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Jobtipps

Tipps für mehr Motivation im Job

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Was tun, wenn der Arbeitsfrust zuschlägt? Gehen Sie den Ursachen auf den Grund. Und versuchen Sie, diese erst einmal selbst zu verändern – frei nach dem Motto: „Love it, change it or leave it“. Wir helfen Ihnen, Ihrem Job einen neuen Motivationskick zu geben.

Einfache Motivationstipps für den Büroalltag

Manchmal reichen schon kleine Veränderungen, um Ihnen die Begeisterung für Ihre Arbeit zurück zu geben. Probieren Sie es einfach mal aus:

1. Sagen Sie „Nein“

Sind Sie zu engagiert und deshalb ausgelaugt? Bevor sie völlig erschöpft sind: Sagen Sie einfach mal „Nein“ und nehmen Sie ein neues Projekt oder eine Aufgabe nicht an. Sie werden sehen, es funktioniert. Und Sie können schließlich nicht für alles verantwortlich sein.

Motivation im Job: If you get tired. Learn to rest. Not to quit.
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2. Äußern Sie Wertschätzung

Nichts motiviert mehr als ein freundliches Wort, ein Dank oder ein Lächeln. In Ihrem Unternehmen wird sehr sparsam mit Wertschätzung umgegangen? Dann gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Das wirkt ansteckend und Sie verbessern proaktiv das Klima in Ihrem Betrieb – die beste Grundlage für Spaß an der Arbeit.

3. Verabreden Sie sich mit dem Team

Ein soziales Netz ist auch im Arbeitsleben wichtig. Das gemeinsame Mittagessen mit Ihrem Team oder ein kurzer, freundlicher Schwatz mit dem Kollegen stärken das Gemeinschaftsgefühl. Und wenn Sie sich mit Ihren Kollegen gut verstehen, gehen Sie morgens gleich viel lieber ins Büro.

4. Denken Sie bewusst positiv

Arbeiten Sie mit positiver Psychologie: Konzentrieren Sie sich bewusst auf die schönen Aspekte Ihrer Arbeit. Stellen Sie sich Ihren Arbeitstag in der Früh bildlich vor – mit allem, was Ihnen daran Freude macht: das nette Team, das nächste spannende Projekt, Ihr lichtdurchflutetes Büro, … So gehen Sie den Arbeitstag gleich viel entspannter und fröhlicher an.

5. Meiden Sie Dauerjammerer

Klar, es ist ok, ab und zu mal zu schimpfen. Es gibt aber auch Kollegen, die ständig nur meckern und jammern. Damit ziehen sie jeden um sich herum herunter. Sie auch. Denn diese negative Einstellung überträgt sich leicht.

6. Stellen Sie Schwarz-Weiß-Denken ab

Ihr Chef nimmt Ihren Vorschlag nicht an? Ihre Kollegin macht einen Scherz auf Ihre Kosten? Beide Szenen bedeuten nicht, dass Sie generell schlechte Arbeit machen oder dass Sie im Team unbeliebt sind. Geben Sie solchen Situationen also keinen zu großen Raum in Ihrem Denken.

7. Streben Sie nicht nach Perfektion

Natürlich möchte jeder erfolgreich im Job sein. Gute Arbeit ist dafür sehr wichtig. Ein zu hoher Anspruch an Sie selbst kommt aber häufig als Bumerang zurück und macht Sie auf Dauer nur unglücklich. Stellen Sie also bewusst realistische Erwartungen an sich selbst.

8. Stoppen Sie Vergleiche

Ihr Kollege ist in allem besser, argumentiert eloquenter und übertrifft seine Ziele noch weiter als Sie? Schön für ihn! Hören Sie auf, sich ständig zu vergleichen und dadurch unter Druck zu setzen. Sie sind nicht Ihr Kollege. Sie haben Ihre eigenen Stärken, die Sie nicht sehen – vielleicht aber Ihr Kollege, der sich seinerseits mit Ihnen vergleicht.

9. Gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz

Ihre kleine Tochter zaubert immer ein Lächeln in Ihr Gesicht? Sie sparen auf einen Urlaub auf Kuba und freuen sich schon seit Wochen darauf? Dann schmücken Sie Ihren Schreibtisch mit dem entsprechenden Foto. Sobald Sie es ansehen, steigen sowohl Ihre Laune als auch Ihre Motivation.

10. Genießen Sie Ihre Freizeit

Sportliche Herausforderungen, Kinobesuche mit Freunden, ein Restaurant-Besuch mit dem Partner: Work-Life-Balance ist wichtig, auch für Ihre Motivation im Job. Verbringen Sie Ihre freie Zeit deshalb bewusst und mit Unternehmungen, die Ihnen gut tun. Solche „Belohnungen“ bringen gute Laune – im Privatleben und in der Arbeit.

11. Setzen Sie sich Ziele

Ziele und ein gutes Selbstmanagement, zum Beispiel mit einer To-Do-Liste, helfen Ihnen dabei, konzentriert zu arbeiten und Aufgaben effektiv zu erledigen. Diese Erfolgserlebnisse motivieren Sie im Arbeitsleben. Und es ist unglaublich befriedigend, ein Häkchen hinter eine Aufgabe zu setzen.

Ein Tipp unseres Karriere-Experten Christian Richter von Karriereservice.de:

Wichtig ist für Ihre Motivation im Job ist, dass Ihre Karriere nicht zur Dauerbaustelle wird. Wenn Sie immer nur darauf fixiert sind, das nächste Ziel zu erreichen, werden Sie Ihren Karriereweg immer nur als Belastung empfinden.

Der Spruch „Der Weg ist das Ziel“, ist zwar inhaltlich richtig, das erreichte Ziel aber auch zu genießen, ist besonders wichtig. Also denken Sie als begeisterter „Bergsteiger“ auch daran, den schönen Ausblick vom Gipfel ausreichend zu genießen. In Bezug auf Ihre Karriere bedeutet dies, auch eine Zeit lang Rast zu machen und Karriereziele nicht zu dicht hintereinander zu takten. Schließlich haben Sie vom Ausbildungsende bis zum Renteneintrittsalter im Regelfall mindest 35 Jahre Zeit, um Ihren Karriereweg zu gestalten.

Der Hang zur Selbstüberschätzung und das getrieben sein von Karrierezielen beobachte ich immer häufiger bei meinen Coachies. Viele nehmen sich auch zu hohe Ziele vor. Häufig hilft es dann, auch mal klar zu machen, dass nicht jeder den Mount Everest besteigen muss, um glücklich zu werden.

Mit Strategie motiviert im Job

Wenn kleinere Veränderungen im eigenen Verhalten nichts ändern, sitzt die Ursache für Ihren Jobfrust vielleicht tiefer. In dem Fall sollten Sie strategisch vorgehen:

1. Frustursachen analysieren

Körper und Psyche reagieren nicht ohne Grund auf bestimmte Situationen. Woran liegt es, dass Sie demotiviert sind? Erstellen Sie eine Liste mit allen Ursachen für Ihren Jobfrust.

2. Lösungswege überlegen

Gehen Sie die Liste jetzt durch und überlegen Sie sich: Wie können/möchten Sie sich in demotivierenden Situationen anders verhalten? Können Sie Ihre Arbeitsprozesse verbessern? Wo liegen eigentlich Ihre Interessen? Was würde Sie glücklicher machen? Wie und wo können Sie diese (im Unternehmen) besser einsetzen?

3. Mit dem Vorgesetzten sprechen

In einigen Fällen macht ein Gespräch mit dem Vorgesetzten Sinn: Sind Sie mit Ihren Aufgaben unglücklich? Möchten Sie etwas an Ihrem Arbeitsplatz ändern, zum Beispiel im Stehen arbeiten statt im Sitzen? Könnte ein klärendes Gespräch der Zusammenarbeit helfen? Sagen Sie Ihrem Vorgesetzten, was Sie sich wünschen. Und finden Sie heraus, ob motivierende Veränderungen möglich sind.

Wenn nichts mehr hilft

Seien Sie aber auch ehrlich zu sich selbst und gestehen Sie sich ein, wenn wirklich nur noch die Kündigung hilft. Zum Beispiel, wenn der Stress oder die Atmosphäre in Ihrer Arbeit bereits zu körperlichen Beschwerden führen. Oder wenn Sie schon länger gar keinen Sinn mehr in Ihrer Arbeit sehen und alle Versuche zur Selbstmotivation nichts gebracht haben. Dann scheint eine berufliche Änderung die beste Option zu sein.

Überlegen Sie sich aber vorher unbedingt genau, was Sie im Job wirklich glücklich macht. Purer Frust und blinder Aktionismus sind bei einem Jobwechsel keine guten Ratgeber.

Tags & Schlagwörter: JobfrustJobwechsel
    Cornelia Weidemann

    Autor Cornelia Weidemann

    Immer auf der Suche nach Neuigkeiten und glücklich mit der Welt, sobald die Hände die Tasten berühren: Cornelia schreibt über Menschen, die ihre Jobs lieben, über Events und Veranstaltungen und über Neues aus der HR-Welt.

    1 Kommentar

    1. Der jetzige Job erfüllt nicht meinen finanziellen und geistigen Anforderungen.Ich habe einen sehr großen Jammerlappen und Nörgler in der Abteilung als Vorarbeiter. Nichts mache ich ihm recht.Sucht nach Fehlern.Jede Handlung muss identisch sein wie seine.Er ist außerdem ein Schreihals.Zum Eigenschutz gehe ich meiner Arbeit nach und frage nur das was ich nicht weiß bzw.meine nächsten Aufgaben.Bin auch erst 1 Monat in der Abteilung und möchte aus familiären Gründen 1.Jahr aushalten.

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