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Krankmeldung: Das sollten Arbeitnehmer wissen

Winterzeit, Erkältungszeit – in keiner anderen Zeit des Jahres fallen so viele Krankheitstage an, wie in diesen Wochen. Wenn morgens der Hals kratzt oder der Rücken schmerzt, müssen Sie sich entscheiden: Gehen Sie angeschlagen ins Büro, lieber zum Arzt oder bleiben Sie im Bett und schlafen sich gesund?

Wie immer Sie sich entscheiden – das sollten Sie als Arbeitnehmer wissen, wenn es um Krankheit geht:

Krankmeldung und Arztbesuch

Wer zum Arzt geht, überlegt häufig, den Arbeitgeber erst zu informieren, wenn er Näheres sagen kann. Das ist aber verkehrt, denn zum Arbeitsbeginn muss der Arbeitgeber informiert sein, wenn der Arbeitnehmer nicht oder später ins Büro kommt.

Wer sich daran nicht hält, verletzt seine arbeitsvertraglichen Pflichten, riskiert eine Abmahnung und im Wiederholungsfalle sogar eine verhaltensbedingte Kündigung.

Krankmeldung und Krankschreibung

Spätestens am vierten Tag der Krankmeldung muss ein ärztliches Attest vorliegen. Was viele nicht wissen: Maßgeblich sind hierfür die Kalender-, nicht die Arbeitstage. Heißt im Klartext: Melden Sie sich am Freitag krank und genesen nicht übers Wochenende, müssen Sie Ihre Krankschreibung bereits am Montag vorlegen.

In Ausnahmefällen kann es sogar noch strenger zugehen: Der Arbeitgeber kann sogar ein ärztliches Attest am ersten Tag der Krankmeldung fordern – und muss seine Forderung auch nicht begründen.

Entgeltfortzahlung und Krankengeld

Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben alle Arbeitnehmer – auch Teilzeitkräfte und Minijobber. Voraussetzung ist, dass das Arbeitsverhältnis zum Zeitpunkt der Krankmeldung bereits seit vier Wochen besteht.

Die Lohnfortzahlung wird für sechs Wochen gewährt. Nach Ablauf dieser Frist erhalten Arbeitnehmer Krankengeld, in der Regel 70 Prozent ihres Arbeitsentgelts, von der Krankenkasse.

Welche Aktivitäten sind erlaubt?

Eine Krankmeldung bedeutet nichts zwangsläufig, dass man an Bett und Wohnung gefesselt ist. Bei Depression oder Burn out kann ein Kinobesuch oder ein Besuch bei Freunden durchaus der Genesung förderlich sein.

Wer seinen Garten umgräbt oder das Haus renoviert, obwohl der Arzt einen schweren Hexenschuss diagnostiziert hat, sollte aber durchaus mit Ärger rechnen.

Krank im Urlaub?

Wer in seinen Ferien erkrankt, hat Anspruch darauf, seine Urlaubstage gut geschrieben zu bekommen. Dazu muss er sich aber am ersten Tag der Erkrankung ganz regulär krankmelden.

Aber am meisten wünschen wir Ihnen natürlich, dass sie gesund bleiben und im Falle einer Erkrankung: baldige Genesung!

Tags & Schlagwörter: ArbeitsrechtKrankschreibung
    Beate Kohnhaeuser

    Autor Beate Kohnhaeuser

    Rastlos ist Beate auf der Suche nach spannenden News für Bewerber und Personaler. Manchmal strahlt sie wie ein Honigkuchenpferd. Dann ist es ihr gelungen, mal wieder einen richtig komplizierten Zusammenhang in einfache Worte zu fassen. Die nötige Inspiration zum Schreiben holt sie sich auf Reisen in ferne Länder, beim Wandern oder beim Kochen mit Freunden.

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