Karriereziele richtig setzen und erreichen

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Ein höheres Gehalt, ein notwendiger Jobwechsel oder eine hilfreiche Fortbildung: Ziele sind für Ihre Karriereplanung wichtig. Sie motivieren und helfen Ihnen, sich auf dem beruflichen Weg zu orientieren und zu strukturieren. Doch wie erreichen Sie die Ziele dann auch?

Karriereziele 2016 werden zu Karrierezielen 2017

In unserer letzten Umfrage wollten wir wissen: Haben Sie alle Ihre Karriereziele 2016 erreicht? Nur 18 Prozent unserer Umfrageteilnehmer antworteten mit einem klaren „Ja“. Der Großteil der Befragten nimmt die Ziele allerdings mit ins neue Jahr oder gibt zu, dass bei diesem Thema noch mehr geht.

Karriereziele 2016: Umfrage

Wie erreichen Sie Ihre Karriereziele?

Satte 82 Prozent aller Umfrageteilnehmer nehmen ihre Karriereziele mit ins neue Jahr. Da sind der innere Schweinehund oder andere Umstände dazwischengekommen. Wie schaffen Sie es, diesen ein Schnippchen zu schlagen und Ihre Karriereziele zu erreichen?
Wir haben Christian Richter von Karriereservice.de nach Tipps gefragt, wie man die Karriereplanung gezielt angehen kann. Folgende acht Empfehlungen hat er hierzu gegeben:

1. Ehrliche Bilanz ziehen

Im ersten Schritt überprüfen Sie, wo Sie gerade stehen: Über welche Fähigkeiten und persönlichen Stärken verfügen Sie? Leben Sie Ihr Potenzial bereits oder denken Sie, dass Sie es auf einer anderen Position besser ausschöpfen könnten? Überlegen Sie, was genau Sie verändern müssten, um zufriedener zu werden.

2. Karriereziele konkret formulieren

Die meisten guten Vorsätze – und eben auch Karriereziele – scheitern daran, dass man zu unspezifisch bleibt. „Nächstes Jahr will ich deutlich mehr verdienen!“ ist nicht so konkret wie „Bis spätestens Juni möchte ich mit meinem Chef über eine Gehaltserhöhung von 500 Euro verhandelt haben.“
Achten Sie bei der Formulierung Ihrer Ziele unbedingt auch darauf, ob sie realistisch umzusetzen sind. Wenn Sie jetzt noch zu den Berufseinsteigern gehören, wird es eher schwierig sein, Ende des Jahres bereits Abteilungsleiter zu werden.
Denken Sie auch über dieses Jahr hinaus: Wo wollen Sie in fünf oder sogar in 10 Jahren stehen? Welche Rahmenbedingungen müssten gegeben sein, damit Sie das Gefühl hätten, Ihre beruflichen Ziele erreicht zu haben? Auch hier ist es wichtig, Ihre Ziele spezifisch und konkret zu formulieren – am besten so, als wären sie bereits erreicht.

3. Zwischenziele definieren

Gerade wenn wir uns große Ziele setzen, geht uns unterwegs manchmal die Puste aus. Sich immer wieder neu zu motivieren fällt schwer, wenn das große Ziel immer noch in weiter Ferne liegt. Deshalb ist es so wichtig, sich in überschaubaren Zeitabständen Zwischenziele zu setzen. Diese dienen auch dazu, kritisch zu hinterfragen, ob die bisherige Linie noch stimmt oder ob Sie Ihren Kurs eventuell korrigieren müssen.

4. Erfolgsgewohnheiten etablieren

Wirklich erfolgreiche Menschen kennen die beiden Seiten der Gewohnheiten: Es gibt einerseits diejenigen, die uns daran hindern voranzukommen. Wer zum Beispiel täglich über eine Stunde lang prokrastiniert und in sozialen Netzwerken herumsurft, vergeudet Zeit. Andere nutzen diese Zeit besser, zum Beispiel um interessante Fachliteratur zu lesen oder ihr Zeitmanagement zu optimieren.
Wenn Sie also lernen, sich Gewohnheiten anzueignen, die Sie nach vorne bringen, steigt die Chance, dass Sie Ihre Karriereziele auch wirklich erreichen.

5. Prioritäten setzen

Wer sich viel vornimmt, erreicht auch viel? Das ist ein klassischer Denkfehler, denn wenn Sie versuchen, mehrere große Ziele gleichzeitig zu erreichen, führt das meist eher dazu, dass Sie sich überfordert fühlen und frustriert aufgeben. Bleiben Sie fokussiert und fragen Sie sich, was Sie Ihrem Ziel im nächsten Schritt am ehesten nahebringt. Gestalten Sie Ihre Arbeitsabläufe entsprechend und versuchen Sie, sich so wenig wie möglich ablenken zu lassen.

6. Netzwerke aufbauen und nutzen

Sie müssen übrigens nicht alles allein schaffen, im Gegenteil: Wer auf seinem Weg ein gutes Netzwerk aufbaut, dem werden viele Aufgaben leichter fallen, denn man unterstützt sich gegenseitig beim Erreichen seiner Ziele. Hinter vielen erfolgreichen Menschen steht ein gut eingespieltes Team aus Unterstützern aus unterschiedlichen Bereichen.

7. Rückschläge wegstecken

Auch bei bester Planung geht mal was schief oder es tun sich Widerstände auf, mit denen Sie nicht gerechnet haben. Kennen Sie den Unterschied zwischen Motivation und Willenskraft? Motiviert sind Sie, wenn Sie quasi von innen heraus handeln, weil Sie einfach Freude daran haben und es Sie beflügelt, Ihre Ziele zu erreichen. Aber für manche Aufgaben brauchen wir auch Willenskraft: Die wird nötig, wenn es schwierig oder kompliziert ist und alles gerade nicht so läuft, wie Sie sich das vorgestellt haben.
Erfolgreiche Menschen sind in der Lage, ihre Willenskraft zu aktivieren und erst recht weiterzumachen, wenn es mal nicht so rund läuft. Sie analysieren die Situation und lernen daraus. Und dann arbeiten sie weiter hin auf ihr Ziel.

8. Einen Plan B haben

Zu guter Letzt: Manchmal lässt sich ein Plan tatsächlich nicht umsetzen. Vielleicht haben sich die Umstände verändert oder in Ihrem Leben haben sich die Dinge anders entwickelt. Für diesen Fall ist es immer hilfreich, einen alternativen Plan zu haben – oder in der Lage zu sein, flexibel auf sich verändernde Gegebenheiten zu reagieren. Statt enttäuscht das Handtuch zu werfen, überprüfen Sie einfach, wie Sie mit dem bisher Erreichten neue Ziele anpeilen können und richten damit Ihren Fokus wieder aufs Handeln aus.

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