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Palliativpflegekraft Beruf, Aufgaben und Gehalt

Palliativpflege Jobs
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Die palliative Pflege ist ein anerkanntes Konzept zur Versorgung, Beratung und Begleitung schwerstkranker Menschen mit lebensbedrohlichen, nicht heilbaren oder terminalen Erkrankungen. Das wichtigste Ziel ist die Linderung und Vorbeugung von Schmerzen. Durch rechtzeitiges Erkennen unterstützen die Fachkräfte die Pflegebedürftigen sowie die Angehörigen bei der Alltagsbewältigung und des Sterbeprozesses. Zu palliativen Arbeit gehören die Palliativpflege, die Palliativmedizin und die Hospizarbeit.

Die Aufgaben einer Palliativpflegekraft

Als Palliativpflege wird die Pflege von chronisch und unheilbar kranken Menschen bezeichnet. Im Vergleich zu anderen Bereichen der Pflege geht es hierbei nicht um die Genesung und die Heilung des Patienten, sondern darum, dem Betroffenen bis zu dessen Tod ein hohes Maß an Würde und Lebensqualität zu geben. Die palliative Pflege versteht den Tod als natürlichen Prozess, welcher weder aufgeschoben noch beschleunigt werden soll. Zu den Hauptaufgaben der Palliativpflegekraft zählen entsprechend vor allem die Linderung von Beschwerden und Schmerzen, aber auch die psychische Betreuung der Patienten und der Angehörigen.

Angst zu nehmen, Schmerzen zu lindern und ein würdevolles Leben zu ermöglichen – dies sind die Aufgaben der Palliativpflegekraft. Die Palliativpflege kann die Symptome nicht mehr heilen, jedoch lindern. Dies unterscheidet die palliative von der kurativen, der heilende Therapie. Das Wort „pallium“ (lateinisch) steht für „Mantel“ bzw. „Schutz“ im eigentlichen Sinne. Ebenso wie schwerkranke Patienten können auch Patienten mit degenerativen Erkrankungen und einer großen Schmerzsymptomatik von der palliativen Pflege profitieren.

Die Aus- und Weiterbildung als Palliativpflegekraft

Eine Aus- bzw. Weiterbildung im Bereich der Palliativpflege versetzt die Absolventen in die Lage, die betroffenen Patienten nach den neusten Erfahrungen der Schmerztherapie zu begleiten, sterbenden Menschen viel Lebensqualität zu erhalten und spirituelle sowie kulturelle Aspekte in die pflegerische Arbeit einzubinden. Weil die palliative Pflege oftmals auch im häuslichen Umfeld des Kranken stattfindet, müssen die Palliativpflegekräfte auch Kenntnisse aus dem Case Management aufweisen – so können sie auch ein gutes Versorgungsnetzwerk aufzubauen.

Neben den medizinisch- physischen Inhalten der Pflegeintervention beinhaltet das Lehrprogramm einer palliativen Weiterbildung daher auch viele Module aus dem Gebiet der Kommunikation und organisatorische sowie rechtliche Aspekte. Auf dem Lehrplan finden sich Lehrgänge wie Qualitätssicherung, Anwendungsbereich und Grundlagen der Palliativmedizin, psychische Symptome, Angehörigenarbeit und die Kommunikation mit sterbenden oder schwerkranken Menschen.

Ergänzt wird Palliativpflege durch eine geeignete Hospizarbeit. Patienten, die unheilbar sind und eine geringe Lebenswartung haben, werden gemeinsam mit den Angehörigen in jeder Hinsicht gestützt. Dies ist auf sozialer, psychologischer und spiritueller Ebene möglich. Die Patienten können dann bis zu ihrem Tod auf der Palliativstation einer Klinik, zu Hause, in einem Tages-Hospiz oder einem Hospiz leben. Zudem wird die Hospizarbeit jedoch auch in vielen Pflegeheimen ausgeführt.

Jene Menschen, die sich in der Palliativpflege und der Hospizarbeit engagieren, definieren die pflegerisch- medizinische und hospizspezifische Zusammenarbeit als Konzept, welches nur jenem Ziel dient, die Erhaltung und Verbesserung von Lebensqualität bis hin zum Tod zu erfüllen, aber nicht unbedingt der Lebensverlängerung. Damit wird die hospizliche Begleitung und palliative Pflege auch als eine Ablehnung der Sterbehilfe verstanden.

Eine Weiterbildung im Bereich der palliativen Pflege sollte nach der geltenden Rahmenvereinbarung nach § 39a Abs. 1 SGB V über Umfang und der Art sowie die Sicherung der Qualität der stationären Hospizversorgung einen Unterrichtsumfang von mindestens 160 Stunden haben. Je nach Organisation der Weiterbildung verteilen sich diese auf den Zeitraum von ein bis zwei Jahren. In der Zeit nehmen die Pfleger an den Lehrveranstaltungen teil und erbringen unterschiedliche Leistungsnachweise wie beispielsweise die Teilnahme an Praxisprojekten oder Hausarbeiten.

Voraussetzungen für die Arbeit als Palliativpflegekraft

Palliativpflege-Weiterbildungen richten sich in aller Regel an Menschen, die schon eine Berufsausbildung und berufliche Erfahrung besitzen. Wer an einem solchen Lehrgang teilnehmen möchte, der muss einen Abschluss als Gesundheits- und Krankenpfleger/in oder Altenpfleger/in und wenigstens ein bis zwei Jahre Erfahrung in diesem Beruf mitbringen.
Einige Institutionen erkennen auch eine Ausbildung als Kinderkrankenpfleger/in, Sozialarbeiter/in oder Heilerziehungspfleger/in an. Da es hier je nach Ausbildungsunternehmen Unterschiede geben kann, sollte sich der Interessent am besten frühzeitig beim Institut erkundigen, ob eine eigene Qualifikation für diese Teilnahme hinreichend ist.

Es ist für die Palliativpflegekraft nicht einfach, sich jeden Tag mit den Themen Sterben, Krankheit und Tod auseinanderzusetzen. So muss man der/die Palliativpfleger/in viel soziale Kompetenz und Empathie mitbringen. Ebenso wichtig ist daher aber auch die Fähigkeit, den Beruf am Ende des Arbeitstages hinter sich zu lassen und die anstrengende Arbeit nicht mit zur Familie nach Hause zu nehmen. Wer Schwierigkeiten hiermit hat, Privates und Job zu  trennen, der muss sich genau überlegen, ob diese Arbeit in der Palliativpflege auch wirklich das Richtige ist.

Zu den Voraussetzungen zählen zudem eine hohe Belastbarkeit, sehr viel Einfühlungsvermögen, Aufrichtigkeit gegenüber spirituellen Konzepten und anderen Kulturen sowie gute kommunikative Fähigkeiten.

Das Gehalt einer Palliativpflegekraft

Weil die berufliche Qualifikation für die Palliativpflegekraft in Form einer Weiterbildung erlangt wird, bedeutet diese Art der Spezialisierung in den allermeisten Fällen einen Gehaltsaufstieg. Hierbei fällt die Höhe des Lohns sehr unterschiedlich aus. Zudem gibt es einige Faktoren, die hierauf einen Einfluss nehmen. Dazu gehört vor allem der Arbeitgeber und die Einrichtung, in der die Palliativpflegekraft arbeitet. Hier kann zwischen privaten und öffentlichen Diensten unterschieden werden. So verdient die Pflegekraft im öffentlichen Dienst etwa 3100 bis 3500 Euro brutto pro Monat. Hingegen verdienen Angestellte in einer privaten Palliativpflege zwischen 2500 und 4000 Euro brutto monatlich. Nicht nur die Größe des Unternehmens hat einen Einfluss auf die Höhe des Lohns, sondern auch die Erfahrung im Beruf. Je länger die Palliativpflegekraft in dem Beruf tätig ist, umso mehr Erfahrung sammelt sie und umso höher fällt in das Gehalt aus.