Raus aus dem Hamsterrad: 7 Tipps für mehr Achtsamkeit im Arbeitsalltag

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Es gibt Momente im Leben, da scheint die Zeit still zu stehen. Alles um uns herum hört mit einem Schlag auf zu existieren. Es gibt nur noch uns und diesen einen Augenblick. Diese eine Minute, die nie zu vergehen scheint, weil wir sie bis zum Schluss auskosten. Doch leider erleben wir solche Momente in unserem Alltag meist viel zu selten. Viel eher verfliegt die Zeit wie im Flug und rast an uns vorbei, ohne dass wir es richtig bemerken. Und so kommt es, dass wir irgendwann zurückblicken und uns wünschen, eine bestimmte Zeitspanne noch einmal erleben zu dürfen, weil wir sie zu jenem Zeitpunkt nicht bewusst genossen haben.


Unachtsamkeit im Alltag

Ein voller Terminkalender und endlose To-Do-Listen. Unser Alltag ist von vielen Verpflichtungen und Routinen bestimmt, weshalb wir oft unbewusst auf „Autopilot“ schalten und unsere Handlungen ganz automatisch und ohne nachzudenken ausführen. Das muss nicht immer unbedingt schlecht sein, sondern hat ganz klar auch seine Vorteile. Beim Autofahren beispielsweise erleichtert unser innerer Autopilot den Prozess ganz enorm. Müssten wir ständig bewusst darüber nachdenken, wie und wann wir schalten, wäre so eine Autofahrt ganz schön mühsam. Stattdessen erleichtert unser Unterbewusstsein den Prozess, indem es auf abgespeicherte Informationen zurückgreift und diese automatisch ausführt. 

Verbringen wir jedoch die meiste Zeit des Tages in diesem „Autopilot-Modus“, haben wir schnell das Gefühl, unser Leben würde an uns vorbeiziehen. Jeden Tag dieselben Aufgaben, die wir wie eine Maschine erledigen. Diese Unachtsamkeit führt schnell zu Langeweile und Unzufriedenheit. 

Dies sind weitere Zeichen dafür, dass auch du unachtsam im Alltag bist:

  • Du hängst öfter Tagträumen nach.
  • Du machst dir ständig Sorgen um die Zukunft.
  • Du lebst zu sehr in der Vergangenheit.
  • Du reagierst schnell gereizt und fühlst dich angegriffen.
  • Du denkst zu viel nach und bekommst den Kopf nur sehr schwer frei.
  • Du vergisst oft, wo du Dinge hingelegt hast, weil du unachtsam warst.
  • Du nimmst deine Umgebung nur selten wirklich bewusst wahr.

Was ist Achtsamkeit? 

„Mindfulness“, oder auf Deutsch „Achtsamkeit“ bedeutet, den Augenblick mit allen Sinnen wahrzunehmen. Dafür sollte man sich ganz und gar darüber bewusst sein, was man gerade erlebt und sich dem Hier und Jetzt hingeben. Dieser Zustand ist nicht nur für die großen Momente des Lebens empfehlenswert, sondern vor allem auch für den einfachen Alltag. Achtsam leben heißt, den eigenen Handlungen und seinem Umfeld mehr Beachtung zu schenken.

Mind full or mindful

Bildquelle: www.istockphoto.com / marekuliasz


Warum ist Achtsamkeit im Job so wichtig?

Wenn du am Arbeitsplatz achtsam bist, hat dies auf lange Sicht viele positive Effekte, und zwar sowohl auf deinen Körper als auch auf deine mentale Gesundheit. Diese sind unter anderem:  


7 Tipps für Achtsamkeit im Arbeitsalltag

Da wir in der heutigen Zeit ständig mit Reizen überflutet werden, ist es nicht einfach, Achtsamkeit zu üben. Meist sind wir es gewohnt, in der Arbeit mehrere Sachen gleichzeitig zu tun und können uns nur schwer wirklich auf eine Sache fokussieren. Mit regelmäßiger Übung aber kannst du deine Achtsamkeit schnell verbessern, endlich aus dem nervigen Gedankenkarussell aussteigen und dadurch stressfreier und produktiver arbeiten. Hier sind 7 Tipps für mehr Achtsamkeit im Arbeitsalltag. 


1. Bewusst atmen

Die meisten von uns atmen viel zu flach, was zu einer schlechten Sauerstoffversorgung führen kann. Der Atem kann jedoch ein sehr hilfreiches Werkzeug sein, wenn es darum geht, die Achtsamkeit zu trainieren. Dafür musst du nichts weiter tun, als deinen Atem zu beobachten, ohne ihn zu werten. Versuche nicht, extra tief einzuatmen, sondern nimm deine Atemzüge einfach ganz bewusst wahr. Spüre in dich hinein und nimm dabei deine Gefühle wahr. Diese Übung hilft dabei, Stress zu reduzieren und stärkt zusätzlich deine Körperwahrnehmung. Du kannst sie ganz einfach in deinen Arbeitsalltag integrieren und wirst dabei schnell von einer verbesserten Konzentrationsfähigkeit profitieren. 


2. Achtsamkeit bei der Routine 

Sicher gibt es viele Dinge, die du routinemäßig jeden Tag aufs Neue ausführst. Das könnte zum Beispiel das Beantworten von Mails sein oder die Erstellung der heutigen To-Do-Liste. Anstatt diese Tätigkeiten im Autopilot-Modus abzuarbeiten, könntest du sie das nächste Mal ganz in Ruhe und bewusst ausführen. Diese achtsame Haltung trainiert das Gehirn und wirkt wie eine Meditation. Stelle dir dafür folgende Fragen:

  • Was mache ich gerade?
  • Wie mache ich es?
  • Warum mache ich es?
  • Wie fühle ich mich dabei?Achtsamkeit im Job

3. Fokussiere dich auf das Positive

Jeder beschwert sich hin und wieder über seinen Job. Wenn du jedoch den negativen Gedanken die Oberhand lässt, wirst du bald eine Haltung entwickeln, mit der du dir selber schadest. Fokussiere dich doch dagegen mal auf die positiven Aspekte, die dein Beruf mit sich bringt.

  • Was macht dir wirklich Spaß?
  • Was für Vorteile hat es, in deiner Firma angestellt zu sein?
  • Was verbesserst du durch deine Arbeit?
  • Wofür kannst du dankbar sein?

4. Nutze deinen Arbeitsweg

Einen Sitzplatz in der U-Bahn ergattern, Handy raus und die Zeit vertreiben, bis du endlich aussteigen kannst. Läuft dein morgendlicher Weg in die Arbeit vielleicht so ähnlich ab? Dann ist es eventuell an der Zeit, etwas zu verändern. Nutze deinen Arbeitsweg, um Achtsamkeit zu trainieren und so entspannter und gelassener in der Arbeit anzukommen. Lass das Handy in der Tasche, und nimm deine Umgebung bewusst wahr. Spüre in dich hinein, und liste ein paar Dinge auf, für die du dankbar sein kannst. Atme aktiv und finde Gründe, um dich auf den bevorstehenden Tag zu freuen. 


5. Schluss mit Multitasking

Dass Multitasking eigentlich gar nicht funktioniert, ist schon seit längerem bekannt. Wenn du also in der Arbeit immer unzählige Tabs offen hast und an mehreren Projekten gleichzeitig arbeitest, ist es sehr wahrscheinlich, dass du damit deine Leistungsfähigkeit verminderst und das Fehlerrisiko erhöhst. Konzentriere dich lieber auf eine Sache und beende diese, bevor du dich der nächsten widmest. Das macht deine Arbeit effizienter, reduziert deinen inneren Stress und erhöht deine Achtsamkeit. 


6. Aktiv zuhören

Leider kommt Achtsamkeit auch im Umgang mit anderen Menschen häufig viel zu kurz. Es fällt uns schwer, einander richtig zuzuhören und bei der Sache zu bleiben. Sicher ist es dir auch schon einmal passiert, dass deine Gedanken in einem Meeting vollkommen abgeschweift sind und du gar nicht mitbekommen hast, was gerade besprochen wurde. Oder geschieht das eventuell auch jedes Mal, wenn dein Kollege von seinem Wochenende erzählt? Oft meinen wir das gar nicht böse, uns fehlt lediglich die nötige Aufmerksamkeit. Versuche doch das nächste Mal, bewusst und aktiv zuzuhören, und gehe auf gewisse Aussagen ein, indem du Fragen stellst. Das hilft dir dabei, achtsam zu bleiben und zeigt deinem Gegenüber, dass du wirklich interessiert bist. 


7. Reflektiere deinen Arbeitstag

Wenn du nach einem stressigen und langen Arbeitstag oft das Gefühl hast, überhaupt nichts geschafft zu haben, ist diese Übung ganz besonders wichtig für dich. Schaffe dir ein kleines Erfolgstagebuch an, in welches du am Abend vor dem Zubettgehen noch einmal reflektierst, was du am heutigen Tag alles geleistet und geschafft hast. Oft ist es ziemlich erstaunlich, wie wenig davon wir eigentlich bewusst wahrnehmen. Sobald du jedoch darüber nachdenkst und auch deine kleinen Erfolge zu Papier bringst, stellt sich ein Gefühl der Befriedigung ein. Das tägliche Reflektieren macht dich zufriedener und gibt dir neue Motivation.

Achtsamkeit im Job

Bildquelle: www.istockphoto.com / AntonioGuillem


Fazit

Das Praktizieren von einfachen Achtsamkeitsübungen kann sowohl auf den Job als auch auf das Privatleben viele positive Auswirkungen haben. Wenn du dir täglich ein paar Minuten Zeit für dich selbst nimmst und bewusst den gegenwärtigen Moment erlebst, reduzierst du damit Stress und innere Unruhe und erhöhst dadurch auf lange Sicht deine Lebensqualität. Du lernst, Situationen von außen zu beobachten, ohne zu werten, was dich die Dinge nicht mehr so persönlich nehmen lässt. Sobald du deinen Alltag mit einer achtsamen Haltung und einer gewissen Neugierde meisterst, vergeht auch das Gefühl, in einem Hamsterrad festzustecken, da du deine täglichen Routinen nun aus einem völlig neuen Blickwinkel erlebst. 

Quellen: dfme-achtsamkeit.de 


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