit Luxusimmobilien, so erwarten deine Kunden in der Regel ein entsprechendes Auftreten und eine passende Optik von dir. Schicker Anzug usw. gehören dann zu deiner Grundausstattung. Vermittelst du eher Mietobjekte auf Zeit bzw. Studentenwohnungen, sieht dein tägliches Klientel natürlich ganz anders aus.

Welche Ausbildung braucht ein Immobilienmakler?

In Deutschland gibt es keine klassische Ausbildung zum Immobilienmakler. Deshalb eignet sich der Job perfekt für Quereinsteiger. Auch ist die Berufsbezeichnung „Immobilienmakler“ nicht geschützt. Das heißt, es kann sich eigentlich jeder „Makler“ nennen und die entsprechende Tätigkeit anbieten. Das macht den Zugang zum Job natürlich erst einmal sehr leicht. Vergessen sollte man dabei aber nicht, dass man ja durchaus etwas können muss, um als Makler Erfolg zu haben.

Verkaufstalent ist wichtig als Immobilienberater, und auch eine gesunde Menschenkenntnis.

Außerdem muss man ein solides Wissen rund um Miet- bzw. Kaufverträge mitbringen oder sich diese vorab aneignen. Du musst zudem mobil sein und brauchst einen PKW, um zu den verschiedenen Objekten fahren zu können. Nicht zu vergessen: Die Aufbereitung der Immobilienunterlagen solltest du professionell hinbekommen. Dazu zählen hochwertige Fotos machen, diese eventuell bearbeiten, Texte verfassen und all das verkaufsfördernd im Internet einzustellen.

Bei der Industrie- und Handelskammer gibt es einen 14-tägigen Intensivlehrgang „Immobilienmakler IHK“. Auch viele private Bildungsinstitute und große Immobilienunternehmen wie REMAX, Engel & Völkers oder von Poll Immobilien bieten Makler-Lehrgänge an. In solchen Kursen lernt man die wichtigsten, grundlegenden Dinge für den Job. Sie sind in der Regel kostenpflichtig und schlagen mit ca. 1.500 bis 2.000 Euro zubuche.

Welche Voraussetzungen du erfüllen musst, um in Deutschland die „Maklererlaubnis“ nach § 34c der Gewerbeordnung zu erhalten, liest du in diesem Artikel. Sie ist Voraussetzung, wenn du dich später als Makler selbstständig machen möchtest.

Achtung:
Es gibt in Deutschland den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau. Dieser Beruf ist geschützt. Immobilienkaufleute arbeiten in der Regel in der Verwaltung und Bewirtschaftung von größeren Immobilienobjekten. Allerdings steigen auch durchaus einige aus diesem Job später auf einen Maklerjob um.

Wo kann ich als Makler arbeiten?

Als Makler kannst du dich entweder selbstständig machen oder bei einem größeren Maklerbüro angestellt sein. Viele Makler sind im Rahmen von Franchise-Systemen tätig. Das heißt, sie betreiben quasi selbstständig eine Niederlassung eines Büros einer großen Maklerfirma. Aber natürlich kannst du auch dein eigenes unabhängiges Full-Service-Makler-Büro gründen. Dafür benötigst du dann die bereits erwähnte Maklererlaubnis.

Darüber hinaus bieten fast alle großen Finanzinstitute wie beispielsweise die Sparkasse, die Dresdner Bank oder die HypoVereinsbank aber natürlich auch die Bausparkassen wie LBS oder Wüstenrot hauseigene Immobilienabteilungen an. Auch dort kann man als Makler beschäftigt sein. 

Was verdient ein Makler in Deutschland?

Dein Gehalt als Immobilienmakler hängt sehr davon ab, in welchem Beschäftigungsverhältnis du stehst und in welchem Marktsegment du mit Immobilien makelst. Deshalb lässt sich hier nur schwer eine Aussage treffen. Das Besondere am Maklerberuf ist, dass dein Gehalt provisionsbasiert ist. Das heißt, dass es vom Miet- bzw. Kaufpreis der zu vermittelnden Immobilie abhängt. 

Wer erfolgreich im Geschäft ist, kann durchaus mit einem Jahresgehalt von ca. 78.000 Euro rechnen.

Mehr Informationen zum durchschnittlichen Verdienst eines Immobilienmaklers hierzulande und der möglichen Gehaltsspanne findest du in unserem Gehaltsvergleich.

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