Selbstbewusst: 80 % der Führungskräfte sind zufrieden mit dem eigenen Führungsverhalten. Das ergab die aktuelle izf Führungs-Studie 2016. Doch ist diese Selbsteinschätzung realistisch oder pures Wunschdenken? Auch der Frage ging die Studie auf die Spur und befragte zusätzlich Nachwuchskräfte.
Das Ergebnis: Rund 21 % der Nachwuchskräfte sind mit dem Führungsverhalten ihres direkten Vorgesetzten sehr zufrieden, etwa 60 % der Nachwuchskräfte sind im Großen und Ganzen zufrieden – jede sechste Nachwuchskraft dagegen weniger oder gar nicht.

Führungskräfte: Zahl des Monats
Quelle der Studienergebnisse: IfD-Allensbach

Entscheidend für diese Vorgesetztenbeurteilung sind anscheinend vor allem Konfliktsituationen, denn dort beobachten die Nachwuchskräfte am besten, ob sich der Vorgesetzte vorbildlich oder enttäuschend verhält.
Besonders eklatant an den Studienergebnissen ist der Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung in Bezug auf das Führungsverhalten. Den Nachwuchskräften wurde ein Katalog mit insgesamt 27 Führungskompetenzen vorgelegt. Sie konnten angeben, inwieweit ihr direkter Vorgesetzter über diese Fähigkeiten verfügt. Führungskräfte schätzen sich in 26 dieser 27 Punkte besser ein, als sie von den Nachwuchskräften beurteilt werden. Übereinstimmend ist nur die Einschätzung in Bezug auf die Nutzung digitaler Möglichkeiten der Mitarbeiterführung.
Die komplette Studie gibt’s hier.