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10 goldene Regeln für Recruiter

s.barislovits 2020/03/18
10 goldene Regeln für Recruiter

Bildquelle: www.istockphoto.com / fizkes

Recruiter sind die Personaler im Unternehmen. Sie sind dafür verantwortlich, gutes Personal zu bekommen und unter vielen Bewerbern auszusieben, wer am besten ins Unternehmen passt. Aber was genau macht einen guten Recruiter aus? Was können Sie tun, um Ihren Posten bestmöglich auszufüllen und zielführend zu arbeiten? Auch wenn es erst einmal einfach klingt, können Recruiter, besonders beim ersten Kontakt mit Bewerbern, viel falsch machen. Sie als Recruiter sollten auf ganzer Linie punkten, mit Fachwissen glänzen, zuhören und eben professionell agieren. Mit den folgenden 10 goldenen Regeln für Recruiter können Sie zukünftig nicht mehr viel falsch machen.

Regel Nr. 1: Ein bestmöglicher eigener Auftritt

Zum ersten guten Eindruck und somit zur goldenen Regel Nummer 1 gehört Ihr eigener Auftritt. Das beginnt bereits mit Ihrem Internetauftritt. Eine Unternehmenswebseite sollte auf den Karrierebereich besonders großen Wert legen. Sorgfältig aufgebaut, übersichtlich und ansprechend drücken Sie als Recruiter für Ihr Unternehmen bereits die erste Wertschätzung gegenüber Bewerbern aus. Und zwar noch bevor Sie diese überhaupt kennenlernen. Empfehlen Sie sich als Recruiter und Ihr Unternehmen selbst. Auch der professionelle Auftritt in sozialen Netzwerken und auf gängigen Stellenportalen wie Xing oder LinkedIn gehören dazu. Ihre Wirkung nach außen, auf Bewerber und Konkurrenz, kann zielführend für eine gute und erfolgreiche Bewerbersuche sein.

Regel Nr. 2: Langfristiges Planen

Ein erfolgreiches Recruiting sollte auch nachhaltig gestaltet werden. Suchen Sie daher nicht erst nach Mitarbeitern, wenn es dringend oder akut wird. Zeitdruck ist der Feind einer erfolgreichen Bewerbersuche. Und die wirklich guten (Fach-)Kräfte, die Sie vielleicht dann suchen, sind nicht von jetzt auf gleich auf dem Arbeitsmarkt verfügbar. Machen Sie daher langfristig auf sich und Ihr Unternehmen aufmerksam und nehmen Sie sich viel Zeit für die Bewerbersuche.

Regel Nr. 3: Gezielte Suche

Als Recruiter sollten Sie immer wissen, wen genau Sie suchen. Wer Regel Nummer 2 beherzigt, hat auch genügend Zeit, wirklich gezielt nach passenden Bewerbern zu suchen. Sie können sich genau überlegen, wen Sie sich wünschen, welche Qualifikationen und welche Ausbildung Ihr Bewerber mitbringen soll und wie wichtig Soft Skills, Berufserfahrungen und Persönlichkeit der Bewerber für Ihre Suche sind. Machen Sie sich vorzeitig ein klares Bild von den Menschen, die Sie ansprechen wollen. Das erleichtert am Ende auch die Kontaktaufnahme.

Regel Nr. 4: Checken Sie sich selbst ab

Versuchen Sie einmal, sich und den Auftritt Ihres Unternehmens aus Bewerbersicht zu betrachten. Checken Sie Ihre Wirkung nach außen und achten Sie darauf, wie attraktiv und authentisch Ihre Darstellung wirklich ist. Gegebenenfalls kann hierbei Rat und Tat von Außenstehenden eingeholt werden, deren Blick eventuell neutraler ist.

Regel Nr. 5: Recruiting zur Chefsache machen

Wie gut ist das Thema Recruiting wirklich im Unternehmen verankert? Hat die Geschäftsleitung eine realistische Vorstellung vom aktuellen Arbeitsmarkt? All das können Sie durch Internetauftritte und den Karrierebereich Ihrer Webseite, durch Bewertungen und Co. beeinflussen. Achten Sie darauf, dass Ihre Strategie als Recruiter auch wirklich im Unternehmen verankert ist und gelebt wird. Der Chef sollte immer ein wichtiger Teil des Recruitings sein und die Entscheidungskraft nicht allein der Personalabteilung überlassen.

Regel Nr. 6: Zielgruppen ansprechen

Wählen Sie den Kanal Ihrer Bewerbersuche passend zur gewünschten Zielgruppe aus. Sind Stellenanzeigen in Druckform besser oder sprechen eher Anzeigen in gängigen Stellenportalen im Internet Ihre Wunschkandidaten an? Binden Sie ruhig auch Ihre Mitarbeiter und Kollegen in die Kandidatensuche mit ein. Das Prinzip “Mitarbeiter werben Mitarbeiter” kann durchaus zielführend sein. Aber durchdenken Sie auch Ihre Anzeigen genau: Achten Sie darauf, welche Anforderungen und Aufgaben Sie benennen wollen, welcher Jobtitel ansprechender für die Zielgruppe ist und wie Sie bestmöglich ausstrahlen, dass Sie ein attraktiver Arbeitgeber sind.

Regel Nr. 7: Professionelles Bewerbermanagement

Wenn Sie es geschafft haben, potenzielle Mitarbeiter auf Ihr Unternehmen und die verfügbare Stelle aufmerksam zu machen, ist ein professionelles Bewerbermanagement ungemein wichtig. Dazu gehören eine zeitnahe Kontaktaufnahme, schnelles Versenden von Eingangsbestätigungen für Bewerbungen, eine transparente Kommunikation inklusive Nennung von Ansprechpartnern sowie professionell geführte Bewerbungsgespräche. Auch sollten Ihre Entscheidungszeiträume immer human bleiben. Lassen Sie Bewerber nicht unnötig lange auf Antworten warten.

Regel Nr. 8: Bauen Sie gute Beziehungen auf

Nehmen Sie sich Zeit, mit Ihren Bewerbern in Kontakt zu treten und geben Sie sich Mühe dabei. Dabei ist es egal, ob Sie den Bewerber schriftlich oder telefonisch kontaktieren oder sogar persönlich treffen. Finden Sie heraus, was Ihr Gegenüber sich wünscht und welche Bedürfnisse und Hoffnungen er mit der Bewerbung verknüpft. Wägen Sie die Wünsche und Bedürfnisse mit den Chancen ab, die er bei Ihnen hätte. Als Recruiter sollten Sie empathisch, kommunikativ, geduldig und konzentriert sein, um eine Verbindung zu potenziellen Mitarbeitern aufzubauen.

Regel Nr. 9: Immer ein offenes Ohr haben

Zuhören ist für Recruiter das A und O. Wichtig ist nämlich nicht nur das, was das Unternehmen möchte, sondern auch das Befinden der Kandidaten. Woran haben sie Interesse? Was treibt sie an? Was wollen sie und was wollen sie nicht? Ein offenes Ohr hat auch immer etwas mit Transparenz zu tun und das schafft Authentizität und Vertrauen.

Regel Nr. 10: Professionelles Onboarding

Haben Sie sich für einen Kandidaten entschieden, steht dem ersten Arbeitstag nichts mehr im Wege. Die Aufnahme des neuen Mitarbeiters ins gesamte Team sollte daher so positiv wie möglich gestaltet werden. Das bedeutet auch, gut vorbereitet zu sein. Ein Einarbeitungsplan oder Mentorenprogramme können hier hilfreich sein. Aber auch ein perfekt eingerichteter Arbeitsplatz macht einen sehr guten Eindruck am ersten Arbeitstag. Es ist wichtig, dass sich der neue Kollege schnell angekommen und vor allem willkommen fühlt. Das zeigt ihm nämlich auch die erste Wertschätzung gegenüber seiner Person und Arbeitskraft.

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Bildquelle: www.istockphoto.com / Nelosa

Fazit

Eine gute Strategie beim Recruiting kann sich wirklich auszahlen – und zwar für alle Beteiligten. Qualifizierte und motivierte neue Mitarbeiter sind wichtig, aber oft auch schwer zu finden. Viele Unternehmen unterschätzen den Recruitingprozess und legen nur wenig Wert auf Strategien und Weiterentwicklungen. Aber besonders in der heutigen Zeit sind gute Mitarbeiter und Fachkräfte gefragter denn je. Und qualifizierte Kräfte gibt es eben nicht wie Sand am Meer. Man muss sie anlocken, gezielt suchen und ansprechen – egal ob persönlich oder mit dem ersten Auftritt im Internet. Jedes Unternehmen sollte seine eigene Recruiting-Strategie entwickeln und an der erfolgreichen Umsetzung dieser arbeiten. Mit den 10 goldenen Regeln sind die ersten Grundsteine auf jeden Fall gelegt – und das Unternehmen kann langfristig und nachhaltig vorankommen.

 

 

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