Lange Nächte, in denen du dich schlaflos im Bett herumwälzt. Dabei quält dich nur ein Gedanke: Sehnsüchtig wartest du auf eine saftige Gehaltserhöhung. Doch so wie der Schlaf bleibt dir auch dieser Traum verwehrt und du fragst dich, wann dein Chef dir endlich mehr Geld anbieten wird – schließlich hast du dir das in den letzten Jahren auf jeden Fall verdient. Doch langsam wir dir klar, dass du dieses Gespräch irgendwann selbst anstoßen musst. Von allein wird dein Chef wohl nie auf dich zukommen. Das bedeutet also: Es wird Zeit für eine Gehaltsverhandlung! Nicht gerade etwas, worauf man sich freut, denn das Thema Gehalt ist für viele nicht leicht anzusprechen. 

Aber keine Sorge, wir zeigen dir, wie du eine Gehaltsverhandlung richtig führst und auch, was dabei die schlimmsten Fehler und absolute No-Gos sind! Schaue dir dazu unbedingt auch unsere kurzen, lustigen Videos an 😉 

Tipp #1: Gut argumentieren und Einwände umgehen

So geht’s richtig:

Endlich ist es raus! Das Thema liegt auf dem Tisch: Dein Chef weiß, dass du mehr Geld verdienen möchtest. Doch nun liegen ihm bereits alle möglichen Einwände auf der Zunge. Wie gut, dass du dich ordentlich vorbereitet hast. Denn nun kannst du seine Einwände geschickt umgehen, indem du bereits vorher gute Gegenargumente bringst und diese mit Zahlen und Fakten untermalst. 

No-Go:

Unterbreche deinen Vorgesetzten nicht, wenn er seine Einwände kundtut, sondern lass ihn aussprechen. Argumentiere auf keinen Fall mit privaten Gründen. Ob du dir gerade erst ein neues Auto gekauft hast oder dein Kind eine Zahnspange braucht, tut hier nichts zur Sache. Auch der Vergleich mit anderen Mitarbeitern ist ein absolutes No-Go. 


Tipp #2: Handeln vs. Feilschen

So geht’s richtig:

Warum hast du eine Gehaltserhöhung verdient? Lasse deinen Chef wissen, welche konkreten Leistungen du in den letzten Monaten oder Jahren in deinem Job für die Firma erbracht hast und fordere, diesen Errungenschaften entsprechend bezahlt zu werden. 

No-Go:

Werde auf keinen Fall respektlos und versuche nicht, wie ein Händler auf dem Markt zu feilschen, wenn dein Chef mit deinen Gehaltsvorstellungen nicht einverstanden ist. 


Tipp #3: Die richtige Einstellung

So geht’s richtig:

Gehe selbstsicher und mit einer positiven Einstellung in das Gespräch. Mache dir selbst klar, dass du eine Gehaltserhöhung verdient hast und diese auch bekommen wirst. Ein positives Mindset ändert deine Ausstrahlung und lässt dich selbstbewusster und bestimmter wirken. Eine gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung. 

No-Go:

Verfalle auf keinen Fall in eine negative Gedankenspirale während der Gehaltsverhandlung. Wenn du dich selbst bemitleidest und in deinem Kopf nach Argumenten suchst, warum dieses Gespräch sowieso sinnlos ist, gibst du damit automatisch auch deinem Chef unterbewusst das Gefühl, dass du eine Gehaltserhöhung nicht verdient hast. 


Tipp #4: Zusammen nach Möglichkeiten suchen

So geht’s richtig:

Kreiere ein WIR und suche gemeinsam mit deinem Vorgesetzten nach Kompromissen. Zeige ihm, dass du dich als Teil der Firma siehst und nicht nur als individuellen Mitarbeiter. Du magst deinen Job und das Wohl des Unternehmens liegt dir am Herzen, weshalb du bereit bist, ein gutes Mittelmaß zu finden. 

No-Go:

Rede nicht die ganze Zeit von dir selbst. Versuche, deine Sätze nicht mit „Ich“ zu beginnen. Argumente wie: „Ich will…“, „Ich sehe das aber so…“ ziehen meist nicht und lassen dich egozentrisch erscheinen. 


Tipp #5. Den Anker höher setzen

So geht’s richtig:

Fordere immer mehr Gehalt, als du tatsächlich haben möchtest, da du höchstwahrscheinlich runtergehandelt wirst. Setze einen hohen Betrag als Maßstab, der dein Wunschgehalt kleiner wirken lässt.

No-Go:

Achte unbedingt darauf, das geforderte Gehalt nicht unverhältnismäßig hoch anzusetzen. Pokern ist zwar erlaubt, jedoch sollte die Summe oder der Prozentanteil immer in einem nachvollziehbaren Rahmen bleiben. 

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