Der viel diskutierte Mangel an Fach- und Führungskräften in Deutschland hat vielschichtige Hintergründe. Einer davon: Die mangelnde Ausbildung junger Menschen in den Schulen und Universitäten. Das Ziel der handelnden Institutionen muss es daher vor allem sein, in Bildung des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu investieren.

Bildungsausgaben unter der Lupe

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes, erstellt im Bildungsfinanzbericht 2012, dazu klingen daher zunächst einmal ermutigend: So wurden für das Jahr 2012 Bildungsausgaben von mehr als 110 Milliarden Euro veranschlagt – das sind fast 5 Milliarden mehr als noch in 2011. Interessant ist der Vergleich mit dem zuletzt ausgewiesenen Vergleichsjahr 2009:
Damals lagen die Ausgaben für Bildungszwecke noch bei 100 Milliarden Euro, wovon sechs Prozent vom Bund kamen, 72 Prozent von den Ländern und 22 Prozent von den Gemeinden in Deutschland.

Auch Drittmittel entwickeln sich positiv

Hinzu zu den gestiegenen Bildungsausgaben aus dem öffentlichen Sektor, kommt die Entwicklung der Drittmittel an den Hochschulen und Universitäten, wie das Institut der deutschen Wirtschaft schon im Juli diesen Jahres vermeldete. Demnach kommt jeder zweite Euro, den die Hochschulen für Forschung, Lehre und Krankenversorgung ausgeben, mittlerweile aus dieser Quelle. Zwischen 2000 und 2010 haben sich demnach die finanziellen Mittel, die die Universitäten und Fachhochschulen zusätzlich zu ihrem regulären Etat von öffentlichen und privaten Stellen einwerben können, auf fast 6 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.
Der Bildungsfinanzbericht 2012 mit Informationen zu den öffentlichen und privaten Bildungsausgaben sowie umfangreichen Tabellen steht übrigens auf der Website des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de zum Download bereit. In gedruckter Fassung fallen allerdings Kosten von 9,80 Euro an.
Link zum Artikel des Instiut der Deutschen Wirtschaft: http://www.presseportal.de/pm/51902/2290326/hochschulen-drittmittel-sorgen-fuer-mehr-wettbewerb