Sommer, Sonne, Speiseeis: Dieses Trio gehört für fast alle von uns untrennbar zusammen. Der Besuch in der Lieblingseisdiele gehört oft zu den schönsten Kindheitserinnerungen und macht nicht nur die Kleinen happy. Umso erstaunlicher, dass noch bis 2008 die Geheimnisse der Eisherstellung von Generation zu Generation weitergegeben wurden, es aber keinen entsprechenden Ausbildungsberuf gab.
2008 startete die 2-jährige Ausbildung zum Speiseeishersteller. Ab dem 01. August 2014 wird nun „aufgerüstet“: Der Ausbildungsberuf heißt nun „Fachkraft für Speiseeis“ und kann in drei Jahren erlernt werden. Hinzu kommen damit auch Barista-Fertigkeiten wie die Zubereitung eines Cappuccino oder das Anrichten kleinerer Gerichte. Denn anders als früher schließen viele Eisdielen im Winter kaum noch und verlegen sich in den kalten Monaten eher auf Kaffee und Kuchen.

Einsatzgebiete als Speiseeishersteller

Eishersteller arbeiten in Eisdielen, gehobenen Restaurants und Hotels oder bei Catering-Unternehmen mit eigener Eisherstellung.
Neben der Herstellung von Speiseeis nach vorhandenen Rezepturen kreieren sie auch neue Eissorten, kümmern sich um den Einkauf der Rohstoffe und um den Betrieb der benötigten Maschinen.

Persönliche Voraussetzungen

Wer Eishersteller werden möchte, sollte natürlich gerne Eis essen und einen guten Geschmackssinn haben. Aber das alleine genügt nicht, denn für die kaufmännischen Tätigkeiten im Einkauf und den Umgang mit den Rezepturen ist auch ein gutes mathematisches Grundverständnis erforderlich. Darüber hinaus ist Kreativität gefragt, wenn es um neue Eissorten geht. Entscheidend ist auch Sorgfalt: Eis und seine Rohstoffe sind leicht verderblich und müssen deswegen besonders hygienisch verarbeitet und gelagert werden. Zu guter Letzt sollte man auch Spaß im Umgang mit Menschen haben, denn gerade in kleineren Betrieben versteckt sich der Eishersteller nicht in der Küche, sondern verkauft Eis an der Theke und bedient auch im Gastraum.

Karriere als Eishersteller

Wem die Eisherstellung auf Dauer nicht genügt, kann die Ausbildung als Sprungbrett zu weiteren Berufen nutzen, zum Beispiel für den Konditor oder die Fachkraft im Gastgewerbe.

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