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Warum uns Bewegtbilder bewegen

Beate Kohnhaeuser 2015/03/19

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Video ist ein ideales Medium, um mehrere menschliche Sinne gleichzeitig anzusprechen, weil  Bild, Ton und Schrift im Video zu einer nahtlosen medialen Erfahrung verschmelzen.

Der Grund aber, warum uns Kino und Fernsehen so faszinieren und Unternehmen bei Werbung und Kommunikation jeder Art zunehmend auf Video setzen, liegt nicht alleine an den endlosen produktionstechnischen Möglichkeiten. Vielmehr fasziniert die Macher die enorme Wirkung, die sie bei den Zuschauern erreichen.

Eine Frage der Evolution
Keine Frage: Bewegte Bilder sprechen besonders an. Um zu verstehen, warum das so ist, müssen wir weit in der Geschichte der Menschheit zurückreisen, denn schon in unserer gesamten Evolution spielt die visuelle Wahrnehmung eine zentrale Rolle: Das Jagen und Sammeln stützt sich überwiegend auf visuelle Reize und ebenso ist es mit dem Erkennen von Gefahren. Zwar haben sich unsere Lebensumstände seit damals drastisch verändert, unser Gehirn aber ist immer noch weitgehend ausgelegt wie das unserer Vorfahren.

Verstand und Gefühl – oder umgekehrt?
Darüber hinaus betrachten wir uns zwar gerne als rationale Wesen und besonders intelligente Säugetiere, die über ein Bewusstsein verfügen und dieses intensiv einsetzen, wenn es um Entscheidungen geht. Dennoch verarbeiten wir Reize zu 99 Prozent über das limbische System – ein emotionsgesteuerter Autopilot, der Entscheidungen bereits gefällt hat, bevor wir noch über sie nachgedacht haben. Nicht nur beim Griff zu einem bestimmten Schokoriegel unter –zig Angeboten im Supermarktregal, sondern auch bei weitaus kostspieligeren Kaufentscheidungen oder gar bei Entscheidungen, die unser Leben maßgeblich beeinflussen, ist dieser Autopilot die eigentlich entscheidende Instanz.

Das Geheimnis des Erfolges bewegter Bilder liegt genau darin: Während zur Verarbeitung eines einzigen gelesenen Wortes 0,5 Sekunden benötigt werden, brauchen wir zur Verarbeitung eines Bildes lediglich 0,05 Sekunden. Diese nahezu unmittelbare Wirkung schafft gleichzeitig eine große emotionale Nähe zum Gesehenen und sorgt andererseits dafür, dass Informationen schneller aufgenommen und besser verankert werden – beste Voraussetzungen also, um Gefühle zu erzeugen und Entscheidungen zu treffen.

Employer Branding und Recruiting Videos im Trend
Nach diesen Überlegungen kann es nicht verwundern, dass auch im „war for talent“ zunehmend auf Bewegtbilder gesetzt wird. Vom klassischen Imagevideo zu Zwecken des Employer Brandings bis zur Stellenanzeige via Bewegtbild ist es nur ein kleiner Schritt.

Denn denken Sie daran: Wenn ein Bild mehr sagt als 1.000 Worte – wie viel hat dann ein Video zu erzählen?

 

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