Die Neuigkeit ist noch ganz frisch und nur du und dein Liebster wissen von deiner Schwangerschaft? Damit das in der nächsten Zeit auch so bleibt und vor allem im Büro kein Frühwarnsystem ungewollt die Alarmglocken schrillen lässt, kommen hier 5 Tipps für dich, wie du eine Schwangerschaft im Anfangsstadium am Arbeitsplatz perfekt verheimlichen kannst.

Besonders in den ersten 12 Wochen einer Schwangerschaft ist leider die Gefahr, das Kind zu verlieren, relativ hoch. Es macht deshalb durchaus Sinn, sein weiteres Umfeld wie Arbeitskollegen und Bekannte erst frühestens nach ca. 3 Monaten in die freudige Botschaft einzuweihen.

Einen Pflichttermin, ab wann man den Arbeitgeber informieren muss, gibt es nicht.

Wichtig: Wird dir gekündigt, obwohl du bereits schwanger bist, aber du hast es bei deinem Arbeitgeber noch nicht öffentlich gemacht, droht dir kein Nachteil. Du hast dann noch maximal zwei Wochen Zeit, deinen Arbeitgeber über deine Schwangerschaft offiziell zu informieren. Auch dann greift für dich der besondere Kündigungsschutz und die Kündigung ist nicht wirksam!

#1: Verhalte dich möglichst unauffällig

Privat schaffst du es kaum, dieses Dauergrinsen aus deinem Gesicht zu bekommen? Deine Sache. Möchtest du aber vermeiden, dass dich deine lieben Kollegen spätestens mittags fragen, was denn eigentlich los sei und warum du heute so extrem gut drauf wärst, dann reiß dich zusammen! Auch, wenn es schwerfällt: Unterziehe dich und deine Mimik immer wieder mal einem kleinen Selbstcheck und prüfe, wie du auf andere wirkst. Versuche, dich so normal wie möglich zu verhalten. Dazu gehört natürlich auch, dass du in der Mittagspause nicht nach Wickelkommoden und Mini-Strampeln googelst. Genieße dein Glück zunächst einmal im Stillen – oder gemeinsam mit deinem Partner.

Tipp: Hast du dich bereits unvorsichtigerweise verdächtig gemacht, darfst du ruhig einmal zu einer Notlüge greifen. Erzähle ausschweifend von deinem Alkoholexzess am letzten Wochenende, das dürfte Zweifler wieder zur Raison bringen.

Heimlich schwanger
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#2: Essen und Trinken

Klar ist: Im Laufe einer Schwangerschaft können sich deine spontanen Gelüste recht flott ändern. Wer jetzt Bock auf Essiggurke mit Nutella-Dip hat, sollte diese Vorliebe nicht im Büro ausleben. Davon abgesehen gibt es nun aber jede Menge Dinge, die werdende Mütter nach Arztempfehlung eher meiden sollten: Rohen Fisch (Sushi, Lachs, …), Rohmilchkäse, rohe Wurst (Salami) – da kann es beim Team-Mittagessen schon mal auffallen, wenn du nicht zu deiner Lieblingspizza greifst. Mache hier so wenig Aufhebens wie nötig und wähle von vornherein Gerichte, die du essen darfst. Sonderbestellungen („Aber bitte ohne Salami!“) machen verdächtig!

Hinzu kommt: Jetzt musst du natürlich komplett auf Alkohol verzichten. In vielen Branchen steht deiner Büro-Abstinenz jedoch mit dem leckeren Pitch-Prosecco (Stößchen!) über den coolen Sundowner auf der Firmenterrasse bis hin zum gepflegten Feierabendbierchen im Kollegenkreis so einiges Alkoholische im Wege. Halten sich solche Events in Grenzen, so kann schon mal die klassische „Ich nehm grad noch Antibiotika“-Ausrede fürs Erste helfen. Auch immer gut: das Auto auf dem Parkplatz, mit dem du noch den Nachhauseweg antreten musst – selbstverständlich mit 0,0-Promille.

#3: Tipps gegen Übelkeit

Leider haben vor allem zu Beginn der Schwangerschaft viele Schwangere mit Übelkeit zu kämpfen. Vor allem morgens ist es oft ein Kampf, bis der Kreislauf einigermaßen in Schwung kommt. Falls du nicht unter extremer Übelkeit mit ständigem Erbrechen leidest, helfen dir vielleicht ein paar kleine Tricks:

  • Frühstücke morgens zuhause, auch wenn es dir schwerfällt. Du solltest unbedingt etwas Kleines essen, damit der Magen etwas zu tun bekommt und dein Blutzuckerspiegel steigt. Zumindest ein Zwieback sollte es schon sein.
  • Auch eine Kanne gesüßter Tee am Schreibtisch kann die Übelkeit am Vormittag verscheuchen oder zumindest erträglicher machen.
  • Halte in deiner Handtasche immer etwas zum Snacken wie Nüsse oder Rohkost bereit. Das kann den Blutzuckerspiegel vor allzu großen Schwankungen bewahren. Damit es nicht zu auffällig wird, drapiere die Snacks nicht auf deinem Schreibtisch. Greife lieber ab und an heimlich in deine Tasche unter dem Tisch.
  • Hast du mit einem übersäuerten Magen zu kämpfen, dann versuche einmal, trockene Haferflocken zu kauen. Die Flocken binden die Magensäure und können somit auch Sodbrennen vorbeugen.
  • Vielen Schwangeren hilft auch Ingwer gegen die Übelkeit. Du kannst ihn in vielen verschiedenen Varianten zu dir nehmen: als Tee, als Kaubonbon, als Konfekt oder auch in Tablettenform.

Hat es dich jedoch arg erwischt und du kommst einige Wochen lang einfach morgens nicht aus dem Haus, ohne dich übergeben zu müssen, dann hilft nur eins: Mache dich etwas später als gewöhnlich auf in die Arbeit. Eine gute Ausrede wird dir schon einfallen, zum Beispiel dein neu entdecktes Faible für die Frühsport-Joggingrunde oder ein Guten-Morgen-Yoga-Kurs.

Ab und an hilft vermutlich alles nichts: Bevor du dir auf der Bürotoilette die Blöße geben musst, gehe lieber mal früher nach Hause.

Wer ein Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft erhält, erfährst du hier.

Schwanger im Büro
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#4: Platzprobleme

Niemand am Arbeitsplatz soll von deiner Schwangerschaft erfahren, aber so langsam zwickt der Hosenbund merklich? Tja, alle Frauen, die sich bislang sehr körperbetont gekleidet haben, stehen jetzt vor einem Problem. Da helfen nur ein paar Tricks und geschickte Kleidung. In den ersten Monaten braucht man in der Regel noch keine Schwangerschaftsmode, trotzdem können vor allem (enge) Jeans zum Hindernis werden.

Abhilfe schafft der Haargummi-Trick:

Einfach einen elastischen Haargummi um den Hosenknopf legen, dann das andere Gummiende einmal durch das Hosenloch ziehen und wieder auf der anderen Seite um den Knopf schlingen. Schon schließt die Jeans und du hast ein paar – dehnbare – Zentimeter Bundweite gewonnen.

Jetzt brauchst du nur noch ein Oberteil, das locker und etwas länger über den Bund fällt, und keiner merkt etwas: Du trägst schließlich weiterhin deine normalen Hosen! In dieser Zeit bieten sich vor allem Tuniken oder weitere Blusen fürs Büro an. Alle, bei denen es im Arbeitsumfeld etwas schicker zugeht, müssen auch nicht verzweifeln: Gerade im Anfangsstadium der Schwangerschaft reicht es meist aus, sich „normale“ Sachen eine Nummer größer zu kaufen. Falls nicht: Mittlerweile gibt es ja auch jede Menge stylische Mode für werdende Mütter.

Mehr Tipps, was dir in der Schwangerschaft den Büroalltag erleichtert, findest du in diesem Artikel.

#5: Andeutungen geschickt parieren

Irgendwann jedoch kommt in der Regel das Thema Schwangerschaft doch mal aufs Tableau. Manchmal ist es die (schwangerschaftserfahrene) Kollegin, die einen wissend anlächelt und meint: „Du hast so weiche Gesichtszüge bekommen und siehst aus wie das blühende Leben: Sag mal, gibt es da etwas, was ich wissen sollte?“ Oder aber der Chef wird misstrauisch, weil du in letzter Zeit so schrecklich vergesslich geworden bist, öfter später ins Büro kommst und du halt einfach „im richtigen Alter“ bist? 

Jetzt musst du überlegen, wie du solche Andeutungen parieren willst. Natürlich kannst du eine enge Kollegin ins Vertrauen ziehen, aber Vorsicht: Bürowände sind oft dünner als man denkt, und vor allem sehr durchlässig für Ratsch und Tratsch. Auf jeden Fall vermeiden solltest du, dass dein Chef über sieben Ecken von deiner Schwangerschaft erfährt. Deshalb ist der sicherste Weg, es zunächst deinem Vorgesetzten mitzuteilen, und erst im Anschluss daran mit den Kollegen zu sprechen.

Es ist auf jeden Fall okay, wenn du die eine oder andere Andeutung auf eine mögliche Schwangerschaft deinerseits einfach ignorierst, empört zurückweist oder negierst. Eine Schwangerschaft ist etwas so Persönliches und Privates, dass allein du entscheidest, wann du sie öffentlich machst.

Notlügen sind hier absolut erlaubt. 

Tipp: Ein frecher Spruch oder Witz als Entgegnung nimmt dem Fragenden oft den Wind aus den Segeln. Erwähne einfach ganz direkt, dass du in letzter Zeit einfach zu viele Kalorien zu dir nimmst und schon einige Kilo zugelegt hast. Dein Partner würde sich auch schon beschweren. Der Peinlichkeitsfaktor ist dann für dein Gegenüber so hoch, dass er oder sie mit Sicherheit schnell verstummt.

Fazit

Die meisten Schwangeren warten ab, bevor sie dem Arbeitgeber und dem Kollegenkreis mitteilen, dass sie ein Baby erwarten. Klassischerweise lassen viele die ersten zwölf Wochen in Heimlichkeit verstreichen. Mit ein paar Tricks und Tipps kannst du deinen Zustand ganz gut für die erste Zeit verbergen. Und irgendwann dürfen sich dann alle mit dir gemeinsam freuen.


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