Der Einstellungstest – ein wichtiger Schritt zum neuen Job

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Wie gut bist du für deinen Wunschjob geeignet? Der Einstellungstest oder auch Eignungstest wird von Unternehmen gerne genutzt, um genau das zu prüfen. Wichtig: Wenn du dich beworben hast und von einem Unternehmen ein positives Feedback erhältst, achte darauf, ob es sich um eine Einladung zum Gespräch oder zu einem Test handelt. Was es mit dem Test auf sich hat, wie du dich vorbereiten kannst und was hier von dir erwartet wird, erklären wir dir hier.

Was verbirgt sich hinter einen Einstellungstest?

Ziel eines Einstellungstests ist es, die Fähigkeiten der Bewerber zu testen. So kann das Unternehmen entscheiden, ob du wirklich zu dem Job passt. Hier stehen nicht nur deine fachlichen Kenntnisse im Fokus. Für den potenziellen Arbeitgeber ist auch die Frage interessant, inwieweit du mit deinen persönlichen Eigenschaften überzeugen kannst.

Der Test ist nicht zu verwechseln mit dem Assessment Center, wobei es trotzdem einige Ähnlichkeiten gibt. Bei einem Assessment Test wird vor allem geprüft, inwieweit du mit deiner fachlichen Kompetenz überzeugen kannst. Bei einem Einstellungstest ist das komplette Paket wichtig.

Oft werden diese Tests angesetzt, wenn du schon in einer besonders engen Bewerber-Auswahl bist. Teilweise werden sie sogar erst nach dem Vorstellungsgespräch durchgeführt. Besonders spannend ist der Aspekt, dass die einzelnen Abschnitte im Test unterschiedlich ausfallen können – abhängig von der Branche. Klassisch sind Abschnitte wie:

  • Persönlichkeitstest
  • Sporttest
  • Intelligenztest
  • Allgemeinwissenstest
  • Kreativitätstest
  • EQ-Test
  • Mathematiktest
  • Sprachtest

Für das Unternehmen ist der Einstellungstest eine gute Möglichkeit, mehr über dich zu erfahren. Du kannst meistens davon ausgehen, dass die Fragen und Tests auf den Informationen aufbauen, die du in deinem Lebenslauf und deiner Bewerbung angegeben hast.

Das Bewerbungsverfahren unterscheidet sich von Firma zu Firma. Dies gilt auch für den Test. So besteht die Option, dass ein Online-Einstellungstest durchgeführt wird, der sehr gerne auch dem Assessment-Center zugeordnet wird. Dieser Online-Test ist besonders beliebt, da er für eine Firma besonders einfach umzusetzen und auch für den Bewerber von Vorteil ist. Außerdem ist die Anzahl der Bewerber besonders groß und die Unternehmen können auf diese Weise eine Vorauswahl treffen.

Wenn es jedoch um einen klassischen Einstellungstest geht, kannst du eigentlich davon ausgehen, dass hier keine Online-Tests durchgeführt werden. Hier wirst du meist direkt zum Eignungstest in die Firma eingeladen.

Ein Eignungstest wird besonders oft bei Positionen durchgeführt, bei denen Fachkräfte oder auch Führungskräfte gesucht werden. Dies hängt damit zusammen, dass die Bereiche ein besonders verantwortungsvolles Handeln erfordern. Aus diesem Grund setzen sich die Tests auch aus mehreren Abschnitten zusammen. Eine gute Vorbereitung ist wichtig, damit du optimal abschneiden kannst.

Der Einstellungstest für die Ausbildung

Ein Eignungstest kann übrigens auch dann angesetzt werden, wenn du dich für einen Ausbildungsplatz bewirbst. Ein gutes Beispiel sind hier die Bewerbungen für eine Ausbildung bei der Polizei oder bei der Feuerwehr sowie bei der Bundeswehr. In diesen Bereichen wird eine Kombination aus emotionaler Intelligenz, Allgemeinwissen und auch Sportlichkeit von dir gefordert. Längst nicht jeder Bewerber ist daher für die Berufe geeignet. Damit sich die Ausbildungsbetriebe Zeit sparen, gehört der Eignungstest zu einer der ersten Stationen im Bewerbungsprozess. Umso wichtiger ist die Vorbereitung und dies gilt nicht nur für die sportliche Kondition. Auch in Bezug auf dein Allgemeinwissen ist es hilfreich, noch ein wenig zu üben und so bei einem Eignungstest bestehen zu können.

Varianten: Das kann dich bei einem Einstellungstest erwarten

Du bist zu einem Einstellungstest geladen und stellst dir nun die Frage, wie du optimal dafür üben kannst? Es ist natürlich immer gut, sich aktuelle Themen anzusehen und so die Allgemeinbildung zu festigen. Das ist aber längst nicht alles. Die Vorbereitung hilft dir dabei, deine Kenntnisse aufzufrischen und selbst noch einmal zu prüfen, welche Fähigkeit dich für den Job prädestiniert. Sie zeigt auch, woran du vielleicht noch arbeiten musst, um erfolgreich durch den Test zu kommen und deine Eignung zu beweisen. Wir haben dir einen Überblick über die verschiedenen Varianten zusammengestellt, die dich bei einem Test erwarten können. Optimal ist es, auf alle vorbereitet zu sein.

Persönlichkeitstests zum näheren Kennenlernen

Niemand möchte gerne mit einem Menschen zusammenarbeiten, den er nicht einschätzen kann. Daher spielen die Persönlichkeitstests eine sehr wichtige Rolle, wenn es um ein Vorstellungsgespräch und um die engere Auswahl bei den Bewerbern geht. Im Assessment-Bereich sind Persönlichkeitstests auch zu finden, verstärkter wird jedoch im Einstellungstest darauf eingegangen. Die nachfolgenden Testvarianten gehören zu diesem Bereich:

Der EQ-Test zur Prüfung deiner emotionalen Intelligenz

Bei einem Beruf spielt nicht nur die fachliche Eignung eine wichtige Rolle. Die emotionale Intelligenz ist vielen Unternehmen heute ganz besonders wichtig. Sie legen großen Wert darauf, dass ihre Mitarbeiter in diesem Bereich gut abschneiden und teamfähig und empathisch sind.

Warum ist das so? Die persönliche Stimmung und die eigenen Gefühle beeinflussen dein Handeln täglich. Schlechte Laune zum Beispiel mag menschlich sein. Schwierig wird es nur, wenn du sie nicht in den Griff bekommst und an deinen Kunden auslässt.

Im EQ-Test geht es aber nicht nur um deine Befindlichkeiten und die Frage, wie gut du mit diesen umgehen kannst. Es ist auch wichtig, wie sehr du die Gefühle und die Wünsche und Bedürfnisse von anderen Menschen aufnehmen kannst.

Bewirbst du dich auf eine Führungsposition, kannst du eigentlich sicher sein, dass in einem Eignungstest deine emotionale Intelligenz geprüft wird. Die Personalverantwortung, die du in diesem Bereich hast, setzt eine sehr hohe emotionale Intelligenz voraus. Denn in dieser Position ist es besonders wichtig, auf die Team-Mitglieder einzugehen und ihre Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen. Es ist die solideste Basis für eine gute Zusammenarbeit und ein motiviertes Team.

Inwieweit die Ergebnisse aus einen EQ-Test in die Bewertung und Einschätzung deiner Person einfließen, hängt von dem jeweiligen Arbeitgeber ab. Grundsätzlich kannst du aber davon ausgehen, dass ihnen durchaus eine große Bedeutung beigemessen wird. Nun denkst du vielleicht, dass eine Vorbereitung auf einen EQ-Test nicht unbedingt möglich ist. Wie will man schließlich üben, seine Emotionen in den Griff zu bekommen oder die Bedürfnisse von anderen Menschen zu lesen? Dennoch kannst du hier durchaus die eine oder andere Übung einbauen. Dafür ist wichtig zu wissen, worauf bei einem EQ-Test geachtet wird:

  • Wie nimmst du deine eigenen Gefühle wahr?
  • Wie schaffst du es, dich selbst zu beruhigen?
  • Wie gehst du damit um, wenn du gereizt bist, Angst oder auch Sorgen hast?
  • Wie kannst du deine Emotionen möglichst positiv umsetzen?
  • Wie nimmst du die Gefühle anderer Menschen wahr und wie gehst du mit diesen um?

In der Vorbereitung ist es wichtig, dich ehrlich mit dir selbst zu beschäftigen. Online gibt es zahlreiche verschiedene Tests, mit deren Hilfe du mehr über dich selbst herausfinden kannst. Ein gutes Beispiel hierfür ist ein klassischer Test, der zeigt, wie hoch deine emotionale Intelligenz ist, wo du Schwächen hast und wo deine Stärken liegen. Deine Schwächen ist es, die Gefühle anderer Menschen wahrzunehmen? Dann übe das gemeinsam mit deinen Freunden. Bitte sie, mit dir ins Gespräch zu gehen und versuche, ihre Emotionen wahrzunehmen. Das ist der erste Schritt, um den EQ-Test erfolgreich hinter dich bringen zu können.

Interessant: Auch deine Selbsteinschätzung spielt bei diesem Test eine Rolle. Wie siehst du dich selbst? Anhand deiner Antworten vergleichen Personaler, ob sie dich ebenfalls so sehen und ob sie mit deiner Einschätzung konform gehen. Sollte das nicht der Fall sein, kann sich dies negativ auf deine Chancen auswirken.

Kommunikationsfähigkeit, Motivation und Zuverlässigkeit: im Test geprüft

Was ist ein einem Job wichtig? Eine gute Motivation, durch die du deine Arbeite gerne machst und erfolgreich bist. Ebenso wichtig ist aber auch Zuverlässigkeit. Dies bedeutet unter anderem effizientes Arbeiten, aber auch, Aufgabenbereiche mehrfach in die Hand zu nehmen und zu prüfen, ob du sie wirklich richtig umgesetzt hast.

Unter den klassischen Persönlichkeitstests gibt es einen Test rund um deine Motivation. Wie genau dieser aussieht, hängt natürlich von dem Unternehmen ab und auch davon, ob du dich um eine Ausbildung, ein (duales) Studium oder eine feste Stelle bewirbst. Klar, deine Motivation sollte idealerweise in allen abgefragten Bereichen gleich hoch sein. Allerdings ist es im Bewerbungsverfahren se spannend zu erfahren, wie du dich motivierst, was deine Motivation ist und was du in der Vergangenheit bereits geschafft hast – dank deiner Motivation. Typische Fragen in den genannten Bereichen rund um deine Persönlichkeit sind:

  • „Wie wichtig ist Ihnen Teamarbeit?“
  • „Was ist Ihre Motivation in diesem Beruf?“
  • „“Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?“
  • „Was passiert, wenn Sie eine Aufgabe nicht pünktlich schaffen?“
  • „Wie gehen Sie mit einem Fehler um, der Ihren Kollegen unterläuft?“

Bei der Betrachtung der Fragen fällt eines auf: Es gibt eigentlich keine falsche oder richtige Lösung gibt. Interessant bei diesen Einstellungstest-Fragen sind deine Reaktionen und, folgend daraus, deine Intentionen. Die beste Vorbereitung ist also, die genannten Fragen aufzugreifen und zu überlegen, was du darauf antworten würdest. Schreibe deine Antworten auf und versuche dann, sie aus Sicht eines Arbeitgebers zu sehen. Wie würden dir diese Antworten als Recruiter bei einem Einstellungstest gefallen?

Der spannende Nebeneffekt bei diesen Vorarbeiten: Du lernst sehr viel über dich selbst und über deine Persönlichkeit.

Intelligenztests im Detail

In einem sogenannten Intelligenztest werden unterschiedliche Bereiche abgeprüft, die bei deiner Einstellung beziehungsweise für deinen neuen Job wichtig sind. Normalerweise prüft die Firma hier vorab, welche der Testvarianten am besten zu der Stelle passen, für die du als Bewerber in die engere Auswahl kommst. Wir haben für dich zusammengestellt, welche Verfahren im Bereich der Intelligenztests gängig sind:

Logisches Denken als Teil eines Einstellungstests

Logisches Denken ist oft ausschlaggebend für den eigenen beruflichen Erfolg. Spannenderweise ist dieser Teil des Tests von vielen Bewerbern besonders gefürchtet. Warum ist das so? Viele Menschen gehen davon aus, dass sie nicht gut logisch Denken können.

Vielleicht erinnerst du dich noch an deine Mathestunden in der Schule. Hier wurden dir Aufgaben gestellt, die sich nur mit logischem Denken haben lösen ließen. Aufgaben dieser Art kannst du in diesen Einstellungstests auch wieder erwarten. Es handelt sich dabei aber nicht um klassische Matheaufgaben, sondern vielmehr um Aufgaben, die deine Resistenz gegenüber Stress testen sollen. Ein solcher Test wurde also in erster Linie dafür entwickelt, um zu zeigen, wie gut du mit Stress umgehen kannst.

Das Gute daran: Du kannst genau diese Aufgaben in aller Ruhe vorbereiten und immer wieder durchgehen. Meist erkennst du dabei bereits ein Schema. Online gibt es verschiedene Tests, die du machen kannst. Die richtige Lösung wird dir dann angezeigt und du kannst prüfen, wo dein Fehler lag. Ein typisches Beispiel für diesen Bereich ist:

„2 6 15 31 ?

Welche Lösung ist richtig: 36, 44, 58, 56, Keine“

Das Ergebnis ist hier 56. Wie kommst du auf die Lösung?

6 – 2 = 4 = 2×2

15 – 6 = 9 = 3×3

31 – 15 = 16 = 4×4

56 – 31 = 25 = 5×5

Ein guter Tipp ist es in diesem Fall also, möglichst um die Ecke zu denken. Schau dabei, dass dir die Zeit nicht im Nacken sitzt. Stehen mehrere Fragen zur Verfügung und du siehst, dass die Zeit rennt? Dann kannst du auch eine der Aufgaben erst einmal zur Seite schieben und eine andere bearbeiten. In manchen Firmen zeigst du besser, dass du in der vorhandenen Zeit möglichst viele Aufgaben lösen möchtest, als deutlich zu machen, dass du dich in einer Aufgabe verbeißt.

Bevor du in das Auswahlverfahren gehst, solltest du unbedingt Aufgaben rund um dieses Aufgabenfeld üben. Dies hat für dich den Vorteil, dass du mehr Sicherheit bekommst und in diesem Zusammenhang auch merkst, welche Aufgaben dir liegen. Im Test selbst kannst du dann prüfen, ob eine oder auch mehrere der Aufgaben schnell und einfach für dich zu lösen sind. Greife dann auf diese zurück.

Kreativität im Fokus beim Test

In einigen Firmen und Bereichen spielt die Kreativität eine wichtige Rolle, in anderen weniger. Du weißt, dass in deinem Job viel Kreativität gefordert ist? Dann solltest du dich auch auf kreative Tests vorbereiten.

Kreatives Schreiben oder auch Zeichnen sind zum Beispiel besonders häufig ein Teil der Testverfahren. Hier musst du keine Fragen beantworten, sondern Aufgabenstellungen effektiv umsetzen. Du bekommst normalerweise ein Thema und kannst dann deiner Kreativität freien Lauf lassen. Dabei geht es besonders darum, zu sehen, wie schnell und gut du innerhalb einer kurzen Zeit dein kreatives Können abrufen und umsetzen kannst. Bereite dich also darauf vor, indem du dir zu verschiedenen Themen, die im neuen Job auftreten könnten, mögliche Lösungen überlegst. Zwar kannst du dich thematisch nicht direkt vorbereiten, gehst aber gestärkter in die Aufgabenstellung hinein.

Wichtig: Gerade in Bezug auf dein Sprachgefühl kommen mehrere Testvarianten in Frage. Es kann einen Test geben, bei dem du einfach nur etwas schreiben sollst. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass kleine Wortspiele in den Fokus gestellt werden. Vielleicht musst du Synonyme benennen oder auch Sätze umstellen.

Sprachliche Prüfungen bei einem Einstellungstest

Gerade dann, wenn du im Arbeitsleben regelmäßig mit Kunden oder auch anderen Unternehmen kommunizieren musst, können auch sprachliche Prüfungen im Einstellungstest auftreten. Diese setzen sich zusammen aus Fragen rund um die Rechtschreibung und die Grammatik, dem Verfassen von E-Mails oder auch Statements sowie der Anfertigung von Sachtexten. Teilweise wird auch alles mit einer Prüfung abgegolten. So kann die Firma feststellen, wo deine Stärken und deine Schwächen liegen und ob du weißt, wie geschäftliche Korrespondenzen geführt werden.

Die sprachlichen Prüfungen können sich übrigens auch auf deine Aussprache beziehen. Ein Dialekt kann hinderlich sein, wenn du Telefongespräche und Kundengespräche führen musst. Für eine gute Vorbereitung kannst du also schon einmal selbst ein paar Briefe verfassen, die einen Bezug zu deinem gewählten Beruf haben. Auch im Assessment-Bereich sind Fragen möglich, die deine sprachlichen Qualitäten prüfen.

Übrigens: Nicht immer bemerkst du, dass du dich gerade in einem sprachlichen Test befindest. Teilweise erfolgt die Bewertung deiner Aussprache auch direkt im Vorstellungsgespräch. Hier machen sich die Personaler Notizen dazu, was ihnen bei deiner Aussprache und deiner Wortwahl auffällt. Zwar ist Nervosität hier oft ein Auslöser dafür, in einen Dialekt zu fallen, das solltest du aber vermeiden. Ein Tipp ist es daher, vor einem Bewerbungsgespräch oder einem Einstellungstest ein solches nachzustellen und zu schauen, welche Fragen bei dir für Unsicherheit sorgen. Viele Einstellungstest-Fragen, die häufig auftreten, kannst du auch im Internet finden. Wir fassen sie für dich aber weiter unten noch einmal zusammen.

Wissenstest: Zeig, was du kannst

Wissen ist die wohl wichtigste Grundlage, um im Bewerbungsprozess für einen Job zu überzeugen. Bewerber, die kein fundiertes Wissen in verschiedenen Bereichen mitbringen, sind für eine Firma nicht interessant. Bestimmt stellst du dir die Frage, was dich hier erwarten kann. Daher stellen wir dir hier die einzelnen Tests näher vor:

Mathematik im Eignungstest

Vielleicht gehört Mathematik zu den Bereichen, in denen du dich zu Hause fühlst. Vielleicht ist es aber auch ein Thema, das du am liebsten hinter dir lassen möchtest. Meist macht die Mathematik auf jeden Fall einen Teil der Einstellungstests aus, auch wenn sie in einem Vorstellungsgespräch eher nicht aufgegriffen wird. Dennoch kann dein mathematisches Verständnis für die Einschätzung, ob du für den Job geeignet bist, wichtig sein. Hier sind sehr viele unterschiedliche Aufgaben möglich. Üblich sind beispielsweise Varianten aus den folgenden Bereichen:

  • Rechnen
  • Wahrscheinlichkeitsrechnung
  • Geometrie
  • Sachaufgaben
  • technisches Zeichnen

Bei der Auswahl der Testfragen, wird sich der potenzielle Arbeitgeber vermutlich daran orientieren, welche Aufgaben dich in deinem Job erwarten:

  • In der Buchhaltung kannst du davon ausgehen, dass Rechenaufgaben aufgegriffen werden.
  • Technisches Zeichnen erwartet dich dagegen, wenn du in einem Architekturbüro arbeiten möchtest.
  • Aber auch eine Kombination aus allen Varianten ist möglich.

Auf der sicheren Seite bei einem Einstellungstest bist du dann, wenn du davon ausgehst, dass dich alle Übungen erwarten. Bereite dich also möglichst umfangreich auf einen mathematischen Test vor. Bestimmt findest du dafür noch Zusammenstellungen aus den letzten Jahren deiner Schulzeit. Aber auch im Internet gibt es zahlreiche mathematische Aufgaben, die bei der Vorbereitung helfen können.

Unser Tipp: Gehst du auf die Suche nach passenden Testaufgaben? Dann achte auch darauf, dass dir die Lösungen zur Verfügung stehen. Idealerweise sollte der ganze Lösungsweg aufgezeigt werden. Nur dann kannst du auch nachvollziehen, wenn du etwas falsch gemacht hast und woran es gelegen hat.

Auch dein technisches Verständnis kann übrigens eine Rolle spielen. Das technische Verständnis ist zwar nicht unbedingt im mathematischen Bereich angesiedelt, zählt aber hier mit hinein.

Allgemeinbildung als wichtiger Faktor bei einem Einstellungstest

Allgemeinwissen ist sehr gefragt. Aktuelle Themen kennen und dazu etwas zu sagen haben – das erwarten viele Firmen von ihren Bewerbern.

Wie ist es um dein Allgemeinwissen bestellt? In vielen Einstellungstest sind Fragen zum Allgemeinwissen gängig. Sie können sich auf politische Themen beziehen, aber auch auf die Wirtschaft, Geografie oder vielleicht sogar Biologie. In der Regel haben sie einen Bezug zu deinem Berufsfeld, das ist aber nicht immer so.

Wie kannst du dich für diesen Teil wappnen? Lies die aktuellen Nachrichten und informiere dich eingehender, wenn dir etwas unklar ist. Oder du machst es auf die kreativere und lustigere Art: Frische dein Wissen mit einigen Spielen auf. Das funktioniert sehr gut. Vereinbare dafür einfach einen Spieleabend mit Freunden.

Zu diesem Teil des Tests kann übrigens auch das Berufswissen gehören. Dabei geht es unter anderem darum, wie gut du dich in deinem Aufgabenfeld auskennst. Interessant für ein Unternehmen sind aber auch allgemeine Fragen rund um deinen Beruf. Woher stammt er? Wie hat er sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte entwickelt? In welchen Bereichen ist er gefragt? Wie wird er sich möglicherweise in Zukunft entwickeln?

Deinem Lebenslauf kann entnommen werden, was du bereits für Weiterbildungen gemacht hast. Sei darauf vorbereitet, dass du vielleicht auch zu den Themen aus den Weiterbildungen etwas gefragt wirst.

Fremdsprachen – wie gut sprichst du eine Fremdsprache?

Dieser Testbereich wird normalerweise nur dann aufgegriffen, wenn in der Jobbeschreibung auch Fremdsprachen gefordert werden. Das ist heute schon in sehr vielen Berufszweigen der Fall. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, dein Fremdsprachen-Können zu testen: Es werden schriftliche und auch mündliche Verfahren eingesetzt. Gerade in einem Vorstellungsgespräch ist es zum Beispiel typisch, dass unangesagt zwischen den Sprachen gewechselt wird. Während du also gerade noch eine Frage auf Deutsch beantwortest, kann dir die nächste Frage auch schon auf Englisch gestellt werden.

Aber auch schriftliche Varianten werden sehr gerne genutzt. Bereits bei deiner Bewerbung gibst du normalerweise an, wie gut du die Sprache sprichst. In dem Zusammenhang werden dir vermutlich auch die Prüfungsfragen gestellt. Daher ist es wichtig, sowohl im schriftlichen als auch im mündlichen Bereich fit zu sein.

Der Sporttest – die körperliche Eignung beweisen

Schließlich gibt es auch noch den Sporttest. Bewirbst du dich für ein duales Studium im Management-Bereich, musst du damit eher nicht rechnen. Anders sieht es bei den Stellen aus, bei denen dein körperlicher Einsatz gefragt ist – zum Beispiel bei der Polizei oder auch bei der Feuerwehr.

Interessant ist hier, dass es dafür in den verschiedenen Bundesländern keine einheitlichen Vorgaben gibt. Informiere dich am besten vorab, welche Regelungen es in dem Bundesland gibt, in dem du dich um deinen neuen Arbeitsplatz bewirbst. Du kannst jedoch damit rechnen, dass einer der folgenden Aufgabenbereiche in deinem Sporttest vorkommt:

  • 2.000 bis 3.000-Meter-Lauf
  • Cooper-Test
  • Ausdauerlauf
  • Pendellauf
  • Bankdrücken
  • Hindernisparcours
  • Sprint
  • Klimmzüge
  • Liegestütze

Verfügst du über eine grundsätzliche Fitness, dürfte der Sporttest keine allzu große Herausforderung für dich sein. Viele Bewerber scheitern jedoch an den Ausdauerläufen. Während manche Aufgaben, wie das Bankdrücken oder auch die Klimmzüge und der Liegestütz, auf Kraft basieren, ist der Ausdauerlauf eine Sache der Übung. Wenn du deinen Körper vor dem Test trainierst, gehört die Ausdauer auf jeden Fall mit dazu. In deiner Einladung zum Test wird meistens explizit erwähnt, was im Sporttest von dir erwartet wird.

Unser Tipp: Wirst du zu einem Einstellungstest eingeladen, ist die Zeit oft zu kurz, erst dann mit dem Training zu beginnen. Planst du eine Karriere in Berufsbereichen, in denen Kopf und Körper gefordert werden? Dann beginne am besten schon frühzeitig mit einem ausgewogenen Trainingsplan und mach dich fit für den Job.

Diese Fragen treten im Einstellungstest besonders häufig auf

Im Einstellungstest werden einige Fragen gestellt, die auch in einem Bewerbungsgespräch vorkommen können. Da einige Unternehmen den Test direkt mit dem Gespräch kombinieren, solltest du dich auf die Fragen und ihre Beantwortung vorbereiten. Typische Fragen haben wir dir aufgeschrieben und mit Tipps versehen, wie du sie am besten beantworten kannst.

Beim Allgemeinwissen stehen verschiedene Punkte im Fokus. Unter anderem werden die folgenden Fragen häufig gestellt:

  • Welche Wirtschaftsordnung hat Deutschland?
  • Was ist unter dem Bruttonationaleinkommen zu verstehen?
  • Wann war der Mauerfall?
  • Was ist die Inflation?

Interessant sind für dich auch die Fragen, die sich auf dich persönlich beziehen. Auf diese kannst du dich sehr gut einstellen. Wir geben dir dafür ein paar Tipps:

  1. „Warum haben Sie sich von Ihrem letzten Arbeitgeber getrennt?“
    Hier kommt es darauf an, ehrlich zu sein, ohne dich selbst oder den früheren Arbeitgeber in einem schlechten Licht darzustellen. Wichtig ist, was in deinem Lebenslauf steht und wie die Trennung von deiner Firma war. Wurdest du gekündigt? Hast du gekündigt? Ist dein Vertrag ausgelaufen? Letzteres ist besonders praktisch, hier musst du dich nicht weiter erklären. Anders sieht es aus, wenn du gekündigt wurdest. Hier kannst du dich auf die Sozialauswahl berufen, sofern kein Fehlverhalten der Grund für die Kündigung war. In dem Fall ist Ehrlichkeit wichtig. Dabei sollte gleichzeitig die Reue im Raum stehen und deutlich werden, dass du daraus gelernt hast.
  2. „Was ist Ihr berufliches Ziel in fünf Jahren?“
    Das ist wohl eine der beliebtesten Fragen, die gestellt werden. Deine Antwort kann ganz besonders aufschlussreich sein. Hast du überhaupt einen Plan? Willst du hoch hinaus? Oder ist deine Ambition eher überschaubar gehalten? Beides kann gut oder auch schlecht sein. Gut ist es, wenn du mehrere Antwort-Alternativen an der Hand hast, auf die du zurückgreifen kannst.
  3. „Wie flexibel sind Sie?“
    Bei dieser Frage wäre es natürlich interessant zu wissen, wie sie gemeint ist. Es besteht ein Unterschied zwischen Flexibilität in Bezug auf Überstunden und Flexibilität in Bezug auf einen Umzug zugunsten der Firma. Daher kannst du auch ruhig nachfragen, bevor du antwortest. Es ist gut, wenn du dich flexibel zeigst. Du kannst aber auch durchaus darauf hinweisen, dass es gewisse Grenzen gibt.
  4. „Wie gut können Sie mit Kritik umgehen?“
    Diese Frage verführt dazu, einfach zu sagen, dass Kritik natürlich immer etwas Gutes ist, da man daran wachsen kann. Das mag zwar stimmen, allerdings ist es eigentlich klar, dass niemand wirklich gerne Kritik annimmt. Es macht dich sympathisch, wenn du das auch zugibst. Du kannst darauf verweisen, dass du immer versuchst, Kritik anzunehmen und konstruktiv umzusetzen.
  5. „Wie bilden Sie sich aktuell weiter?“
    Ideal ist es natürlich, wenn du dich stetig weiterbildest. Ist das nicht der Fall, kannst du das aber auch sagen und gleichzeitig aufzeigen, was deine nächsten Pläne sind. So machst du deutlich, dass du nicht der Meinung bist, bereits alles zu können und zu wissen. Gleichzeitig kannst du zeigen, dass du dir Gedanken darüber machst, wie du dein Wissen noch erweitern kannst – auch in Bezug auf deine berufliche Laufbahn und deine Karriere, die du anstrebst.

Hier findest du weitere Fragen im Vorstellungsgespräch sowie Tipps für ihre Beantwortung.

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