Ausbildung Automatenfachmann/-frau

Welche Tätigkeiten übernimmt ein/e Automatenfachmann/-frau während der Ausbildung?

In deiner Ausbildung zum Automatenfachmann oder zur Automatenfachfrau sorgst du dafür, dass Automaten unterschiedlicher Art und an unterschiedlichen Orten einwandfrei funktionieren. So erhalten Kunden auch das, wofür sie bezahlen. Du wartest, reparierst und stellst Süßigkeiten-, Getränke, Spiel- und Kaffeeautomaten auf und sorgst dafür, dass diese immer gefüllt sind.

Während deiner Ausbildung lernst du, wie man unterschiedliche Automaten richtig reinigt, pflegt und repariert. In diesem Zuge erklärst du deinen Kunden, wie die Automaten richtig bedient werden und wie sie bei kleineren Problemen selbst zur Hand gehen können. Darüber hinaus dokumentierst du das Konsumverhalten der Automatennutzer, um herauszufinden, wie oft die Automaten aufgefüllt werden müssen. Außerdem lernst du, wie man mit verschiedenen Softwares umgeht und bist vor Ort, wenn Automaten innerhalb von Werbeaktionen vorgestellt werden.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Automatenfachmann/Automatenfachfrau und wie ist der Ablauf?

Innerhalb von drei Jahren wirst du zum Automatenfachmann oder zur Automatenfachfrau ausgebildet. Deine praktischen Erfahrungen sammelst du in deinem Ausbildungsbetrieb, bei dem es sich im Regelfall um ein Unternehmen in der Automatenwirtschaft handelt. Hier lernst du, wie du Software richtig einsetzt oder wie Defekte beseitigt werden. Dein theoretisches Wissen erlangt du in der Berufsschule: Damit vervollständigst du dein Knowhow über die unterschiedlichen Automatenarten, sobald du deine Ausbildung abgeschlossen hast.

Unter besonderen Umständen ist es möglich, die Ausbildung auf zwei Jahre zu verkürzen. Das hängt jedoch immer von deinen Fähigkeiten, deinem Schulabschluss und vom Unternehmen ab.

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen um Automatenfachmann/Automatenfachfrau zu werden?

Um eine Ausbildung als Automatenfachmann oder als Automatenfachfrau absolvieren zu können, benötigst du in der Regel die Mittlere Reife. Wenn deine Noten entsprechend gut sind und du mit deiner Persönlichkeit überzeugen kannst, ist eine Ausbildung unter Umständen auch mit einem Hauptschulabschluss möglich. Ein Augenmerk wird dabei häufig auf die Fächer Mathematik, Informatik und Werken gelegt.

Wichtig ist darüber hinaus ein großes Interesse an der Automatenwirtschaft und Automaten jeglicher Art. Das Ausprobieren von neuer Software sollte dir Freude bereiten und auch der Umgang mit Kunden sollte etwas sein, was dir Spaß macht. Darüber hinaus ist es wichtig, dass du körperlich fit und belastbar bist. Häufiges Knien oder auf dem Rücken liegen gehören zu deinem Arbeitsalltag fest dazu. Auch Flexibilität ist hierbei notwendig, da du in diesem Berufsfeld nicht mit festen Arbeitszeiten rechnen kannst.

Wo kann ich nach meiner Ausbildung als Automatenfachmann/Automatenfachfrau arbeiten?

Nach Beendigung deiner Ausbildung arbeitest du in der Regel in einem Unternehmen der Automatenwirtschaft. Deine Arbeitsplätze sind dabei vielseitig, was aber auch bedeutet, dass du dich immer wieder auf neue Arbeitsorte und Kunden einstellen musst. Du arbeitest also unter anderem in Werkstätten, im Büro, in Verkaufsräumen oder bei Kunden vor Ort.




Was verdiene ich als Automatenfachmann/Automatenfachfrau nach meiner Ausbildung?

Nach deiner Ausbildung zum/ zur Automatenfachmann oder Automatenfachfrau hast du im Durchschnitt ein Gehalt von 33.403 Euro pro Jahr. Dein Anfangsgehalt liegt bei rund 30.174 Euro. Monatlich bekommst du also direkt nach deiner Ausbildung etwa 2.500 Euro – das ist im Vergleich zu vielen anderen Ausbildungsberufen ein recht gutes Gehalt. Je nach Unternehmen und Erfahrung kannst du später bis zu 37.318 Euro pro Jahr verdienen.

Welche Arbeitszeiten habe ich als Automatenfachmann/Automatenfachfrau?

Wenn du dich für eine Ausbildung zum Automatenfachmann oder zur Automatenfachfrau entscheidest, dann muss dir bewusst sein, dass feste und regelmäßige Arbeitszeiten in diesem Beruf eher selten sind. Stattdessen wirst du sehr flexibel eingesetzt und musst auch öfter am Wochenende oder sogar mitten in der Nacht arbeiten. Du kommst nämlich immer dann zum Einsatz, wenn ein Automat repariert oder eine Störung behoben werden muss. Unregelmäßige Arbeitszeiten und auch der Bereitschaftsdienst sind also an der Tagesordnung.

Gibt es Besonderheiten im Job als Automatenfachmann/Automatenfachfrau zu beachten?

So wie unregelmäßige Arbeitszeiten fest zu deinem Beruf gehören, gehört es für dich als Automatenfachmann oder Automatenfachfrau dazu, an ständig wechselnden Arbeitsorten tätig zu sein. Das bedeutet, dass du auch weitere Anfahrten in Kauf nehmen musst. Als Automatenfachmann oder Automatenfachfrau arbeitest du auch an viel befahrenen Bahnhöfen oder in lauten Hallen, so dass dir Lärm nichts ausmachen sollte. Bedenke, dass viele Automaten sich im Freien befinden, so dass es auch nass oder kalt werden kann. Eine feste Arbeitskleidung hast du in deinem Beruf dabei in der Regel nicht, deshalb ist wasserfeste und warme Kleidung zu empfehlen, zumindest in der kälteren Jahreszeit.

In deinem Beruf wirst du es immer wieder mit wechselnden Kunden zu tun haben. Du musst dich also stets auf neue Leute einlassen können und hierbei auch in Stresssituationen oder unter Druck freundlich und höflich bleiben.

Wie sieht meine Zukunftsperspektive als Automatenfachmann/Automatenfachfrau aus?

Angst, dass dir die Arbeit ausgehen könnte, brauchst du als Automatenfachmann oder Automatenfachfrau nicht zu haben. In Deutschland gibt es allein rund 270.000 Spielautomaten, 520.000 Getränke- und Snackautomaten, dazu noch Fahrkarten-, Bank-, Zigarettenautomaten und viele andere. Diese müssen regelmäßig gewartet und aufgefüllt werden, so dass es immer etwas zu tun gibt. Daher suchen viele Ausbildungbetriebe und Arbeitgeber nach neuen Auszubildenden: Aktuelle Stellenangebote für eine Ausbildung findest du auf stellenanzeigen.de.

Möchtest du dich nach deiner erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung weiterbilden, stehen dir dabei zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. So kannst du eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in absolvieren, und zwar im Bereich der Elektrotechnik mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik. Außerdem steht dir die Chance offen, dich selbstständig zu machen und als selbstständige/r Automatenbetreiber/in oder mit einem Franchiseunternehmen zu arbeiten.

Hast du eine Hochschulberechtigung, kannst du nach deiner Ausbildung den Bachelorstudiengang Mechatronik belegen, um deine Zukunftsperspektive noch weiter zu verbessern und die Karriereleiter hinaufzuklettern.