Effektiv im Homeoffice arbeiten – 17 Tipps

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Du hast es endlich durchgeboxt – dein Homeoffice. Nun stellt sich dir vielleicht die Frage, wie du zu Hause genauso effektiv oder vielleicht sogar noch effizienter arbeiten kannst als vor Ort? In diesem Artikel haben wir Tipps zusammengestellt, die das produktive Arbeiten im Homeoffice erleichtern.

Hochqualitative Büroausstattung

Wer in Heimarbeit tätig ist, muss deshalb nicht schlechter ausgestattet sein als im Betrieb. Sorge für einen Schreibtisch, an dem es sich angenehm arbeiten lässt, für einen leistungsstarken PC und weiteres hochwertiges und ergonomisch sinnvolles Equipment. Was zudem nicht vernachlässigt werden darf: eine Einrichtung aus gesundheitsförderlichen Materialien. Zu diesem Thema kannst du dich bei Bedarf von einem Einrichtungsspezialisten beraten lassen.

Eine stabile und schnelle Internetverbindung

Viele Mitarbeiter sind beruflich auf das Internet angewiesen. Sollte deine Internetverbindung dauernd abbrechen oder zu langsam sein, solltest du bei deinem Betreiber anrufen. Häufig stellen sich harmlose Dinge wie ein fehlendes Software-Update oder ein zu lange nicht ausgesteckter Adapter als Ursachen für einen Wackelkontakt des Internets heraus. Sollte die Internetverbindung zu langsam sein, kann es Sinn machen, den Vertrag aufzustocken. Falls sich die Probleme nicht beheben lassen, hilft nur ein Wechsel des Providers.

Eine ruhige Umgebung

Wenn du die Möglichkeit hast, zwischen unterschiedlichen Räumen zu wählen, dann entscheide dich für einen leisen Raum, in dem es sich sehr gut konzentriert arbeiten lässt. Wenn du Kinder, Haustiere oder pflegebedürftige Angehörige hast, dann sorge dafür, dass sich in deiner Arbeitszeit jemand um diese kümmert, sodass du nicht dauernd herausgerissen wirst. Insbesondere der letzte Aspekt ist in der Praxis allerdings häufig nur schwer umzusetzen, da die Kinder oder Angehörigen nicht selten der Grund für das Homeoffice sind und du dir womöglich keine Betreuungskraft leisten kannst. Hier gilt es, Kompromisse zu finden und Abmachungen zu treffen. Vielleicht können deine Kinder von Zeit zu Zeit auch bei der Familie ihres Freundes spielen? In jedem Fall gilt es deine eigenen Bedürfnisse, also das ungestörte Arbeiten im Homeoffice, zu artikulieren und Störquellen zu minimieren.

Regelmäßiges Lüften

Während im Büro stets die Kollegin dafür gesorgt hat, dass das Fenster geöffnet wurde, sitzt du nun in einem schlecht gelüfteten Homeoffice? Das ist nicht gut für die Konzentration! Auch wenn es draußen kalt ist, solltest du das Fenster regelmäßig kippen oder ganz öffnen.

Trenne Privates von Beruflichem

  • Der Raum kann natürlich – wie auch der Arbeitsplatz – persönliche Elemente wie Familienfotos oder das Lieblingskuscheltier enthalten. Insgesamt solltest du dich jedoch genauso gut darin konzentrieren können wie auch an deinem ablenkungsfreien Arbeitsplatz im Büro. Es macht nicht nur aus steuerrechtlicher Sicht Sinn, private Möbelstücke aus dem Raum zu entfernen.
  • Die Waschmaschine will geleert werden? Die Spülmaschine piepst? Klar kannst du deinen Alltag so einrichten, dass Geräte ihre Arbeit während deiner Arbeitszeit verrichten, doch solltest du dich nicht von ihnen ablenken lassen und die Waschmaschine beispielsweise erst in deiner Pause leeren.
  • Dein Handy solltest du – wie auch in der Arbeit – lautlos stellen. Dein privates Festnetztelefon kannst du, sollte es während deiner Arbeitszeit zu häufig klingeln, auch ausstecken.

Feste Arbeitszeiten

Morgens keine Lust auf Arbeit? Das Homeoffice ändert nichts an der Tatsache, dass du arbeiten musst. Damit du dein Arbeitspensum schaffst und morgens nicht zu lange im Bett liegen bleibst, macht es Sinn, Arbeitszeiten festzulegen. Dies ist auch oft erforderlich, wenn du für Kollegen und Vorgesetzte erreichbar sein musst.

Erstelle To-do-Listen und setze dir Ziele

Vielleicht hast du es auch während deiner Zeit mit Anwesenheit im Büro so gehandhabt: To-do-Listen zu erstellen und abzuhaken ist ein gutes Mittel, um effektiv zu arbeiten. Möglicherweise werden deine Ziele auch von deinem Vorgesetzten festgelegt. Falls nicht: Setze dir Tages- oder Wochenziele. Wer Probleme mit der Konzentration hat, kann sich auch stündliche Ziele setzen.

Halte Pausen ein

Nach 6 Stunden Arbeitszeit muss man eine Pause einlegen. Es macht Sinn, dies auch im Homeoffice so zu handhaben. Solltest du einer Tätigkeit nachgehen, für die viel Konzentration erforderlich ist, kann es zudem – sowohl im Büro als auch zu Hause – Sinn machen, kürzere Verschnaufpausen einzulegen. Dies kann entweder flexibel und je nach Bedarf oder nach Plan gehandhabt werden.

Zudem solltest du beachten, dass zwischen zwei Arbeitstagen mindestens 11 Stunden Pause liegen müssen. Dies ist eine sinnvolle gesetzliche Regelung, die im Homeoffice zwar niemand kontrolliert, aber dennoch eingehalten werden sollte.

Nutze deine produktiven Phasen

Dir fällt am Abend noch viel für deinen Job ein, und du hast Zeit zu arbeiten? Dann nutze deine produktive Phase. Die entstandenen Überstunden kannst du dir aufschreiben und flexibel in Zeiten mit schlechter Konzentration oder geringem Arbeitsanfall abfeiern. Womit wir schon beim nächsten Thema wären:

Weniger Überstunden im Homeoffice

  • Wenn man von zu Hause aus arbeitet, fällt es meist nicht so sehr auf, wie sich die Überstunden summieren, es sei denn, man notiert sie konsequent. Außerdem steht man während der Arbeitszeit weniger unter Beobachtung als vor Ort, weshalb sich an leistungsschwächeren Tagen oder bei komplizierteren Aufgaben ein schlechtes Gewissen einstellen kann, welches mit Mehrarbeit kompensiert wird.
  • Damit sich diese leistungsschwächeren Tage nicht summieren: Befolge die allgemeinen Tipps zur Gesunderhaltung im Job wie etwa eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und viel Bewegung sowie ausreichend Schlaf und sorge am Wochenende und im Urlaub für Erholung.

Inhaltliche Probleme im Homeoffice

Dieser Aspekt wurde unter 10. bereits angesprochen: Manche Aufgaben dauern einfach länger, da sie komplexer sind. In einem solchen Fall kann es Sinn machen, dem Vorgesetzten oder dem Kollegen Feedback zu geben, damit nicht der Eindruck entsteht, man würde faulenzen. Schüchternen Heimarbeitern sei gesagt: Sobald sich dir Fragen zur Arbeit stellen, greife sofort, nachdem dir klar geworden ist, dass du dir die Frage nicht selbst beantworten kannst, zum Telefonhörer. So wird keine wertvolle Arbeitszeit verschwendet.

Informiere deine sozialen Kontakte über deine Arbeitszeiten

Bettina ist gerade in der Gegend, und Robert hätte heute einmal wieder Lust sich mit dir zu treffen? Was im Büro normalerweise tabu ist, solltest du dir auch nicht im Homeoffice gönnen, sonst leidet dein Job darunter. Kläre deine Freunde also über deine Arbeitszeiten auf und treffe dich in deiner Freizeit mit ihnen.

Homeoffice muss nicht Pizzaservice bedeuten

Bildquelle: www.istockphoto.com / Rawpixel

Lasse dich nicht gehen

Warum sollte man morgens duschen, wenn man den Raum nicht mit anderen teilt? Und warum sollte man sich gesund ernähren, wenn der Pizzaservice das Essen so schnell liefert? Auch im Homeoffice gilt, dass du dich nicht gehen lassen solltest. Denn was schlecht für dein Wohlbefinden ist, wirkt sich auch auf deine Arbeit negativ aus. Und du wirst ein viel besseres Gefühl haben, wenn du ein vorbildlicher Heimarbeiter bist.

Nutze Tools zum effizienteren Arbeiten

Um mit Kollegen in Kontakt zu bleiben, kannst du Chatprogramme wie Skype nutzen. Zudem gibt es viele andere Anwendungen und Apps, die etwa das gemeinsame Vereinbaren von Terminen oder das Scannen von Dokumenten auch im Homeoffice möglich machen. Welches Programm jeweils verwendet wird, wird meist innerbetrieblich vereinbart.

Krank im Homeoffice

Wer in Heimarbeit tätig ist, ist seltener krank, da viele Infektionswege wie etwa die Fahrt mit dem Bus oder ein Warten in der Kälte wegfallen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass man nie krank sein darf. Deine Kollegen und Vorgesetzten würden sich über deine schlechte Arbeitsqualität wundern, wenn du arbeitest, obwohl du krank bist. Faustregel: Wenn es dir so schlecht geht, dass du nicht zur Arbeit gehen würdest, solltest du auch nicht im Homeoffice arbeiten. Rufe also bei deiner Arbeitsstelle an und informiere über deinen Krankheitstag.

Probleme mit dem Umfeld

Die Hausverwaltung plant eine Renovierung der Wohnung, oder eine Sanierung der Hausfassade ist notwendig? Dann musst du für diese Zeit wohl oder übel im Büro arbeiten. Denn unter dem Lärm der Handwerker leidet deine Arbeit. Sollte es kein Büro für Mitarbeiter wie dich geben, musst du, wenn es keine andere Alternative gibt, Urlaub nehmen.

Wenn die Nachbarn über oder neben dir den ganzen Tag Krach machen, dann klingle bei ihnen und bitte sie etwas ruhiger zu sein. Weise sie darauf hin, dass du in Heimarbeit tätig bist und dass deine Produktivität nicht unter den Nachbarn leiden sollte.

Schaffe, wenn möglich, einen Mix aus Anwesenheit und Homeoffice

Die besten Arbeitsergebnisse werden häufig erzielt, wenn man einen Teil der Arbeitszeit in Heimarbeit verbringt und einen anderen Teil in Präsenz. Denn: Bei vielen Homeoffice-Mitarbeitern stellt sich früher oder später das Gefühl ein, nicht mehr richtig zum Team dazuzugehören oder das Problem, an wichtigen Meetings nicht teilnehmen zu können. Dadurch entstehen Wissenslücken, die sich negativ auf die Effizienz der Arbeit auswirken. Finde also die richtige Balance!

Fazit

Dem Homeoffice stehen viele Menschen kritisch gegenüber. Das mag teilweise berechtigt sein, denn: Wer im Homeoffice möglichst produktiv arbeiten will, muss einiges an Disziplin und Selbstmotivation aufbringen. Während man im Büro stärker kontrolliert wird, ist man im heimischen Büro zum großen Teil der eigene Chef und muss sich selbst zu konsequent hochqualitativer Arbeit anhalten. Man darf außerdem nicht den Fehler machen sich gehen zu lassen und sollte sich um eine ebenso gepflegte Erscheinung und eine ebenso gesunde Ernährung bemühen.

Als optimal stellt sich in vielen Fällen eine Mischung aus Homeoffice und Präsenzarbeitszeit heraus. Auf diese Weise leidet das Team weniger unter der Heimarbeit des Einzelnen.

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