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Onboarding & Employee Experience: vom Kandidaten zum glücklichen Mitarbeiter

Cornelia Weidemann 2017/04/18

Onboarding und Employee Experience

Sie haben einen passenden Kandidaten gefunden und möchten ihn erfolgreich ins Unternehmen integrieren? Die Candidate Journey Studie 2017 verrät, wie Ihnen das gelingt. Wir haben Christoph Athanas von meta HR gebeten, für uns zusammenzufassen, was Onboarding und Employee Experience bedeuten und wie Sie beide optimal gestalten.

Christoph Athanas von meta HR

Christoph Athanas (Bildquelle: meta HR Unternehmensberatung GmbH)

 

Christoph, in der Studie ist immer wieder die Rede von der Onboarding Experience. Was umfasst dieser Begriff?

C. Athanas: Onboarding steht für die Phase der Einführung und Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einem Arbeitgeber. Dieser Zeitraum ist je nach Unternehmen und Jobprofil unterschiedlich lang. Manche Arbeitgeber starten damit sogar schon vor dem ersten offiziellen Arbeitstag, direkt nachdem der Arbeitsvertrag unterschrieben ist.

Um in der Studie eine einheitliche Definition für die im Kontext Onboarding gemachten Erfahrungen zu haben, beschlossen wir, die Erlebnisse mit dem neuen Arbeitgeber vom Moment der Vertragsunterschrift bis 2 Wochen nach offiziellem Arbeitsantritt heranzuziehen.

Warum ist es so wichtig, dass ein Arbeitgeber die Onboarding Experience gut gestaltet?

C. A.: Für Arbeitgeber ist es von Bedeutung, dass die neuen Mitarbeiter schnell produktiv arbeiten können. Dafür ist ein strukturiertes Onboarding sinnvoll. Auch werden hier die Arbeitgebermarke und ihre Versprechen erstmalig aus der Innenperspektive von den neuen Kollegen erlebt. Wenn die Erwartungen an den Arbeitgeber hier schon enttäuscht werden, kann sich das schnell negativ auf die Loyalität der New Hires auswirken.

Wie machen Arbeitgeber neue Mitarbeiter schon vor dem ersten Arbeitstag glücklich und stimmen sie damit positiv auf den neuen Job ein?

C. A.: Zunächst einmal sollte nach einer mündlichen Zusage schnellsten auch der Arbeitsvertrag mit den besprochenen Inhalten vorliegen. Das gibt Sicherheit. Dann ist es hilfreich, wenn neue Mitarbeiter bereits vor ihrem ersten offiziellen Arbeitstag schon einen Ansprechpartner aus der entsprechenden Fachabteilung bekommen.

Einen besonders guten Job machten 34 Prozent der Arbeitgeber, von welchen die Studienteilnehmer sagten, dass sie gezielt an Aktivitäten des Unternehmens bereits vor ihrem ersten Arbeitstag beteiligt wurden.

Was erwarten sich neue Mitarbeiter beim Jobeinstieg vom Arbeitgeber?

C. A.: Als erstes eine richtige Begrüßung am ersten Tag und einen fertig eingerichteten Arbeitsplatz. Das zeigt Wertschätzung. Eine zeitnahe und passende Einarbeitung in Aufgaben und Prozesse wird auch stark gewünscht. Außerdem sind Paten oder Mentoren aus Reihen der langjährigen Mitarbeiter von den Neuen gern gesehen.

ONboarding Experience

Ab wann wird aus der Onboarding Experience die Employee Experience?

C. A.: Nach unserer Definition umfasst Onboarding insbesondere die ersten zwei Wochen beim neuen Arbeitgeber. Die untersuchte Employee Experience steht dann Pate für den Zeitraum der Integration ins neue Unternehmen. Das betrifft alle Eindrücke nach dem Onboarding und bis zu einem Jahr danach.

In der Studie gibt es die Good-Practice-Gruppe. Was haben Unternehmen bei diesen Mitarbeitern richtig gemacht? Warum ist diese Gruppe glücklich und sieht sich nicht direkt wieder nach einem neuen Job um?

C. A.: Die Good-Practice-Gruppe besteht aus solchen Personen, welche uns im Rahmen der Befragung mitgeteilt haben, dass sie eine positive bzw. sehr positive Candidate Experience mit ihrem neuen Arbeitgeber erlebt haben. Da haben die Arbeitgeber bereits im Rekrutierungsverfahren vieles richtig gemacht.

Als neue Mitarbeiter erlebten diese Personen von ihren Arbeitgebern ebenso ein mitarbeiterorientiertes Verhalten und entsprechende Maßnahmen: Die direkten Führungskräfte kümmerten sich aktiv, beispielsweise. durch regelmäßiges Feedback und Vermitteln der Ziele und Strategien des Unternehmens. Auch konnten die New Hires sich bald einbringen und Verantwortung übernehmen. Viele weitere Details liefert die Studie – insofern kann ich hier nur zu deren Download einladen …

Was legst Du Arbeitgebern in der Phase besonders an Herz?

C. A.: Die zuvor genannten Aspekte, wie etwa ein wertschätzender Empfang zum Start am allerersten Tag sowie das zeitnahe Beschäftigen der Führungskräfte mit den neuen Mitarbeitern spielen natürlich eine Rolle. Zahlreiche Ideen für Maßnahmen sind in unserer Studie nachzulesen.

Was ich außerdem mitgeben möchte ist, dass Arbeitgeber in jedem Fall darauf achten sollten sich konsistent kandidaten- beziehungsweise mitarbeiterbezogen zu verhalten. Das heißt nichts anderes, als das eine gute Candidate Experience natürlich auch Erwartungen schafft und die Employee Experience entsprechend sein sollte. Das Bemühen um die Talente darf mit der Unterschrift unter den Arbeitsvertrag nicht enden. Sonst wirkt das ganze positive Recruiting und Employer Branding auf Neueingestellte wie Show und führt zu Enttäuschungen. Das muss unbedingt vermieden werden.

Candidate Journey: Candidate und Exmployee Experience

Hier finden Sie weitere Ergebnisse der Candidate Journey Studie 2017.

 

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