Im Dezember hast du nur Absagen kassiert, obwohl du dich so richtig in die Jobsuche reingehängt hast? Deine Stimmung auf der Silvesterparty war etwas gedrückt, da du dir ernsthafte Sorgen um deine berufliche Zukunft machst? Möglicherweise konntest du es dir nicht einmal leisten, zum Jahreswechsel richtig auf die Pauke zu hauen, da du momentan arbeitsuchend bist und jeden Cent umdrehst? Klar ist das ein Unding, doch wer weiß – vielleicht war der eine oder andere Personaler einfach nur im Urlaub, hat sich deine Bewerbung jedoch für Anfang Januar vorgemerkt.

Ein Hinweis vorweg: Findest du eine spannende Stellenanzeige, dann ist klar, dass du die Initiative ergreifst, egal welcher Monat gerade ist. Planst du jedoch eine Initiativbewerbung, kann es Sinn machen, strategisch klug zu handeln, indem du den richtigen Zeitpunkt wählst.


Wie stehen die Chancen im…

…Januar?

Neujahr ist da, du sitzt auf glühenden Kohlen und bist jeden Tag enttäuscht, wenn sich in deinem E-Mail-Postfach wieder keine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch findet? Wenn die Heiligen Drei Könige in deinem Bundesland zu den Feiertagen gehören, dann warte am besten ab, bis dieser Tag vorbei ist, denn bis dahin haben zahlreiche Personen Urlaub.

Im Januar sind viele Menschen hochmotiviert und wollen im neuen Jahr alles besser machen. Das ist ein Grund, warum in diesem Monat zahlreiche Bewerbungen verschickt werden. Folgerichtig kannst du damit rechnen, dass an der von dir angestrebten Position nicht wenige andere Personen interessiert sind.


…Frühjahr?

In der Zeit vor der Sommer- und damit der Hochsaison in den Bereichen Gastronomie, Tourismus und Baugewerbe werden entsprechende Arbeitskräfte händeringend gesucht. Zu diesem Zeitpunkt hast du auch dann sehr gute Chancen, wenn du erstmals in einen dieser Bereiche einsteigen willst.

In vielen anderen Branchen herrscht kurz vor dem Sommer eine Flaute. Im sogenannten Sommerloch geht die Auftragslage zurück, und auch Personalverantwortliche nehmen in dieser Zeit gern ihren Jahresurlaub.


…November?

Im November werden jede Menge Stellen ausgeschrieben. Gleichzeitig bewerben sich in diesem Monat relativ wenige Menschen auf Jobs. Aus diesem Grund hast du als Bewerber nun besonders gute Chancen.

Bewerbungen richtig planen
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Dein persönlicher Bewerbungskalender

Wer bereits seit längerer Zeit auf der Suche nach einem Job ist und langsam den Überblick über die Zahl der Bewerbungen verloren hat, wird dieses Gefühl kennen: Was passiert, wenn ein Unternehmen sich an meine letzte Bewerbung erinnern kann und mich im Vorstellungsgespräch darauf anspricht? Bei manchen Firmen ist es üblich, dass der Bewerber bei einer Online-Bewerbung die Frage beantworten muss, ob, wann und um welche Stelle er sich denn das letzte Mal bei diesem Unternehmen beworben hätte. Viele Menschen können sich zwar noch genau an den Monat und das Jahr der Bewerbung erinnern, doch was ist, wenn du es zeitlich gar nicht mehr einschätzen kannst? Auch die korrekte Stellenbezeichnung ist ein Detail, das häufig innerhalb kurzer Zeit in Vergessenheit gerät, insbesondere dann, wenn man sich auch bei anderen Firmen beworben hat.

Um einer solchen Situation vorzubeugen, macht es in Zeiten der Arbeitssuche Sinn, sich beispielsweise eine Excel-Datei zu erstellen, in der du alle Bewerbungen auflistest. Am übersichtlichsten wird ein solches Sheet, wenn du die Namen der Arbeitgeber alphabetisch sortierst. Neben den Firmennamen notierst du das Datum deiner Bewerbung sowie die Bezeichnung der Position.

So können sich beispielsweise deine Bewerbungsversuche bei Zeitarbeitsfirmen häufen, und wenn der Firma auffällt, dass du dich relativ ziellos auf die unterschiedlichsten Stellen bewirbst, kannst du schnell den Eindruck eines Spammers machen. Eine wichtige Funktion des Bewerbungskalenders besteht daher auch darin, eine zu große Masse an Bewerbungen bei einem bestimmten Arbeitgeber zu verhindern.


Fazit

Plötzlich ist er da, der Traumjob, und im Nachhinein bist du für die eine oder andere Absage dankbar, die du für weniger interessante Positionen erhalten hast. Die meisten Stellen können zu jeder Zeit des Jahres vakant werden. Deshalb gilt für dich die folgende Devise:

Wenn du dich gern beruflich verändern möchtest, dann halte permanent deine Augen offen, um keine spannende Stellenanzeige zu verpassen!

Die besten Karten hast du natürlich, wenn du nicht unter finanziellem Druck stehst, sodass du dich in aller Ruhe auf die Suche nach deinem Traumjob machen kannst und keine Kompromisse eingehen musst, die dich nur kurzfristig zufriedenstellen.

Anders sieht die Sache wiederum mit saisonalen Stellen aus. Solltest du arbeitsuchend sein, kann dich ein Saisonjob im Sommer oder zur Weihnachtszeit für einen anderen Arbeitgeber interessanter machen. Und wer weiß – vielleicht stellt der jeweilige Betrieb ja während einer solchen Aushilfstätigkeit fest, dass er dich doch noch anderweitig einsetzen könnte.

Durch ein Tracking deiner Bewerbungen in einem Bewerbungskalender kannst du unangenehme Situationen vermeiden und behältst stets einen guten Überblick. Um deinen Erfolg bei deiner Jobsuche letztendlich zu maximieren, ist es jedoch wichtig, dass du dir nach jeder Absage die Frage stellst: „Was könnte ich noch besser machen?“ Das bedeutet in der Praxis, dass du für dich Selbstverständliches hinterfragen musst: Optimiere deinen Lebenslauf, feile an deinem Anschreiben, und nimm deine einzelnen Arbeitszeugnisse einmal genauer unter die Lupe.

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