Ob im Vorstellungsgespräch, im Assessment Center, bei Tagungen oder auf Messen – im Berufsleben ist es wichtig, dass man sich selbst gut präsentieren kann. Wer eine gelungene Selbstpräsentation hinlegt, der kommt mit anderen leichter in Kontakt, macht Eindruck und überzeugt mit seiner Persönlichkeit. Allerdings fällt es nicht jedem leicht, über sich selbst zu sprechen. Viele von uns vermeiden es, sich in den Vordergrund zu stellen. Dabei ist es gerade beruflich enorm wichtig, diese Fertigkeit zu beherrschen. Wie du ganz einfach mit einer sympathischen und authentischen Selbstpräsentation bei deinen Gesprächspartnern punkten kannst, erfährst du in diesem Artikel. 

Selbstpräsentation im Arbeitsalltag

Im Arbeitsleben kommst du unweigerlich regelmäßig in Situationen, in denen du dich und deine Stärken präsentieren kannst und solltest. Dabei geht es nicht immer nur unbedingt um Assessment Center oder Vorstellungsgespräche – auch beim Small Talk unter Kollegen oder bei der Zusammenarbeit mit Kunden gibt es jene Momente, in denen du über dich selbst sprechen musst.  Zudem hilft dir Selbstmarketing dabei, neue Leute kennenzulernen und ein Netzwerk auf- bzw. auszubauen. Und auch bei Gesprächen mit dem Chef ist es von Vorteil, die Fertigkeiten der Selbstvermarktung zu beherrschen. 

Bei einer Selbstpräsentation bist du in einer Gesprächssituation im Mittelpunkt und erzählst etwas über dich. Im beruflichen Umfeld steht deine Vorstellung dabei im Kontext des Gesprächs und zeigt den anderen, wie gut ihr arbeitstechnisch zusammenpasst. 

Prinzipiell ist eine gute Selbstpräsentation in folgenden Situationen hilfreich:

Selbstpräsentation im Berufsleben - stellenanzeigen.de - careeasy Karriemagazin
Bildquelle: www.istockphoto.com / seb_ra

Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch

Die Selbstvorstellung ist ein wichtiger Teil des Bewerbungsgesprächs und kann darüber bestimmen, ob du einen Job bekommst oder nicht. Der Personaler möchte dich kennenlernen und bittet dich deshalb oftmals, dich selbst kurz vorzustellen. Dabei geht es allerdings nicht darum, deinen Lebenslauf runterzurattern, denn diesen hat dein Gegenüber bereits gelesen. Viel mehr interessiert ihn oder sie, wie sympathisch du wirkst und wie offen du bist. Natürlich möchte er auch von deinen beruflichen Erfolgen hören, jedoch nicht eins zu eins so, wie sie in deinem Lebenslauf stehen. Daher ist es ratsam, dich auf die wichtigsten Punkte zu fokussieren, den Personaler zu überraschen und ihn oder sie mit deiner Begeisterung anzustecken.

Prinzipiell dauert die Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch etwa drei bis fünf Minuten. 

Wie stellt man sich selbst vor?

Egal ob dich jemand bittet, dich vorzustellen, oder ob du eine unbekannte Person von dir aus ansprichst: Sich zu präsentieren verlangt mehr, als bloß den eigenen Namen zu nennen. Es ist eine wunderbare Chance, deinem Gesprächspartner etwas über dich zu erzählen und dadurch Gemeinsamkeiten mit diesem zu finden. 

Beginnen solltest du deine Vorstellung dennoch erst einmal mit deinem vollen Namen, denn schließlich will dein Gegenüber wissen, mit wem er es hier zu tun hat. Im beruflichen Kontext kannst du dabei direkt deine Funktion bzw. deine berufliche und wenn gewünscht auch persönliche Situation nennen. So kann dich der oder die andere direkt einordnen, was Sicherheit verschafft. 

Als nächstes präsentierst du kurz und knapp deine Kompetenzen und erzielten Erfolge, sowie die wichtigsten Stationen in deinem beruflichen Werdegang. Zum Schluss erwähnst du noch, welchen Mehrwert du deinem Gegenüber bieten kannst und weshalb es sich für ihn lohnt, sich weiter mit dir zu unterhalten bzw. Geschäfte mit dir zu machen. Im Vorstellungsgespräch erklärst du, warum du dich beworben hast und warum die Firma dich einstellen sollte. 

Hilfreich für die Selbstpräsentation ist auch der sogenannte Elevator Pitch. Mehr dazu kannst du in diesem Artikel lesen: Der Elevator Pitch – was gibt es zu beachten?

Selbstpräsentation im Berufsleben - stellenanzeigen.de - careeasy Karriemagazin
Bildquelle: www.istockphoto.com / fizkes

 6 Tipps für bessere Selbstpräsentationen

Nun weißt du, was alles in einer Selbstpräsentation enthalten sein sollte und in welchen Situationen du sie verwenden kannst. Hier sind 6 Tipps, die deiner Präsentation den letzten Schliff verleihen.

Tipp 1: Die richtige Vorbereitung

Wenn du ungern im Mittelpunkt stehst und dir diese Situationen generell unangenehm sind, ist eine gute Vorbereitung das A und O. Sie hilft dir dabei, ruhiger zu sein, da du vorab einige wichtige Fragen klärst. So kannst du zum Beispiel überlegen, warum dieses Event, Gespräch oder der Termin so wichtig für dich ist und was du daraus mitnehmen willst. Mit einem klaren Ziel vor Augen ist es leichter, die Dinge tatsächlich umzusetzen. Vor einem Vorstellungsgespräch solltest du dir ins Gedächtnis rufen, warum du genau diese Stelle unbedingt willst und was du dem Unternehmen bieten kannst.

Tipp 2: Die AIDA-Formel

Die sogenannte AIDA-Formel kann dir dabei helfen, einen roten Faden in deine Vorstellung zu bringen. AIDA steht für Attention, Interest, Desire und Action. Zunächst geht es darum, dir bei deinem Gesprächspartner Aufmerksamkeit zu verschaffen, beispielsweise indem du auf diesen zugehst und ihn ansprichst. Danach solltest du Interesse bei ihm oder ihr wecken, schließlich Verlangen erzeugen und zum Schluss mit einer Handlungsaufforderung enden. Das kann beispielsweise die Aufforderung an den Gesprächspartner sein, sich nun ebenfalls vorzustellen. Denke auch darüber nach, welche Rolle du bei dieser Veranstaltung spielen wirst und was du repräsentieren willst. Das gibt dir Klarheit, welche dich selbstbewusster wirken lässt.

Tipp 3: Der Sprachstil

Selbstverständlich spielen dein Sprachstil und deine Ausdrucksweise in der Selbstvorstellung eine entscheidende Rolle. Wähle aktive und starke Formulierungen, um dich auszudrücken. Versuche, ruhig, deutlich und klar zu reden, dabei jedoch natürlich zu bleiben und dich nicht zu verstellen. Verwende Worte, die zu deinem Umfeld passen und vermeide dabei unnötige Fachbegriffe. Das kann dich nämlich ganz schnell arrogant und unnahbar wirken lassen. Versteht dein Gegenüber diese Begriffe nicht, verliert er schnell das Interesse. Mache deine Präsentation kurz und knackig und übertreibe es nicht mit dem Selbstlob. Bleibe locker, entspannt und nimm die Situation und auch dich selbst nicht allzu ernst.

Selbstpräsentation im Berufsleben - stellenanzeigen.de - careeasy Karriemagazin
Bildquelle: www.istockphoto.com / Prostock-Studio

Tipp 4: Die Erzähltechnik

Es sind nicht unbedingt Worte, die im Gedächtnis bleiben, sondern die Bilder, die sie in unseren Köpfen erzeugen. Dieses Wissen kannst du in deiner Selbstpräsentation nutzen, indem du eine Geschichte erzählst, die Emotionen und Bilder erzeugt. In einem Vorstellungsgespräch oder einer Präsentation vor einem Publikum kannst du sogar so weit gehen und echte Bilder in einer PowerPoint-Präsentation zeigen. Dadurch behalten dich deine Zuhörer gewiss besser in Erinnerung.

Tipp 5: Der richtige Fokus

Gerade in einem Vorstellungsgespräch solltest du darauf achten, nur Informationen zu vermitteln, die relevant für den Job sind, für den du dich bewirbst. Wenn du deine Stärken aufzählst, ist es außerdem wichtig, diese auch anhand von Beispielen belegen zu können. So interessiert es deinen Gegenüber sicherlich, ob du beispielsweise schon einmal eine Führungsposition ausgeübt hast, welche Projekte durch dein Mitwirken erfolgreich abgeschlossen wurden oder ob du ehrenamtlich tätig bist. Auch hier kannst du Storytelling als Hilfsmittel verwenden und lustige oder interessante Geschichten zu den einzelnen Stationen erzählen. Wenn du dann auch noch ein paar Schwächen mit einfließen lässt, kann dir das oft zusätzliche Sympathiepunkte bringen. In einem Vorstellungsgespräch muss der Personaler dich so außerdem nicht noch explizit nach diesen fragen.

Tipp 6: Körpersprache

Die Körpersprache wird oft unterschätzt, ist aber gerade in solchen Situationen enorm wichtig. Schaue deinem Gesprächspartner in die Augen, wenn du dich vorstellst, und schenke ihm ein Lächeln. Das macht dich sofort viel sympathischer. Achte darauf, dass du aufrecht stehst und Selbstbewusstsein ausstrahlst, dabei aber entspannt bleibst und nicht verkrampfst.

Mehr zum Thema Körpersprache kannst du in diesem Artikel lesen: Körpersprache im Vorstellungsgespräch: 5 absolute No Gos

Fazit

Nicht jedem fällt es leicht, Kontakte zu knüpfen, sich selbst vorzustellen und auf die Frage „Erzählen Sie doch mal etwas über sich“ locker und spontan zu antworten. Eine gute Vorbereitung kann dir jedoch das nötige Selbstbewusstsein geben, auf dem nächsten Event von dir aus auf andere zuzugehen und dich selbst zu präsentieren. Wie so oft im Leben macht auch hier Übung den Meister. Versuche keinesfalls jemand zu sein, der du nicht bist, denn diese Fassade kannst du auf Dauer nicht aufrechterhalten und sie wird dich nicht glücklich machen. Stelle vielmehr deine positiven Seiten in den Vordergrund und bleibe du selbst. Dann überzeugst du deinen Gesprächspartner beim nächsten Mal ganz bestimmt von dir.

Aktuelle Jobangebote




Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir die männliche Form (generisches Maskulinum), z. B. „der Mitarbeiter“. Wir meinen immer alle Geschlechter im Sinne der Gleichbehandlung. Die verkürzte Sprachform hat redaktionelle Gründe und ist wertfrei.