Elevator Pitch – was gibt es zu beachten?

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Der Elevator Pitch, den man auf Deutsch auch schlicht als Verkaufsgespräch bezeichnen könnte, ist eine effektive Methode der Kurzpräsentation, deren zentrales Ziel es ist, Neugierde bei einem potenziellen Kunden, Geschäftspartner oder Arbeitgeber zu erwecken, also diversen Menschen, denen man im beruflichen Kontext begegnet. In manchen Quellen wird diese Technik dem Small Talk zugeordnet. Im beruflichen Alltag spielt der Elevator Pitch eine große Rolle bei Bewerbungsgesprächen und auch beim Networking. In vielen Vorstellungsgesprächen kommt es früher oder später zu der Frage „Erzählen Sie doch etwas über sich“. Wenn der Bewerber dann damit anfängt, herumzustottern, entsteht bei beiden Seiten der Eindruck, das Vorstellungsgespräch sei nicht gut gelaufen. Wie es so schön heißt: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Deshalb will die Kunst des perfekten Elevator Pitches geübt sein.

Die Herkunft der Bezeichnung

Man kann das Wort Elevator Pitch mit „Aufzugszusammenfassung“ übersetzen. Der Kerngedanke, der dahinter steckt: Man trifft eine wichtige Person in einem Aufzug und erzählt etwas über sich.

Worauf kommt es bei einem gelungenen Elevator Pitch an?

  • Gelegenheiten, in denen diese Art der Präsentation üblich ist, sind Meetings oder Kundengespräche.
  • Inhaltlich ist es wesentlich, dass in dem Elevator Pitch Alleinstellungsmerkmale herauskristallisiert werden.
  • Wichtige Voraussetzung dafür, dass der Elevator Pitch gelingt, ist, dass du selbst absolut von dem überzeugt bist, was du präsentierst.
  • Wenn du glaubst, dein Gegenüber ausschließlich mit Zahlen überzeugen zu müssen, dann liegst du falsch: Humor, Metaphern und der Einsatz von Medien können dabei helfen, dass dein Pitch die Personen begeistert.
  • Du solltest darauf achten, dass deine Präsentation nicht zu glatt wirkt und keine zu häufig gebrauchten Adjektive enthält. Sei so originell wie möglich und untermauere deine Thesen mit Beispielen.
  • Gelungen wirkt dein Pitch, wenn ein roter Faden sichtbar ist.
  • Du solltest viel Zeit in die Vorbereitung investieren. Verinnerliche die Inhalte und überlege dir, welche Fragen dir gestellt werden könnten. Von Dilettanten hebst du dich ab, indem dein Pitch gut strukturiert ist. Der Text sollte nicht auswendig gelernt wirken.
  • Bei der Länge solltest du nicht übertreiben. Berücksichtige die Aufnahmefähigkeit deines Zuhörers.
  • Vermeide zu viel Fachchinesisch und gestalte die Sprache insgesamt leicht verständlich.
  • Die zeitliche Dauer des Pitches sollte sich auf 30 Sekunden bis 2 Minuten erstrecken. Bei dieser Technik kommt die KISS-Formel (Keep it short and simple) zur Anwendung.
  • Langweile die Zuhörer nicht mit Fakten zu deiner hervorragenden Qualifikation!
  • Wichtig bei einem solchen Pitch ist, dass er allen Beteiligten Spaß machen soll.

Typische Fehler

Aus den obigen Punkten kannst du schließen, dass du Folgendes vermeiden musst:

  • Du setzt keine Prioritäten bei der Auswahl der Inhalte, sodass es dir nicht gelingt, das Wesentliche zu betonen.
  • In dem Pitch wird deutlich, dass du dich eigentlich gar nicht für das interessierst, worüber du redest.
  • Du fokussierst dich auf bestimmte Zahlen, die in deinen Augen eine besonders hohe Aussagekraft über deinen beruflichen Erfolg haben.
  • In deiner Präsentation werden sehr häufig abgedroschene Adjektive wie beispielsweise „innovativ“ verwendet.
  • Deine Präsentation wirkt schlecht strukturiert und wie zusammengewürfelt.
  • Du bist nicht auf Fragen vorbereitet, und während deiner Kurzpräsentation wird deutlich, dass du dich mit der Thematik gar nicht tiefergehend auseinandergesetzt hast.
  • Bei deinem Pitch überziehst du zeitlich deutlich, sodass sich der Zuhörer unwohl fühlt.
  • Du willst besonders kompetent wirken und verwendest deshalb permanent Fachbegriffe, die deinem Gegenüber zum Teil nicht geläufig sind.
  • Selbstbeweihräucherung steht im Zentrum deiner Präsentation.

Wie kann ich meine Elevator Pitch-Skills optimieren?

Beobachte die Reaktionen der Menschen. Waren sie gelangweilt, oder haben sie an bestimmten Stellen gelacht? Je nachdem, welche Persönlichkeit du hast, kannst du den Pitch entsprechend gestalten und unterhaltende Elemente einbauen. Nicht alle Kunden oder Geschäftspartner reagieren gleich auf dieselbe Präsentation. Wenn du dich optimal auf einen Pitch vorbereiten möchtest, solltest du dir zuvor Informationen über die jeweiligen Personen verschaffen, um diese besser einschätzen zu können. Ein wichtiges Ziel ist, dass es zu einem Folgegespräch kommt.


Das AIDA-Prinzip

Bei dem AIDA-Prinzip handelt es sich um ein Werbewirkungsprinzip. Das Akronym setzt sich aus den Begriffen Attention, Interest, Desire und Action zusammen.


Zusammenfassung

Hast du verstanden, was ein Elevator Pitch ist? Im Rahmen dieser Methode beschreibst du klar und knapp, wer du bist und was du tust, was dazu beitragen soll, dass du dich selbstbewusst präsentieren kannst. Im Endeffekt ist diese Praktik sehr leicht durchführbar, wenn du ein gutes Händchen für Sprache hast.

So ermöglicht dir diese Art von Pitch das Knüpfen neuer Geschäftskontakte. So einfach ist die Sache mit dem Elevator Pitch dann aber doch nicht: Ein großartig vorbereiteter Pitch wird keinen Erfolg haben, wenn deine Körpersprache nicht zu dem passt, was du sagst. Wenn du regelmäßig Übung in dieser Disziplin sammelst, wirst du jedoch schon nach kurzer Zeit dazu in der Lage sein, souverän zu wirken.

Quellen
www.karstennoack.de, karriere.unicum.de, arbeitgeber.careerbuilder.de, gruenderkueche.de, www.ionos.de

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