Homeoffice einrichten

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Endlich hast du es Schwarz auf Weiß: Du darfst ab jetzt im Homeoffice arbeiten. Während im Büro eine andere Person für die Inneneinrichtung zuständig war, bist du nun dein eigener Innenarchitekt. Du ahnst bereits, dass die Einrichtung deines Homeoffice keine leichte Entscheidung sein wird und hast Beratungsbedarf?

Wer sich das eigene Homeoffice einrichtet, muss nicht nur auf Ästhetik achten, sondern auch bedenken, ob das neue Arbeitszimmer gut für die Gesundheit, die Konzentration bei der Arbeit und die eigene Kreativität ist. Wir wollen dir zeigen, worauf es ankommt und dir ein paar Inspirationen bieten.

Ergonomie

Im Büro hattest du mit Sicherheit einen ergonomisch sinnvollen Arbeitsplatz. Nun musst du nun selbst entscheiden, was gut für deinen Körper ist und kannst in höchstem Maße individuell auf deine eigenen Erfordernisse eingehen. Auch wenn du einen gesunden Rücken hast, ist es wichtig, präventiv zu handeln, sodass deine Büromöbel keine Krankheiten wie Rückenschmerzen oder Haltungsprobleme entstehen lassen.

Wenn du deine Möbel im Geschäft vor Ort auswählst, hat das den Vorteil, dass du sie erst einmal unverbindlich testen kannst. Allerdings gibt es im Internet häufig günstigere Einrichtungsgegenstände (oder Möbel für andere Wohnbereiche, die zweckentfremdet werden können) zu kaufen. Lese dir in diesem Fall die Produktbewertungen durch und entscheide auch auf Basis der Maße und des Materials, ob ein Kauf sinnvoll ist.

Praktische Möbelstücke fürs Homeoffice

Schreibtisch

Der Eine bevorzugt Holzmöbel, während sich der Andere im klinisch-reinen Weiß pudelwohl fühlt und kreativ austoben kann. Ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Auswahl des Materials ist die Hygiene. Wenn du täglich an diesem Schreibtisch arbeiten wirst, sollte der Tisch eine leicht und hygienisch zu reinigende Oberfläche haben. Außerdem sollte er in der Höhe an deine Körpergröße angepasst werden können.

Ein paar Daten, damit der Schreibtisch ergonomisch sinnvoll ist:

  • Die Arbeitsfläche sollte mindestens 160 x 80 cm betragen.
  • Er sollte mindestens 72 cm hoch sein.
  • Es sollte möglichst viel Beinfreiheit gegeben sein. Von Schreibtischen mit integrierten Rollcontainern sei deshalb eher abgeraten.

Wer keinen teuren Schreibtisch kaufen möchte, findet auch geeignete Esstische. Diese lassen sich häufig sehr leicht zusammenbauen. Achte jedoch in jedem Fall darauf, dass die oben genannten Bedingungen erfüllt sind.

Bürostuhl

Ein ergonomischer Bürostuhl sollte unterschiedliche Sitzpositionen ermöglichen und in der Höhe verstellbar sein. Eine Rückenlehne ist keine Pflicht, doch ist sie vorhanden, sollte sie ebenfalls in Höhe und Neigung verstellbar sein, damit der Rücken nicht in eine bestimmte Position gezwungen wird.

Aspekte, die es zu beachten gilt:

  • Die Rückenlehne sollte beweglich sein.
  • Es sollte ein fester Kontakt zur Rückenlehne bestehen.
  • Die Sitzhöhe sollte der Höhe der Kniekehlen entsprechen.

Sitzwürfel & Co.: Praktische und ästhetische Büromöbel

Muss der Bürostuhl in deinen Augen keine Rückenlehne haben, kann es auch Sinn machen sich Sitzwürfel zuzulegen. Diese besitzen im Inneren viel Stauraum, sind leicht zu reinigen und schön anzusehen. Darüber hinaus schonen sie den Boden, während Drehstühle dazu neigen den Boden zu zerkratzen. Diese Sitzwürfel gibt es übrigens auch als Bänke. Diese Möbel sind kostengünstig und lassen sich zudem zusammenfalten, wenn man sie nicht mehr benötigt. Beispielsweise kann man die Sitzwürfel, die man nicht zum Sitzen benötigt, nur dann aufstellen, wenn man Besucher hat.

Rollcontainer

Nicht nur für Menschen mit Hausstauballergie ist es wichtig, alle Dinge so unterbringen zu können, dass man die Oberflächen leicht abstauben kann. Auch wenn du eine Reinigungskraft hast, sparst du auf diese Weise ihre Arbeitszeit und damit bares Geld. Es macht Sinn, einen Rollcontainer getrennt von einem Schreibtisch zu kaufen, und das aus zwei Gründen:

1. Du kannst den Rollcontainer beliebig im Raum aufstellen.

2. Ist der Rollcontainer im Schreibtisch integriert, kann es, wie bereits oben erwähnt, zu einer Einschränkung deiner Beinfreiheit kommen.

Sekretär – ein Platzwunder

Zusammenklappbar und schlicht – ein Sekretär muss keineswegs ein altmodisches Möbelstück sein. Von seinen platzsparenden Tugenden profitieren insbesondere die Personen, die in ihrem Arbeitszimmer auch schlafen und Berufliches gern besser von Privatem trennen wollen. Dieses Möbelstück gibt es in vielen modernen Ausführungen. Auch wer sich einen kleinen Arbeitsplatz im Wohnzimmer einrichten möchte, profitiert von einem Sekretär.

Paravent

Bildquelle: www.istockphoto.com / KatarzynaBialasiewicz

Trennwand

Du nutzt das Arbeitszimmer auch für andere Zwecke, beispielsweise als Ess-, Wohn- oder Schlafzimmer? Um besser abschalten zu können und dich während deiner Arbeitszeit besser konzentrieren zu können, empfiehlt es sich, einen Paravent aufzustellen. Diese beweglichen Trennwände gibt es in den unterschiedlichsten Motiven und aus den verschiedensten Materialien. Angefangen von der günstigen Papp-Trennwand bis hin zur edlen Wand aus leicht zu reinigendem Metall ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Besonders vorteilhaft ist eine solche Trennwand auch dann, wenn du im Wohnzimmer arbeiten willst, während dein Freund gerade fernsieht, am Computer spielt oder ebenfalls arbeitet.

Whiteboard

Du hast gern einen guten Überblick über deine spontanen Einfälle? Dann sei dir zur Anschaffung eines Whiteboards geraten. Wer es schlichter und platzsparender mag, für dessen Zwecke kann auch eine Pinnwand reichen, die im Vergleich zum Whiteboard auch kostengünstiger ist.

Das richtige Licht

Der Arbeitsplatz sollte auf jeden Fall so eingerichtet werden, dass das Gesicht dem Fenster zugewandt ist, wenn man am Schreibtisch sitzt, denn das Tageslicht ist das wichtigste Licht in deinem Raum. Wenn es im Laufe des Tages dunkler wird, sorgt eine Schreibtischlampe dafür, dass du dir die Augen nicht verdirbst und deine Arbeit gut ausführen kannst.

Worauf man bei Kauf und Anbringen einer Schreibtischlampe achten sollte

  • Die Lampe sollte in ihrer Höhe und Ausrichtung verstellbar sein.
  • Wähle eine helle LED-Leuchte, deren Licht möglichst hell ist.
  • Am besten sollte die Lampe optional an einem Regal oder am Fensterbrett befestigt werden können. So bleibt mehr Platz an deinem Schreibtisch.
  • Das Licht sollte dich nicht blenden, den Arbeitsplatz aber gut beleuchten.

Wenn es dunkel wird oder im Winter am frühen Morgen reicht das Licht einer Schreibtischlampe oft nicht aus. Deshalb kannst du zusätzlich dazu eine Lampe im Raum anbringen, die das Zimmer gleichmäßig beleuchtet. Optimal wird dies anhand einer Hängeleuchte gewährleistet.

Farben, die sich positiv auf Produktivität und Kreativität auswirken

Die Farbe der Wand

Bei der Auswahl der Farben für die Wand sollte man sich die Wirkung der einzelnen Farben vergegenwärtigen.

  • Weiß: Die meisten Personen werden ihre Wände im nüchternen und sachlichen Weiß belassen. Auch wenn du befürchtest, eine andere Farbe könnte dir früher oder später auf die Nerven gehen oder dich in deiner Professionalität beeinflussen, solltest du bei Weiß bleiben.
  • Gelb: Diese Farbe hellt die Stimmung auf und wirkt anregend. Außerdem soll sie sich positiv auf das Gedächtnis auswirken.
  • Pastelltöne: Diese lassen einen Raum größer wirken, besonders wenn sie in den Farben Blau oder Grau ausgewählt werden.
  • Die eigene Lieblingsfarbe: Unabhängig davon, wie Farben auf die Mehrheit der Menschen wirken, hat jede Person ihre eigene Lieblingsfarbe. Ist deine zum Beispiel Royalblau, dann kann das Streichen deines Homeoffice in dieser Farbe deine Stimmung positiv beeinflussen. Das gilt übrigens nicht nur für die Farbe der Wand, sondern auch der Büromöbel.
Dekoration Büro

Bildquelle: www.istockphoto.com / KatarzynaBialasiewicz

Deko-Elemente

Während es die Einen spartanisch-professionell lieben, bevorzugen Andere eine verspielte Inneneinrichtung mit vielen Deko-Elementen. Doch auch diese können praktische Zwecke erfüllen und gleichzeitig arbeitsförderlich wirken:

  • Ein Bild mit dem eigenen Lieblingsmotto. Dies kann zur Motivation beitragen, wenn man einmal wieder den Blick durch das Homeoffice schweifen lässt.
  • Eine ästhetische oder witzige Uhr, die an der Wand angebracht ist und für deine gute Laune sorgt. Beispielsweise gibt es Wanduhren in der Form eines Telefons oder Uhren, zu denen jede Stunde ein anderes Vögelchen zwitschert.
  • Ein dekorativer Notizhalter, an dem du deine To-do-Listen befestigen kannst.
  • Zimmerpflanzen sorgen für eine gute Luft, und das Grün der Pflanzen wirkt gleichzeitig belebend auf deine Sinne.

Saisonale Dekoration

Auch wer im Homeoffice arbeitet, muss nicht auf weihnachtliche oder österliche Dekoration verzichten. Wenn du die Deko mit den Jahreszeiten anpasst, kommt in deinem heimischen Arbeitszimmer nicht so schnell Langeweile auf.

Die eigenen Bürotiere

Der Bürohund ist in Mode. Doch auch andere Tiere können das Leben im Arbeitszimmer versüßen: Beispielsweise kann man mehrere Kaninchen (es müssen zugunsten der artgerechten Haltung wirklich mehrere sein) in einem Gehege halten. Diese Tiere haben den Vorteil, dass sie im Unterschied zum Bürohund nicht ausgeführt werden müssen. Allerdings sei davor gewarnt, sich ein Haustier ausschließlich aus dem Grund anzuschaffen, um ein Maskottchen im Büro zu haben. Es muss sich beispielsweise auch jemand um die Urlaubsversorgung der Tiere kümmern.

Störfaktoren im Homeoffice

  • Du bist aus einem Großraumbüro mit hohem Lärmpegel geflüchtet? Zu Hause ist es vielleicht leiser, doch können der falsch ausgewählte Schreibtisch oder die Lampe, die schon nach kurzer Zeit den Geist aufgegeben hat, zum Störfaktor werden. Während du im Büro nicht an den Kosten für die Möbelstücke beteiligt warst und deshalb in vielen Fällen an hochwertige Einrichtungsgegenstände gewöhnt bist, musst du die Möbel des Homeoffice aus eigener Tasche bezahlen. Auch wenn du dies steuerlich absetzen kannst, tut das erst einmal dem Geldbeutel weh. Damit du aber lange Zeit Freude an den Möbeln hast, gilt es bei allen Möbelstücken und Einrichtungsgegenstände auf eine hohe Qualität zu achten und lieber etwas mehr für die Einrichtung auszugeben.
  • Aus Platz- und Kostengründen nutzt du dasselbe Zimmer zum Arbeiten wie zum Schlafen? Dann ist fast vorprogrammiert, dass dir die neue Einrichtung deines Homeoffice früher oder später auf den Wecker gehen wird. Stelle deshalb, wie schon oben erwähnt, in diesem Fall eine Trennwand auf.
  • Gehen dir bestimmte Gerüche der neuen Büromöbel auf die Nerven? Das kann sich negativ auf die Arbeit auswirken. Achte deshalb beim Kauf neuer Büromöbel auf deren Geruch und ob du ihn dauerhaft ertragen kannst.
  • Die Haustiere machen alle Möbel kaputt und nagen deine Büroausstattung an, sodass innerhalb kurzer Zeit alles nicht mehr so schön aussieht? Wer im Büro Haustiere hält, muss viel experimentieren, bis er die richtige Langzeitlösung gefunden hat. Das kann bedeuten, auf bestimmte Materialien auszuweichen, die von den Tieren nicht angenagt werden können (Metall), oder das Gehege der Tiere zu vergrößern bzw. den Bürohund in einen anderen Raum zu verlegen und den Tieren spezielle Nageutensilien (im Zoofachhandel erhältlich) zur Verfügung zu stellen.
  • Die Farbe der Wand stört dich im Laufe der Zeit? Kein Problem. Im Homeoffice hast du die Möglichkeit, deine Einrichtung und auch die Wandfarbe jederzeit zu ändern.

Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Wie du in diesem Artikel gesehen hast, gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, um das eigene Arbeitszimmer kreativ und ergonomisch sinnvoll zu gestalten. Schon mit wenig Geld kann ein hübscher Arbeitsbereich im eigenen Zuhause geschaffen werden. Lasse dir bei der Auswahl der Möbel ruhig Zeit. Die besten Ideen fallen einem beim Stöbern in Online-Shops und Möbelkatalogen ein. Insbesondere ist es sinnvoll, nach kreativen, ausgefallenen Lösungen zu suchen, da das Arbeiten im Homeoffice dann gleich doppelt so viel Spaß macht.

Wer besonders viel ausgeben kann und möchte, kann auch einen Innenarchitekten für die Gestaltung des Designs beauftragen.

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