Bewerbungsgespräch - und die Antworten sitzen | stellenanzeigen.de

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Was soll ich nur auf diese Frage antworten? Es ist gar nicht so einfach, im Bewerbungsgespräch auf Knopfdruck interessant, interessiert, engagiert und schlagfertig zu sein. Der Schlüssel für selbstbewusste und authentische Antworten: eine gute Vorbereitung.

Überlegen Sie sich vor dem Vorstellungsgespräch, was Sie dem Arbeitgeber gerne über Ihre Person, Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten mitteilen möchten. Fragen Sie sich dazu:

  • Was kann ich?
  • Wer bin ich?
  • Wie arbeite ich?
  • Was zeichnet mich aus?
  • Warum möchte ich genau diesen Job machen?
  • Warum möchte ich genau für dieses Unternehmen arbeiten?
  • Was erwarte ich vom Job/Arbeitgeber?
  • Wie möchte ich meine Karriere gestalten? Was sind meine Pläne?

Mit Ihren Antworten im Hinterkopf können Sie das Vorstellungsgespräch sehr gut vorbereiten.

5 Tipps für Ihre Antworten

1. Auf den Punkt bringen

Offene Fragen lassen Raum für Erklärungen. Die bekannteste Frage wird von Personalern oft als Gesprächseinstieg gewählt: „Erzählen Sie etwas über sich“. Ein weiteres Paradebeispiel: „Warum möchten Sie hier arbeiten?“
Holen Sie bei Ihrer Antwort nicht zu weit aus. Konzentrieren Sie sich auf Punkte, die Ihrem Gesprächpartner zeigen, warum Sie den Job wollen und warum Sie die passende Besetzung dafür sind.

2. Begründungen und konkrete Beispiele nennen

Viele Fragen könnten Sie mit einem Wort, zum Beispiel mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Vermeiden Sie zu einsilbige Antworten. Der Personalverantwortliche möchte Sie kennenlernen und einschätzen können. Und er interessiert sich dafür, warum Sie eine bestimmte Meinung vertreten.

Fragt der Personalverantwortliche, was Sie bei Ihrer täglichen Arbeit motiviert? Dann antworten Sie nicht einfach: „Gute Ergebnisse.“ Begründen Sie, warum Ihnen ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt ein gutes Gefühl und einen Motivationsschub für die nächste Aufgabe gibt. Auch bei der Frage nach Ihren Stärken oder Schwächen sollten Sie für Ihre Antworten Beispiele anführen. Damit zeigen Sie: Ich habe diese Stärke und Situation X zeigt das auch.

3. Authentisch sein

Lernen Sie keine vorgefertigten Antworten auswendig und versuchen Sie nicht, eine komplett andere Person darzustellen. Der Personalverantwortliche möchte im Bewerbungsgespräch herausfinden, ob Sie der geeignete Kandidat für den Job sind und ob Sie gut ins Team passen. Er hat dieselben Ziele wie Sie. Schließlich möchten Sie in dem neuen Unternehmen glücklich sein. Das können Sie aber nur erreichen, wenn Sie sich vorher nicht verstellen.

4. Bei unerwarteten Fragen nicht verzweifeln

Sie können sich nie auf alle Fragen vorbereiten, die gestellt werden. Versuchen Sie, bei einer unbekannten Frage ruhig zu bleiben. Und formulieren Sie dann spontan eine Antwort: anhand der Antworten, die Sie bereits auf die oben genannten Fragen vorbereitet haben.

5. Höflich bleiben

Manche Fragen sind darauf ausgelegt, Sie aus der Reserve zu locken. Der Personaler möchte sich damit ein Bild davon machen, wie Sie in stressigen Situationen reagieren – und ob Sie tatsächlich so kritikfähig oder stressresistent sind, wie Sie bei der Frage nach Ihren Stärken behauptet haben.

Bleiben Sie also immer gelassen und freundlich.

Bewerbungsfragen und mögliche Antworten

Hinter Fragen im Bewerbungsgespräch steckt oft mehr, als Sie vermuten. Die gängigsten Fragen der Personaler haben wir für Sie zusammengefasst und verraten Ihnen:

  • Was der Personaler von Ihnen wissen möchte
  • Wie Ihre Antworten lieber nicht ausfallen sollten
  • Wie Sie eine aussagekräftige und authentische Antwort finden

Außerdem haben wir einige Antwortbeispiele als Inspiration für Ihre eigenen Antworten vorformuliert.

Inspiration für Ihre Antworten im Vorstellungsgespräch
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Erzählen Sie etwas über sich.

Was möchte der Personaler wissen: Sind Sie tatsächlich die passende Besetzung für die ausgeschriebene Position?

Grundaussage Ihrer Antwort: Ich präsentiere mich als passender Kandidat: Das bin ich, das ist mein Know-how und das sind meine Fähigkeiten, und aus diesen Gründen möchte ich in diesem Unternehmen arbeiten. Kurz gesagt eine strukturierte Selbstpräsentation nach dem Motto: Ich bin, ich kann, ich will.

Nicht: Sture Wiederholung des Lebenslaufs oder irrelevante Details aus dem Privatleben.

Beispiel: Ich bin X Jahre alt und seit Y Jahren als Mediendesigner tätig. In den letzten Jahren arbeitete ich für Kunden wie Y und erweiterte meine Kenntnisse und Fähigkeiten kontinuierlich durch verschiedene Workshops und Weiterbildungen. Gerade vor ein paar Wochen habe ich in einem Seminar mein Wissen zum Bereich Z aufgefrischt, das auch bei der von Ihnen ausgeschriebenen Stelle im Fokus steht. Von Ihrer Marke bin ich auch privat sehr begeistert und möchte Ihr Unternehmen deshalb gerne auf dem weiteren Erfolgskurs unterstützen.

Was wissen Sie über unser Unternehmen?

Was möchte der Personaler wissen: Wie gut sind Sie auf das Gespräch vorbereitet?

Grundaussage Ihrer Antwort: Ich habe mich eingehend mit dem Unternehmen beschäftigt (Homepage, Pressemitteilungen, Social Media, …) und weiß deshalb genau, dass ich dort arbeiten möchte.

Nicht: Nur Zahlen und Daten aneinanderreihen.

Beispiel: Ihr Unternehmen ist in Deutschland Marktführer im Bereich erneuerbare Energien. Etwa 250 Mitarbeiter arbeiten an vier verschiedenen Standorten für Ihren Erfolg. Ihr Angebot gliedert sich in die Bereiche Geothermie, Solarenergie, Wasserkraft und Windenergie sowie Biomasse. Was mich sehr angesprochen hat, ist, dass Sie sowohl in Ihrem Angebot für Kunden als auch in Ihrer Unternehmenskultur stark auf Nachhaltigkeit achten.

Warum möchten Sie bei uns arbeiten?

Was möchte der Personaler wissen: Warum möchten Sie gerade ihn als Arbeitgeber? Warum interessieren Sie sich für dieses Unternehmen und nicht für irgendein anderes?

Grundaussage Ihrer Antwort: Gerade dieses Unternehmen bietet Aspekte, die mir sehr wichtig sind.

Nicht: Die zentrale Lage und das großzügige Gehalt thematisieren.

Beispiel 1: Da ich selbst schon jahrelang Kunde bei Ihrem Unternehmen bin, bin ich sehr überzeugt von den Produkten. Nun möchte ich Sie gerne mit meiner persönlichen Erfahrung und meinem fachlichen Know-how dabei unterstützen, die Produkte weiterhin erfolgreich zu vermarkten.

Beispiel 2: Bisher habe ich im Pressebereich eines Unternehmens gearbeitet, das deutschlandweit tätig war. Da ich ein sehr weltoffener Mensch bin und fließend Englisch spreche, reizt mich die Arbeit in Ihrem international tätigen Unternehmen sehr.

Beispiel 3: Ich kann mich sehr gut mit den Werten und der Kultur Ihres Unternehmens identifizieren, die Sie auf Ihrer Webseite betonen. Die agile Arbeitsweise Ihrer Teams kenne ich von meinem vorigen Job und ich könnte mir nicht mehr vorstellen, anders zu arbeiten.

Ähnliche Fragen: Was versprechen Sie sich von der Arbeitsstelle und von uns als Arbeitgeber? Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?

Was sind Ihre Stärken?

Was möchte der Personaler wissen: Wen habe ich vor mir? Welche Persönlichkeit/welchen Charakter haben Sie?

Grundaussage Ihrer Antwort: Diese Stärken habe ich und aus diesen Beispielen wird das klar ersichtlich. Diese Stärken qualifizieren mich besonders für den ausgeschriebenen Job.

Nicht: Stärken aufzählen, ohne Beispiele dafür zu bringen oder bei der Antwort stark übertreiben.

Beispiel 1: In meinem letzten Job bin ich von meinem Chef oft für meine zielgerichteten und leicht verständlichen Analysen gelobt worden. Ich arbeite tatsächlich sehr gerne analytisch und bereite die Zahlen entsprechend auf.

Beispiel 2: Ich bin sehr begeisterungsfähig und neugierig. Sobald ein neues Tool auf den Markt kommt, probiere ich es aus und teste, was es kann und ob sich der Einsatz lohnt. Mein Smartphone ist deshalb voll von Apps und in meinem Freundeskreis fragt mich jeder, ob ich den Download empfehlen kann.

Was sind Ihre Schwächen?

Was möchte der Personaler wissen: Sind Sie selbstkritisch? Wie gehen Sie mit Ihren Schwächen um?

Grundaussage Ihrer Antwort: Ich weiß, wo ich mich noch verbessern kann und gehe offen damit um. Gerne zusätzlich eine unverfängliche Freizeitbeschäftigung erwähnen, die das Gespräch etwas auflockert – allerdings nicht zum Einstieg.

Nicht: Persönliche Schwächen wie chronische Unpünktlichkeit ausbreiten, die Sie für diesen (und alle anderen) Jobs disqualifizieren.

Beispiel 1: Ich bin manchmal etwas vergesslich. Deshalb schreibe ich in Meetings grundsätzlich alles mit.

Beispiel 2: Ich habe bisher noch nicht viele Präsentationen gehalten. Aber für die habe ich immer ein gutes Feedback erhalten. Meine Erfahrungen in dem Bereich möchte ich gerne erweitern.

Beispiel 3: Ich habe eine stark ausgeprägte Schwäche für die asiatische Küche und stehe abends oft stundenlang in der Küche.

Was interessiert Sie genau an diesem Job?

Was möchte der Personaler wissen: Wissen Sie, was Sie bei der Stelle erwartet und welche Aufgaben Sie haben werden?

Grundaussage Ihrer Antwort: Ich habe mich mit der Stellenbeschreibung gut auseinandergesetzt. Ich kann schlüssig begründen, was mich daran besonders interessiert und was ich mir davon erwarte.

Nicht: Die gute Bezahlung besonders erwähnen.

Beispiel 1: Bei meiner Werkstudententätigkeit in der Firma X habe ich den Bereich Social Media Marketing kennengelernt und war begeistert vom direkten Umgang mit dem Kunden. Außerdem ist man am Puls der Zeit und kann immer innovative Tools und Kommunikationsmöglichkeiten entdecken und ausprobieren.

Beispiel 2: Ich habe in meinem aktuellen Job als Account Manager viel gelernt und hatte schon die Aufgabe, neue Mitarbeiter einzuarbeiten. Jetzt möchte ich mich gerne weiterentwickeln und den nächsten Schritt zum Team-Leiter machen.

Beispiel 3: Texte sind meine Leidenschaft – schon während der Schulzeit bin ich immer mit Block und Stift herumgelaufen. Während des Studiums habe ich bereits in einer Online-Redaktion gearbeitet. Ich habe gemerkt, dass dies genau der Ort ist, an dem ich sein und meine Fähigkeiten einbringen möchte.

Ähnliche Fragen: Welche Erwartungen verbinden Sie mit diesem Job?

Warum möchten Sie Ihre aktuelle Stelle wechseln?

Was möchte der Personaler wissen: Sind Sie loyal oder sprechen Sie schlecht über Ihren aktuellen Arbeitgeber? Was ist Ihre Motivation, einen neuen Job zu suchen?

Grundaussage Ihrer Antwort: Ich habe Karriereziele, die ich erreichen möchte und die ich mit diesem Jobwechsel erreichen kann.

Nicht: Über den aktuellen/vorigen Arbeitgeber lästern oder schlecht reden.

Beispiel 1: Mir gefällt mein Aufgabenbereich in meiner aktuellen Firma sehr gut. Allerdings möchte ich gerne den nächsten Karriereschritt machen und sehe in Ihrem Unternehmen die Entwicklungschancen dazu.

Beispiel 2: In den vergangenen Jahren war ich vor allem im Bereich X tätig. Durch verschiedene Projekte konnte ich dann Erfahrungen im Bereich Y sammeln und erkannte, das dort eigentlich meine Leidenschaft liegt. Nun möchte mich gerne voll auf diesen Bereich Y konzentrieren.

Beispiel 3: Ich bin kürzlich auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden und war sofort begeistert von Ihren Produkten und von dem, was ich auf Ihrer Karriereseite über das Unternehmen las. Dann entdeckte ich, dass Sie genau in meinem Bereich einen neuen Mitarbeiter suchen. Und da ich mich gerne einer neuen beruflichen Herausforderung stellen möchte, mit der ich mich so gut identifizieren kann, habe ich mich direkt beworben.

Ähnliche Fragen: Warum haben Sie gekündigt? Sind Sie mit Ihrem Job/Arbeitgeber unzufrieden?

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Was möchte der Personaler wissen: Wie ehrgeizig sind Sie? Haben Sie klare Vorstellungen davon, wie Ihre Zukunft aussehen soll?

Grundaussage Ihrer Antwort: Ich habe einen realistischen Plan für meine (berufliche) Zukunft und arbeite an meiner Weiterentwicklung (fachlich und persönlich) – am besten in Ihrem Unternehmen.

Nicht: Als Ziel die Position des Gesprächspartners angeben oder antworten, dass Sie sich darüber noch nie Gedanken gemacht haben.

Beispiel: Meine fachliche und persönliche Weiterentwicklung ist mir wichtig. In den nächsten Jahren möchte ich deshalb gerne meine Fachkenntnisse erweitern, zum Beispiel um den Bereich X, und mehr Verantwortung übernehmen.

Ähnliche Fragen: Was sind Ihre beruflichen Ziele? Was möchten Sie in der Zukunft gerne machen?

Warum sind genau Sie die/der Richtige für den Job?

Was möchte der Personaler wissen: Wie schätzen Sie sich selbst ein? Welche Voraussetzungen bringen Sie für den Job mit?

Grundaussage Ihrer Antwort: Ich bin in den für Sie wichtigen Bereichen ein Experte, der ein echter Mehrwert für Ihr Unternehmen ist. Und ich habe sogar diese persönliche Motivation.

Nicht: Weil ich besser bin als alle anderen.

Beispiel 1: Ich kann Menschen von Haus aus sehr gut einschätzen. Das hat mir als Recruiter in der Vergangenheit sehr geholfen und ich konnte diese Fähigkeit in den letzten Jahren vertiefen. Bei meinem vorigen Arbeitgeber konnte ich vakante Stellen dadurch sehr schnell mit den passenden Kandidaten besetzen und die Fluktuationsrate um 15 Prozent verringern.

Beispiel 2: Zahlen waren schon immer meine Leidenschaft. In den vergangenen Jahren konnte ich viele Erfahrungen in der Buchhaltung sammeln. Ausschlaggebend ist aber nicht nur die berufliche Ebene. Ich bin schon seit Jahren aktive Kundin Ihres Shops. Und den möchte ich nicht nur als Kundin, sondern auch als Mitarbeiterin unterstützen.

Ähnliche Fragen: Warum sind Sie die/der Beste für diesen Job? Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern? Warum sollten wir uns gerade für Sie entscheiden?

Was motiviert Sie?

Was möchte der Personaler wissen: Was gibt Ihnen bei der Arbeit Antrieb? Wie kann er Sie besonders stark motivieren?

Grundaussage Ihrer Antwort: Diese Sache ist mir an der Arbeit wichtig, damit ich motiviert bin und eine sehr gute Leistung bringen kann.

Nicht: Geld, Urlaub, flexible Arbeitszeiten als Motivations-Booster nennen.

Beispiel 1: Ich packe gerne an. Deshalb motiviert es mich am meisten, wenn ich ein Projekt erfolgreich fertiggestellt habe und ich das Ergebnis sehe. Das ist ein sehr gutes Gefühl. Dadurch bekomme ich neuen Auftrieb und Schwung für das nächste Projekt.

Beispiel 2: Ich habe mich für diesen Beruf entschieden, weil ich Menschen helfen möchte. Ein lächelndes Gesicht und das Wissen, dem Menschen etwas Gutes getan zu haben, motivieren mich sehr.

Beispiel 3: Ich probiere gerne neue Dinge aus. Deshalb motiviert es mich sehr stark, wenn ich den Freiraum und das Vertrauen dafür erhalte.

Wie reagieren Sie, wenn Sie in der Arbeit von jemandem kritisiert werden?

Was möchte der Personaler wissen: Schätzen Sie sich selbst als kritikfähig ein? Wie gehen Sie mit Kritik um? Welches Bild haben Sie von sich selbst?

Grundaussage Ihrer Antwort: Ich möchte Konflikte aktiv lösen und schlichten.

Nicht: Sich selbst als unfehlbar darstellen oder so tun, als ob Kritik absolut nie ein Problem ist.

Beispiel: Ich versuche, die Kritik nicht persönlich zu nehmen, sondern mich zuerst zu fragen, ob sie gerechtfertigt ist. Dann suche ich nach Wegen, die Kritik bei meinem neuen Lösungsansatz zu beachten und mich noch einmal final mit der Person abzustimmen. Wenn man gut kommuniziert, kommt man nach meiner Erfahrung immer zu Ergebnissen, die beide Seiten zufriedenstellen.

Ähnliche Fragen: Wie gehen Sie mit Konflikten in der Arbeit um?

Wie gehen Sie im Arbeitsalltag mit Fehlern um?

Was möchte der Personaler wissen: Wie reagieren Sie, wenn Sie in der Arbeit einen Fehler machen?

Grundaussage Ihrer Antwort: Ich versuche, ihn zu beheben und mir zu überlegen, wie ich ihn in der Zukunft vermeiden kann.

Nicht: Sich selbst als unfehlbar darstellen.

Beispiel: Natürlich versuche ich in erster Linie, Fehler zu vermeiden. Wenn mir ein Fehler unterläuft, suche ich zuerst das Problem, um es schnellstmöglich zu beheben. Dann überlege ich, wie ich diesen Fehler in Zukunft vermeiden kann.

Ähnliche Fragen: Was war Ihr größter Misserfolg und wie gehen Sie damit um?

Haben Sie noch Fragen?

Was möchte der Personaler wissen: Haben Sie sich im Vorfeld auf das Gespräch gut vorbereitet? Wie aufmerksam waren Sie während des Job-Interviews? Welche Informationen sind Ihnen besonders wichtig?

Grundaussage Ihrer Antwort: Ich habe mich mit der Position und dem Unternehmen auseinandergesetzt. Folgende Fragen habe ich als Bewerber nach dem bisherigen Gespräch.

Nicht: Keine Fragen stellen, Fragen stellen, die schon im Gespräch beantwortet wurden oder direkt nach Arbeitszeiten/Urlaubstagen/Gehalt fragen.

Beispiel: Das Gespräch hat mir schon viele Fragen beantwortet. Was mich außerdem noch interessiert: Bieten Sie in Ihrem Unternehmen Möglichkeiten zur Weiterbildung an? Wurde die Stelle neu geschaffen? Wer wird mich einarbeiten? …

Was sind Ihre Gehaltsvorstellungen?

Was möchte der Personaler wissen: Können wir Ihre Gehaltsvorstellungen nachvollziehen und bewegen Sie sich im Gehaltsrahmen des Arbeitgebers?

Grundaussage Ihrer Antwort: Ich habe mich darüber informiert, welche Bezahlung in der Branche für diese Position bei dieser Firmengröße gängig ist. Ich weiß, was ich und meine Leistung wert sind.

Nicht: Zu hoch pokern.

Beispiel 1: Ich habe mich über die branchenübliche Bezahlung für diese Stelle erkundigt – und dabei auch meine Berufserfahrung und zusätzlichen Kenntnisse berücksichtigt. Deshalb liegt meine Gehaltsvorstellung bei X Euro.

 Beispiel 2: Die branchenübliche Bezahlung liegt bei X-Y Euro. Ich bin mit einem Gehalt von Z Euro einverstanden, wenn Sie mit einer Fahrtkostenbeteiligung einverstanden sind und mich außerdem in Bezug auf regelmäßige Weiterbildungen unterstützen, die ich für diesen Job benötige und durch die ich dem Unternehmen noch nützlicher sein kann.

Beachten Sie auch, dass es Fragen im Bewerbungsgespräch gibt, die Sie nicht zwingend beantworten müssen.

Tags & Schlagwörter: Bewerbungsgesprächfragen im vorstellungsgesprächvorstellungsgespräch
    Cornelia Weidemann

    Autor Cornelia Weidemann

    Immer auf der Suche nach Neuigkeiten und glücklich mit der Welt, sobald die Hände die Tasten berühren: Cornelia schreibt über Menschen, die ihre Jobs lieben, über Events und Veranstaltungen und über Neues aus der HR-Welt.

    2 Kommentare

    1. Hallo zusammen, ich habe in der nächsten Woche ein Bewerbungsgespräch in einem Flugzeugwartung Unternehmen. Dabei hoffe ich, dass mir die Frage nach der Gehaltsvorstellung erspart bleibt. Ich habe Angst davor zu hoch zu pokern und deshalb eine Absage zu bekommen. WIe sind eure Erfahrungen? Wird man wegen einer falschen Einschätzung abgelehnt?

      1. Hallo,
        erst einmal viel Erfolg für das Bewerbungsgespräch kommende Woche!
        Am besten bereiten Sie sich auf die Frage nach der Gehaltsvorstellung vor, indem Sie das gängige Gehalt für den Beruf online recherchieren. Für eine realistische Gehaltsvorstellung spielen auch Ihre Berufserfahrung und der Standort bzw. die Größe des Unternehmens eine Rolle.
        Seien Sie ruhig selbstbewusst mit der Gehaltsvorstellung, die wird meistens sowieso noch etwas heruntergehandelt. Viel zu hoch pokern sollten Sie allerdings nicht. Eine unrealistische und viel zu hoch angesetzte Vorstellung könnte tatsächlich ein Grund sein, sich für einen anderen Kandidaten zu entscheiden.

        In diesem Artikel gibt’s noch mehr Tipps zum Thema Gehaltsvorstellung/Gehaltsverhandlung – wir hoffen, dass die auch nochmal weiterhelfen und Sicherheit geben: https://www.stellenanzeigen.de/blog/die-gehaltsverhandlung-im-vorstellungsgespraech/

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