Umzug für den neuen Job: Tapetenwechsel ja oder nein?

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Soll man für einen neuen Job einen Umzug wagen? Gründe dafür gibt es viele: Möglicherweise hat man einen Beruf, für den es in der eigenen Region kaum Nachfrage gibt. Oder man fürchtet sich vor dem berühmten Karriereknick, doch die nächste Stufe auf der Karriereleiter kann in keinem Unternehmen vor Ort erklommen werden. Oder: Dir wurde von einem Headhunter ein sagenhaftes Jobangebot unterbreitet, doch das Unternehmen hat seinen Sitz mehrere Hundert Kilometer entfernt.

Der individuelle Lebensentwurf – Karriere und/oder privates Glück?

Nicht nur viele Top-Manager stehen eines Tages vor dieser Frage:

Was ist mir wichtiger: Das Zusammenleben mit meinem Lebensgefährten, dass mein Sohn nicht aus seinem Freundeskreis herausgerissen wird, meine regelmäßigen inspirierenden Abende mit den besten Freunden, meine Mitgliedschaft im Verein, meine Dachgeschosswohnung, die gleichzeitig sagenhaft günstig und wunderschön ist, die räumliche Nähe zu dem Ort, in dem meine Familie lebt, die Möglichkeit, in der Wohnung ein Haustier zu halten, die unverwechselbaren Kneipen in meiner Stadt…

… oder der vielversprechende neue Job?

Wir können dir deine Entscheidung nicht abnehmen, aber dabei helfen, Vor- und Nachteile eines Umzugs abzuwägen. Wenn du zwar schon über das Thema nachgedacht hast, aber noch gar nicht weißt, was auf dich zukommen könnte, dann werden dir unsere zehn Fallbeispiele eine Hilfe sein, die dir auch Inspirationen für die Lösung einzelner Probleme bieten.


Wann sich ein Umzug für einen neuen Job lohnt – oder auch nicht

Nicht in allen Fällen erscheint ein Umzug für einen neuen Job so selbstverständlich wie etwa für Personen, die frisch von der Uni kommen:

Der erste richtige Job

Fallbeispiel 1: Mareike hat bereits während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaften vielerlei Jobs angenommen, konnte jedoch bei den Tätigkeiten wie etwa dem Bedienen oder als Hilfskraft bei einem Catering-Service keinen Praxisbezug herstellen. In ihrer Zeit als Bachelor-Studentin hat sie noch bei ihren Eltern gelebt, um Geld zu sparen. Gegen Ende ihres Studiums befindet sie sich in ihrer Bewerbungsphase für den Berufseinstieg und stellt fest, dass es in der Kleinstadt, in der sie lebt, keine für sie interessanten Jobmöglichkeiten gibt. Für sie ist klar, dass damit ein neuer Lebensabschnitt beginnt, der mit einem Umzug verbunden ist. Deshalb bewirbt sie sich vor allem in einer Großstadt, die 100 km von ihrem Wohnort entfernt liegt. Schließlich erhält sie eine Zusage für eine Stelle bei einem Verlag und kann die Position pünktlich zum Abschluss ihres Studiums antreten.

Fazit: Wer kurz vor dem Studienabschluss steht und auf der Suche nach einem passenden Berufseinstieg ist, kann einen solchen beschleunigen, wenn er oder sie räumliche Veränderungsbereitschaft mitbringt. Welche Situation entstehen kann, wenn jemand bei der Jobsuche nicht von Anfang an auch andere Städte auf dem Radar hat, zeigt das nächste Beispiel.

Umziehen für einen Jobwechsel oder Berufseinstieg kann sich lohnen

Bildquelle: www.istockphoto.com / http://www.fotogestoeber.de

Jobwechsel: Endlich eine Stelle, die der Qualifikation entspricht

Fallbeispiel 2: Sarah ist schon seit längerer Zeit beruflich unzufrieden: Obwohl sie über einen guten Hochschulabschluss in einem anspruchsvollen Orchideenfach verfügt, übt sie einen Bürojob aus, für den eigentlich eine Lehre gereicht hätte. Zwar lebt sie in einer Stadt mit großartigen Beschäftigungschancen, doch die Jobs, die sie interessieren würden, finden sich immer in weit entfernten Regionen. In ihrer Stadt sowie im Umfeld leben Sarahs Verwandte und Freunde. Auch diese lästern darüber, dass Sarah beruflich bisher nicht erfolgreich Fuß fassen konnte. Manchmal antwortet Sarah auf Stellenanzeigen aus anderen Städten und fragt erst einmal nach, ob die jeweilige Position auch im Homeoffice ausgeübt werden kann, doch alle Arbeitgeber scheinen zu wollen, dass man vor Ort arbeitet. Schließlich fasst Sarah den Entschluss und bewirbt sich auf eine vielversprechende Stelle in Berlin, für die sie aufgrund ihres Studienfachs ausgewählt wird. Sarah bezieht erst einmal ein WG-Zimmer in Berlin, bis sie feststellt, dass sie die Stelle langfristig ausüben möchte. Dann zieht sie in eine größere Wohnung. Ihre Freunde und die Verwandten kommen sie manchmal besuchen und betrachten Sarah aufgrund ihrer beruflichen Zufriedenheit mit ganz anderen Augen.

Fazit: Hat man durch einen Jobwechsel berufliche Erfüllung gefunden, so kann sich das auch auf andere Lebensbereiche positiv auswirken. Kein Wunder: Freunde oder Lebensgefährten können irgendwann genervt reagieren, wenn man zwar darüber jammert, dass man für den aktuellen Job überqualifiziert ist, sich aber dennoch nicht zu einem Umzug bereit zeigt.

Auch wer eine berufliche Fortbildung absolviert hat und vor Ort keine adäquate Stelle findet, für den lohnt es sich umzuziehen. Oder anders gesagt: Begnügt man sich über Jahre hinweg mit derselben Position, aus der man durch Weiterbildungsmaßnahmen „herausgewachsen“ ist, wird man dies mit hoher Wahrscheinlichkeit später bereuen.


Berufliches Auf-der-Stelle-Treten? Schluss damit!

Fallbeispiel 3: Karl möchte seit vielen Jahren gern eine Senior-Stelle besetzen. Nicht nur in der Agentur, in der er tätig ist, sieht es da jedoch schlecht aus: Nachdem er zahlreiche Initiativbewerbungen verschickt hat, muss Karl feststellen, dass es auch bei der Konkurrenz in derselben Stadt keine Aufstiegschancen für ihn gibt. Als er seinen Suchradius ausweitet, stößt er jedoch auf zahlreiche spannende Jobmöglichkeiten.

Fazit: Manchmal muss abgewägt werden, was der Person wichtiger ist: einen Knick in der Karriere zu vermeiden oder weiterhin „sesshaft“ zu bleiben.


Endlich beim Traumarbeitgeber

Fallbeispiel 4: Jens wohnt in Berlin. Seitdem er, der BWL mit Schwerpunkt Marketing studiert hat und in Sachen Marketing schon einige Erfahrung mitbringt, denken kann, ist er ein Fan von Microsoft. Die Unternehmensgeschichte mit allen Produkten, die es je gab, kennt Jens auswendig, und ihn fasziniert, wie sich der Konzern entwickelt hat. Als er den Arbeitsvertrag für einen Job in Microsofts Marketingabteilung unterschrieben hat, steht für ihn fest, dass er nach München ziehen möchte.

Fazit: Viele Menschen haben den Traum, für einen bestimmten Weltkonzern zu arbeiten. Nicht nur der Job mit seinen Verdienst- und Weiterentwicklungschancen, sondern auch die große Anerkennung, die man von Mitmenschen oder auch bei zukünftigen Bewerbungen erhält, geben den Ausschlag dafür, dass man es bereuen könnte, wenn man sich gegen einen entsprechenden Jobwechsel mit Umzug entscheidet.


Tolle Karrierechancen statt Landluft

Fallbeispiel 5: Moritz hat weder eine Lebensgefährtin, noch pflegt er einen besonders engen Kontakt zu seiner Familie. Auch ist Moritz nicht außergewöhnlich naturverbunden, doch hat er sein ganzes Leben in einem kleinen Dorf verbracht und kann sich kaum vorstellen, woanders zu leben. Er bewohnt ein altes Häuschen und arbeitet als Verkäufer im örtlichen Supermarkt. Die Verkehrsanbindung im Dorf lässt zu wünschen übrig. Eines Tages kommt ihm der Gedanke, dass er aus seinem Leben eigentlich wesentlich mehr machen könnte. Er malt sich eine Zukunft als Filialleiter eines Supermarktes aus und überlegt sich, wie sich auch sein Privatleben durch einen solchen Karrieresprung verändern könnte. Eines Tages nimmt er sein Schicksal in die Hand und recherchiert im Internet Filialleiter-Stellen. Langsam freundet er sich mit dem Gedanken an einen Umzug an.

Fazit: Es hängt vom Ehrgeiz des Einzelnen ab, ob man dazu bereit ist, größere Veränderungen wie das Aufgeben einer idyllischen Wohnlage auf sich zu nehmen, um die nächste Stufe auf der Karriereleiter zu erklimmen.


Langzeitarbeitslosigkeit adé – ab zum neuen Arbeitgeber

Fallbeispiel 6: Hans aus Anklam ist gelernter Bäcker und seit 4 Jahren arbeitsuchend im ALG II-Bezug. Hier in Anklam hat er zwar seine Frau, seine Kinder und seine Freunde, doch mit den Jahren der Arbeitslosigkeit ist auch seine Selbstachtung geringer geworden. Außerdem kommt die Familie mit dem Geld vom Amt vorne und hinten nicht zurecht. Für Hans und seine Frau wird klar: So kann es nicht weitergehen. Zwar fällt es ihm und seiner Familie schwer, die Großeltern und die vielen Freunde zurückzulassen, doch eine berufliche Zukunft an einem anderen Ort scheint verlockend, weshalb sich Hans in mehreren Großstädten in Mecklenburg-Vorpommern, die seiner Familie attraktiv erscheinen, bewirbt. Zwar hat er aufgrund seiner langen Pause als Bäcker weniger gute Bewerbungschancen, doch nach ein paar Wochen wird er das erste Mal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.


Finanzielle, zeitliche und private Aspekte, über die nachgedacht werden sollte

Umzugskosten wegen Jobwechsel

Bildquelle: www.istockphoto.com / AndreyPopov

Materieller Verlust

„Dreimal umziehen ist so schlimm wie einmal abbrennen“ – das wusste bereits Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten. Was mit diesem Sprichwort gemeint ist, kann jeder bestätigen, der schon mehrfach umgezogen ist:

  • Große Dinge: Beispielsweise bringt das teure Sofa, für das man einst einen Ratenzahlungsvertrag abgeschlossen hat, bei Umzügen hohe Transportkosten mit sich. Außerdem wird es beim Transportieren in Mitleidenschaft gezogen und hat bereits die eine oder andere Schramme abbekommen. Und beim nächsten Umzug sind Aufwand und Kosten für den Transport des Sofas zu groß, sodass es entsorgt wird, nachdem man vergeblich nach einem Käufer gesucht hat.
  • Kleine Dinge: Zwar bietet jeder Umzug den Vorteil mit sich, dass man sich jenes Kleinkrams entledigt, der sich im Laufe der Jahre angesammelt hat, doch gerade manche dieser kleinen Dinge, die man weggeworfen hat, können im Nachhinein gesucht oder vermisst werden: die lustigen Urlaubsfotos aus den 90er-Jahren, das Kinderspielzeug, das Oma extra aufgehoben hat, oder das Uralt-Handy, auf dem noch die SMS des ersten Schwarms gespeichert waren.

Damit du möglichst viel Geld sparen kannst, solltest du prüfen, ob eine oder mehrere der folgenden Möglichkeiten für dich infrage kommen:

1. Steuererklärung: Umzug aus beruflichen Gründen

Bereits dann, wenn man durch einen Umzug eine Stunde oder mehr an Fahrzeit einspart, können die Kosten für einen berufsbedingten Umzug von der Steuer abgesetzt werden. Wie das in der Praxis funktioniert? Gib die Umzugskosten in der Anlage N als Werbungskosten an.

2. Fachkräftemangel – Kostenbeteiligung des Arbeitgebers

  • Grundsätzlich ist kein Arbeitgeber dazu verpflichtet, die Kosten für den Umzug eines Mitarbeiters zu übernehmen. Wer jedoch eine Position besetzt, für die lange Zeit kein geeigneter Kandidat gefunden wurde, kann sich überlegen, im Vorstellungsgespräch höher zu pokern und zum Beispiel nachfragen, ob der Arbeitgeber grundsätzlich dazu bereit wäre, zumindest einen Teil der Umzugskosten zu übernehmen.
  • Tipp: Wenn du gezielt nach einer Position suchen möchtest, bei der der Arbeitgeber die Umzugskosten (anteilig) übernimmt, kannst du das Wort „Umzugskosten“ einfach als Stichwort in unsere Stellensuche eingeben: Stellen mit (anteiliger) Übernahme der Umzugskosten

3. Was zahlt die Arbeitsagentur?

Wenn du arbeitsuchend bist und für einen neuen Job umziehen willst, können die Kosten dafür (jedoch maximal 4.500 €) auf Antrag vom Amt übernommen werden. Das Geld muss auch nicht von dir zurückgezahlt werden. Die Behörde wird dich allerdings in der Regel nicht auf diese Möglichkeit hinweisen, da es sich um eine sogenannte Ermessensleistung handelt. Voraussetzung für deren Erhalt ist allerdings, dass…

  • … du für eine konkrete Stelle ausgewählt wurdest. Eine allgemeine Verbesserung deiner Chancen auf einen neuen Job, die ein Umzug in eine Stadt mit geringer Arbeitslosenquote mit sich bringen würde, reicht also nicht aus.
  • … die Pendelzeit von deiner aktuellen Wohnung bis zur neuen Arbeitsstelle mehr als 2,5 Stunden täglich betragen würde.

Rückwirkend kann man einen solchen Antrag auf Kostenübernahme übrigens nicht stellen.


Aufwand für die Wohnungssuche

Besonders dann, wenn man in einer Großstadt nach einer Wohnung sucht, in der es schlecht um den Mietmarkt bestellt ist, muss sehr viel Zeit und Geld für Wohnungsbesichtigungen eingeplant werden. Manche Personen haben trotz ihrer nachweisbaren regelmäßigen Einkünfte Pech bei der Wohnungssuche. Ein Extrembeispiel für eine solche Situation findest du unter dem Punkt „Kompromisse“.


Private Aspekte

  • Wenn Freundschaften an der Distanz zerbrechen: Auch wenn sich Freunde versprechen, sich nach dem Umzug regelmäßig zu besuchen oder am Wochenende immer zu telefonieren: Viele Freundschaften zerbrechen nach der räumlichen Veränderung eines der Beteiligten, weil es aufgrund der größeren Distanz weniger bequem und auch mit höheren Kosten verbunden ist, sich regelmäßig zu sehen.
  • Wenn man zu manchen Familien-Events gar nicht mehr eingeladen wird: Nicht nur Freundschaften können unter einem Umzug in eine andere Stadt leiden: Für echte Familienmenschen kann es sehr traurig sein, feststellen zu müssen, dass die Familie sich wesentlich häufiger trifft, als man an Familientreffen teilnehmen kann. Bei der nächsten Geburtstagsfeier kann man dann beispielsweise nicht mitreden, wenn der Rest der Verwandten in Erinnerungen an den lustigen Tag auf dem Herbstfest schwelgt. Ein kleiner Trost: Man kann sich an das Gefühl gewöhnen, von Zeit zu Zeit ein Familien-Event zu verpassen. Durch viele Telefonate und E-Mails kann man den Kontakt dennoch regelmäßig pflegen.
  • Wenn aus der Fernbeziehung eine endgültige Trennung wird: Wird nach dem Grund für einen bestimmten Umzug gefragt, heißt es häufig „der Liebe wegen“. Andersherum ist es Gift für viele Beziehungen, wenn einer der Partner aus beruflichen Gründen woanders hinzieht. Zwar kann eine Fernbeziehungen im Einzelfall frischen Wind in die Beziehung bringen, doch nicht wenige Partnerschaften zerbrechen an der räumlichen Distanz, oder die Fernbeziehung bleibt eine Übergangslösung, bis beide Partner spannende Jobs in derselben Stadt finden.

Pendeln

Dass künftige Pendler bereits bei Bewerbungen im Nachteil sind, konntest du bereits im Artikel Pendeln für den Job lesen. Doch das Pendeln hat – je nach seiner Quantität – noch weitere Auswirkungen: Dir steht weniger Freizeit zur Verfügung. Und unter dieser Tatsache leiden alle, die dir nahestehen: der eigene Partner, die Familie und vielleicht auch die Haustiere. Insbesondere dann, wenn der einfache Weg mehrere Stunden dauert, kann das Pendeln sehr belastend sein.

Fallbeispiel 7: Das Pendeln mit der Bahn hat sich Franz entspannend vorgestellt. Die Zeit, die verschwendet wird, wenn einmal wieder ein Zug ausgefallen ist, oder das Warten auf einen verspäteten Zug bei Minustemperaturen haben den einst fröhlichen Franz jedoch in einen Griesgram verwandelt. Die lärmenden Kinder im Abteil und die schlechte Luft im Zug führen außerdem dazu, dass er bereits am Morgen genervt in der Arbeit ankommt und am Abend zu erschöpft ist, um die restliche Zeit mit seinen Liebsten genießen zu können. Erst im Urlaub wird Franz bewusst, dass es so nicht mehr weitergehen kann.

Jobwechsel - beim Umzug Haustiere mitnehmen

Bildquelle: www.istockphoto.com / Lightspruch

Haustiere

Fallbeispiel 8: Peter, der ein Jahr lang arbeitsuchend gewesen ist, hat endlich eine tolle neue Stelle gefunden, doch leider befindet sich der Arbeitsplatz 300 km entfernt von seinem Wohnort. Bisher hatte Peter Glück mit seinem Vermieter: Die Haltung seiner beiden Katzen wurde ihm gestattet. Anfangs hat sich Peter keine großen Sorgen gemacht und es als selbstverständlich angesehen, seine braven Stubentiger mit in eine neue Wohnung nehmen zu können. Nachdem er den Arbeitsvertrag unterschrieben hat, stößt Peter allerdings auf ein Problem: Egal, welche Wohnungsanzeige er liest: Überall heißt es: „Keine Tiere“. Da sich Peter keinesfalls von seinen pelzigen Freunden trennen möchte, vereinbart er mit einem Kumpel, dass dieser die Katzen zu sich nimmt, bis Peter einen haustierfreundlichen Vermieter gefunden hat.

Fazit: Wer nicht auf die Schnelle eine Mietwohnung findet, in der das Halten von Haustieren erlaubt ist, sollte nach einer Möglichkeit suchen, um die Lieblinge nicht gleich weggeben zu müssen.


Kompromisse

Dass „Umziehen“ leichter gesagt als getan ist, wurde bereits angedeutet. In manchen Fällen bleibt die Wohnungssuche allerdings auch auf längere Sicht erfolglos, wie dieses Beispiel zeigt:

Fallbeispiel 9: Igor hat einen spannenden Job in München angenommen. Da er in Buxtehude lebt und sich auch auf weniger hübsche Münchner Wohnungen zahlreiche Personen bewerben, entpuppt sich allein die Wohnungssuche als eine wahre Katastrophe. Nach vielen Versuchen gibt er schließlich auf und beschließt, teils zu pendeln und teils in einer Pension zu nächtigen.

Fazit: Wer auch nach längerer Zeit keine (bezahlbare) Wohnung findet, kann sich auf zusätzliche Kosten einstellen.


Wenn Leidensdruck entsteht

Nicht jeder Mensch ist der Typ, der eine langfristige größere räumliche Distanz zur eigenen Heimat bzw. dem Ort, an dem z. B. der Partner lebt, so einfach wegsteckt:

Fallbeispiel 10: Petra ist für ihr Traineeship von Rosenheim nach Coburg gezogen und fährt jedes zweite Wochenende nach Hause zu ihrem Lebensgefährten. Anfangs genießt sie ihre Zeit in der tollen neuen Wohnung und in der schönen City. Doch nach wenigen Wochen teilt der Freund ihr mit, dass ihn seine Einsamkeit dazu getrieben hat, neue Bekanntschaften mit ein paar Frauen zu schließen, die er in seiner Freizeit zum Kaffeetrinken trifft. Bei Petra entsteht Eifersucht. Darüber hinaus wird ihr Heimweh immer schlimmer. Schließlich kommt sie zu der Entscheidung, dass sie ihr Traineeship abbrechen und sich eine Stelle in Rosenheim suchen möchte, auch wenn das den Verzicht auf die eine oder andere Karrierechance mit sich bringt.


Fälle eine nachhaltige Entscheidung!

Wer für einen Job umzieht, muss dabei häufig knallharte Prioritäten setzen: ein glückliches Kind, Haustier, Partner, die Eigentumswohnung oder eben berufliche Selbstverwirklichung. Da jedem Menschen etwas anderes wichtig sein kann, ist es kaum möglich, dir einen Schlussgedanken mit auf den Weg zu geben, der dich in jedem Fall vor einer falschen Entscheidung bewahrt.

Allerdings gibt es eine unbestreitbare Tatsache, die dich vielleicht zum Nachdenken anregen kann: Jobs sind in der Regel leichter austauschbar als beispielsweise Menschen (was aber nicht bedeutet, dass du jede Karrierechance sausen lassen solltest, um nie bei deinen Eltern ausziehen zu müssen). Und: Dass die Mehrheit der Personen eher dazu bereit ist, für die Liebe umzuziehen, jedoch eher nicht für eine neue Arbeitsstelle, besagen mehrere Statistiken. Bedenke jedoch auch, dass sich kein Partner das ganze Leben lang anhören will, dass du für ihn auf eine einzigartige Jobmöglichkeit verzichtet hast und deshalb immer mit deinem beruflichen Schicksal hadern wirst!

Quelle:
de.statista.com

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