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Interne Frauennetzwerke: Unterstützung ist Chefsache

Cornelia Weidemann 2018/01/23

Interne Frauennetzwerke: darum ist Unterstzützung aus der Chefetage wichtig

„Ja, machen Sie mal!“ Klar, bei manchen Projekten sind Sie froh, wenn der Chef diese Worte ausspricht. Für größere Themen – wie die Einführung eines internen Frauennetzwerks – brauchen Sie allerdings etwas mehr Commitment aus der Chefetage.

Diversity-Manager und Personalverantwortliche arbeiten jeden Tag daran, dass es den Mitarbeitern gut geht, dass sie motiviert sind – und dass sie im Unternehmen gleichberechtigt sind. Mit internen Netzwerken, Mentoren-Programmen und mehr möchten sie die Mitarbeiter fördern und Geschlechterausgewogenheit garantieren.

In der Netzwerkstudie 2017 kommen erfahrene Diversity-Manager, HR-Verantwortliche und Initiatoren interner Business-Netzwerke zu Wort. Sie selbst haben bereits erfolgreich interne Netzwerke etabliert. Und jede dieser Expertinnen berichtet: Eine klare und aktive Rückendeckung aus der Chefetage ist für die Einführung eines internen Frauennetzwerks ausschlaggebend!

Warum ist es so wichtig, dass das Vorhaben „Internes Frauennetzwerk“ von ganz oben unterstützt wird?

1. Nur so wird das Netzwerk als nachhaltige Maßnahme zur Förderung der Gleichberechtigung ernst genommen.

63 Prozent der weiblichen Studienteilnehmer stehen dem Thema „Gender Diversity“ ziemlich oder sehr positiv gegenüber. Bei den Männern sind es nur 47 Prozent.

Diese Zahlen machen deutlich: Es ist wichtig, dass sich auch die oberste Führungsebene voll hinter Gender-Diversity-Maßnahmen stellt. Nur, wenn alle Mitarbeiter merken, dass auch die Geschäftsführung sich für ein internes Frauennetzwerk einsetzt, werden sie es vollständig akzeptieren und ernstnehmen.

Durch das Commitment der Chefetage können die Mitarbeiter für das Thema sensibilisiert werden, Vorurteilen wird der Wind aus den Segeln genommen und ein besseres Grundverständnis für Gender Diversity wird aufgebaut.

2. Wenn Führungskräfte und männliche Kollegen als Vorbilder und Multiplikatoren funktionieren, verkommt die Geschlechterausgewogenheit nicht zur Frauenangelegenheit.

Interne Frauennetzwerke: es braucht MultiplikatorenGender Diversity ist keine Frauensache. Wie wird das im Unternehmen am besten transportiert? Indem männliche Führungskräfte und Kollegen ebenso überzeugt sind von den Maßnahmen, in diesem Fall einem internen Frauennetzwerk, wie die Initiatoren. Im besten Fall funktionieren sie nicht nur als Multiplikatoren, sondern sind sogar selbst Initiatoren des unternehmensinternen Netzwerks für Mitarbeiterinnen.

3. Kapazitäten, wie Budget, Arbeitszeit und (Wo)manpower müssen dauerhaft eingeplant werden.

Ein unternehmensinternes Frauennetzwerk wird nicht über Nacht aufgebaut. Dafür sind viel Zeit, Planung und Geld nötig.

Die Geschäftsführung muss den Initiatoren garantieren, dass diese ihre Arbeitszeit mit dem Projekt verbringen können. Auch ein ausreichendes Budget muss zur Verfügung gestellt werden, zum Beispiel für die Vorbereitung der einzelnen Treffen, für hochkarätige Sprecher, für Räumlichkeiten, und vieles mehr.

Allein hier wird klar: Steht die Geschäftsführung nicht hinter dem Projekt, kann es kaum umgesetzt werden.

Interne Frauennetzwerke und die Chefetage: Erfahrungswerte von Expertinnen

Experten-Interne-Frauennetzwerke-Unterstützung

Zur Netzwerkstudie 2017

Die Studie „Karriere-Booster Netzwerk. Mit Vitamin B zum Erfolg.“ von stellenanzeigen.de und Melanie Schütze, Gründerin des Frauennetzwerks ALSTERLOGE, untersucht Frauennetzwerke in der Arbeitswelt 2017. Experten steuern wertvolle Praxistipps zur erfolgreichen Einführung von Frauennetzwerken in Unternehmen bei.

Alle Tipps und Zahlen finden Sie in der vollständigen Netzwerkstudie 2017 (kostenloser Download).

 

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Ein Kommentar zu “Interne Frauennetzwerke: Unterstützung ist Chefsache”

  1. G.Noack 2018/02/13 um 14:59

    Ist ein sehr überzeugender Beitrag.Aber die Praxis siht meist anders aus.

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