Du hast es geschafft: Dein Bewerbungsanschreiben ist fertig und du bist ziemlich zufrieden damit. Nur der Schlusssatz könnte noch etwas überzeugender sein. Immerhin sollte dieser dem Personaler im Gedächtnis bleiben, wenn er oder sie deine Bewerbung liest. Wie aber formuliert man einen Schlusssatz am besten? In diesem Artikel zeigen wir dir, worauf du bei deinem letzten Satz im Anschreiben achten solltest und geben dir hilfreiche Beispiele.

Darum ist der Schlusssatz so wichtig

Der Schlusssatz rundet dein Anschreiben in der Bewerbung ab und bildet einen Abschluss. Dass du dir Gedanken zu seiner Formulierung machst ist super, denn er ist tatsächlich ausgesprochen wichtig. Ein Personaler liest viele verschiedene Bewerbungen für eine Stelle durch und während des Lesens verändert sich seine Aufmerksamkeit. Er beginnt mit voller Konzentration – was dann passiert, hängt von deiner Bewerbung ab. Entweder sein Interesse steigt stetig, oder aber es nimmt nach und nach ab. Generell lässt die Konzentration während des Lesens automatisch nach und steigt zum Ende wieder, weshalb der Schlusssatz ganz besonders im Fokus steht. Selbst wenn der Hauptteil nur überflogen wird, so wird der Schlusssatz fast immer gelesen.

Mit Schlusssatz ist übrigens nicht unbedingt nur ein einzelner Satz gemeint. Er kann auch mehrere Sätze umfassen.

Im Laufe des Anschreibens erklärst du, warum du die perfekte Besetzung für den Job bist, zählst deine Qualifikationen und Stärken auf und begründest, weshalb du unbedingt in diesem Unternehmen arbeiten möchtest. Ein krönender Abschluss hält die Spannung oder steigert sie sogar. Du hast hier außerdem die Möglichkeit, weitere Angaben zu machen.

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Das muss in den Schlusssatz

Um deiner Bewerbung einen gelungenen Abschluss zu geben, solltest du im Schlusssatz noch einmal die wichtigsten Informationen zusammenfassen. Dabei ist es ratsam, dich kurz und knapp zu halten und nicht mehr als zwei bis drei Zeilen zu schreiben. Verpacke so viele Informationen wie nötig in so wenigen Sätzen wie möglich. 

Im letzten Satz kannst du beispielsweise:

  • deine Gehaltsvorstellungen angeben
  • die Kündigungsfrist des aktuellen Jobs nennen
  • um eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bitten
  • deine Motivation nochmals hervorheben
  • deinen Mehrwert erneut betonen
  • um Vertraulichkeit bitten (falls du dich aktuell in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis befindest)
  • deinen frühesten Eintrittstermin nennen
  • einen Probearbeitstag anbieten

Tipp: Nutze einen Call-to-Action, also eine Handlungsaufforderung, wie beispielsweise: „Ich freue mich auf unser persönliches Kennenlernen.“

Tipps für den perfekten Schlusssatz: 11 absolute No-Gos

Um einen überzeugenden Schlusssatz zu formulieren, solltest du folgende No-Gos berücksichtigen:

  • Vermeide Schachtelsätze und umständliche Formulierungen: Aus langen Sätzen solltest du besser zwei machen.
  • Halte es kurz: Zwei bis drei Zeilen sind vollkommen ausreichend.
  • Verzichte auf passive Formulierungen: Mache dich nicht klein, sondern zeige dich selbstbewusst.
  • Nutze keine Standartsätze und -floskeln: Der Personaler hat diese schon viel zu oft gehört.
  • Vermeide den Konjunktiv: Dieser schwächt deinen Satz sofort ab und lässt dich unsicher wirken. („Gerne würde ich Ihnen meine Motivation in einem persönlichen Gespräch erläutern.“ vs. „Gerne erläutere ich Ihnen meine Motivation in einem persönlichen Gespräch.“)
  • Stelle keine rhetorischen Fragen: Diese wirken abgedroschen und lächerlich.
  • Nutze keine negativen Worte: Positive Worte wie „gerne“ lassen dich selbstbewusster wirken. 
  • Übe keinen Druck aus und stelle keine Forderungen: Das erscheint verzweifelt. 
  • Bedanke dich nicht überschwänglich: Ein kurzer Dank für die Zeit des Personalers ist okay, übertreibe es jedoch nicht.
  • Zeige dich nicht arrogant: Zu selbstbewusstes Auftreten in der Bewerbung kann schnell nach hinten losgehen. 
  • Gib keine sofortige Zusage: Das wirkt unseriös und verzweifelt. 
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Beispiele für gelungene Schlusssätze

Jetzt weißt du, wie du es besser nicht machen solltest. Wie aber sieht denn nun der perfekte Schlusssatz aus? Tja, das hängt von deiner individuellen Situation ab und von der Firma, bei der du dich bewirbst. Hier sind allerdings ein paar Beispiele, die du als gute Grundlage verwenden kannst: 

  • „Gerne erzähle ich Ihnen in einem Vorstellungsgespräch, warum die XY GmbH schon seit Jahren mein absoluter Traumarbeitgeber ist.“
  • „Ab dem 02.06.2022 stehe ich Ihnen hoch motiviert zur Verfügung. Eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in Ihrem Unternehmen nehme ich gerne wahr.“
  • „Für ein persönliches Gespräch komme ich gerne in Ihre Firma. Bei dieser Gelegenheit kann ich Ihnen mehr Details zu meinem beruflichen Werdegang erzählen.“
  • „Falls es aktuell keine Stellen in Ihrem Unternehmen zu besetzen gibt, freue ich mich, wenn Sie meine Bewerbung bei einer zukünftigen Vakanz berücksichtigen.“
  • „Vielen Dank für das Sichten meiner Unterlagen. Für ein persönliches Gespräch stehe ich Ihnen zur Verfügung.“
  • „Da ich mich aktuell in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis befinde, bitte ich Sie, die Bewerbung vertraulich zu behandeln.“
  • „Mit meinen Fähigkeiten als erfahrene Sekretärin möchte ich zum Erfolg Ihres Unternehmens beitragen. Gerne überzeuge ich Sie von meinen Fähigkeiten in einem persönlichen Gespräch.“
  • „Es freut mich, wenn Sie einen positiven Eindruck von mir gewonnen haben. Auf einen Terminvorschlag für ein persönliches Kennenlernen freue ich mich sehr.“
  • „Wenn Sie Interesse an meiner motivierten Mitarbeit haben, freue ich mich über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.“
  • „Ich freue mich auf neue Herausforderungen und ein persönliches Gespräch. In diesem erkläre ich gerne, wie sich meine Gehaltsvorstellung von 46.000 Euro brutto jährlich zusammensetzt.“
  • „Meine Gehaltsvorstellung liegt bei einem Jahresgehalt von 49.500 Euro brutto. Unter Berücksichtigung meiner zweimonatigen Kündigungsfrist stehe ich Ihnen gerne ab dem 01.01.2022 zur Verfügung.“

Tipp: Bei einer Online-Bewerbung sollte der Schlusssatz des Bewerbungsschreibens nicht mit dem abschließenden Satz der E-Mail identisch sein. Variiere hier unbedingt. Hinter beide Schlussätze gehören jeweils die Grußformel und dein Name. 

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Grußformel und Unterschrift

Am Ende der Bewerbung steht immer eine Grußformel sowie die Unterschrift des Bewerbers. Hier gibt es keine festen Regeln. Die Hauptsache ist, freundlich zu bleiben. Außerdem solltest du auch hier die nötige Distanz wahren und auf Formulierungen wie „MfG“, „Liebe Grüße“ und „Alles Liebe“ verzichten. Besser eigenen sich Standard-Formeln wie „Mit freundlichen Grüßen“, „Mit besten Grüßen“ oder „Mit freundlichen Grüßen nach Berlin.“ Hier solltest du dich der Tonalität des Unternehmens anpassen.

Nach der Grußformel werden zwei Zeilen frei gelassen, dann folgt die handschriftliche Unterschrift und darunter maschinell eingetragen der Vor- und Nachname. Wie man die Unterschrift bei einer Online-Bewerbung einfügt, und ob das überhaupt notwendig ist, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Übrigens: Früher war es üblich, hinter die Grußformel ein Komma zu setzen. Mittlerweile gilt dies jedoch als Fehler. 

Am Ende der Seite kannst du außerdem deine Anlagen nennen, um auf deinen Lebenslauf und die zusätzlichen Unterlagen wie Zeugnisse, Zertifikate, Empfehlungen, etc. zu verweisen. Dies ist heutzutage allerdings ebenfalls kein Muss mehr.

 

Optional kannst du aber auch ein PS (Postskriptum) unter deine Unterschrift setzen, um dort weitere Informationen unterzubringen, die kein Teil der Bewerbungsunterlagen sind. Damit sind beispielsweise eine Webseite oder ein Bewerbungsvideo gemeint. Du kannst aber auch deine Gehaltsvorstellungen oder den Eintrittstermin dort platzieren, wenn diese Informationen im Schlusssatz keinen Platz mehr gehabt haben. Oder aber du formulierst einen spannenden Teaser, indem du zum Beispiel schreibst, dass du in einem persönlichen Gespräch gerne erzählen möchtest, wie du den Umsatz deines letzten Arbeitgebers um 5 % steigern konntest. Der Vorteil solch einer PS-Bemerkung: Sie weckt verlässlich Interesse und macht neugierig – und wird deshalb immer gelesen.

Fazit

Sich bei der Formulierung des Schlusssatzes Mühe zu geben, zahlt sich aus, denn dieser kann einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nutze ihn für dich, indem du wichtige Punkte noch einmal hervorhebst. Zeige dich selbstbewusst und vergiss nicht, alle geforderten Informationen anzugeben. Mit den oben genannten Tipps solltest du es schaffen, deinen ganz persönlichen perfekten Schlusssatz für deine nächste Bewerbung zu kreieren. Wir wünschen viel Erfolg bei der Jobsuche!

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