Ausbildung Arzthelfer/in

Wie lange dauert die Ausbildung zum Arzthelfer oder zur Arzthelferin und wie ist der Ablauf?

Arzthelfer oder Arzthelferinnen werden heutzutage meist als medizinische Fachangestellte bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen anerkannten Ausbildungsberuf, der durch die Ausbildungsverordnung in Deutschland geregelt ist. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und erfolgt in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb.

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen, um Arzthelfer oder Arzthelferin zu werden?

Wenn du gerne Arzthelfer oder Arzthelferin werden möchtest, solltest du einen mittleren Bildungsabschluss haben. Rein rechtlich ist zwar keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, jedoch besitzen in Deutschland 59% der neu eingestellten Arzthelfer und Arzthelferinnen einen mittleren Bildungsabschluss. Nur etwa 19% werden mit einem Hauptschulabschluss oder mit der Hochschulreife eingestellt.

Gibt es Besonderheiten im Job als Arzthelfer/in zu beachten?

Wenn du gerne Arzthelfer oder Arzthelferin werden möchtest, solltest du in den Fächern Biologie, Chemie, Mathematik und Deutsch ordentliche Noten vorweisen können. Biologie zeigt dein Interesse an den Naturwissenschaften und dein Interesse am menschlichen Organismus mit seinen Funktionen, Erkrankungen und Heilungsmöglichkeiten. Grundlagen in Chemie sind entscheidend für die Arbeiten, die du im Labor durchführen wirst. Da auch der Arzthelfer oder die Arzthelferin Abrechnungen für die Praxis durchführen muss, ist Mathematik ein wichtiges Fach. Für den Schriftverkehr, der mit Patienten, Pharmafirmen oder Versicherungen geführt werden muss, solltest du Deutsch in Sprache und Schrift sehr sicher beherrschen.

Ein Praktikum in einer Facharztpraxis, im Krankenhaus oder einer Rehaklinik als Arzthelfer oder Arzthelferin können dir sicher helfen, das Für und Wider bei der Entscheidung für diesen Beruf zu treffen. Außerdem ist es nie schlecht, wenn du bei einer Bewerbung in diesem Bereich bereits verschiedene Praktika vorweisen kannst. Du zeigst damit gesteigertes Interesse an diesem Beruf und kannst damit punkten, schon erste Erfahrungen gesammelt zu haben.

Auch die Anforderungen, die generell an dich gestellt werden, sind vielfältig. Du solltest sorgfältig und verantwortungsbewusst mit Arzneimitteln und dem Einhalten der Hygienevorschriften sein. Der Kontakt mit den Patienten sollte dir Spaß machen und du solltest Einfühlungsvermögen für die persönliche Situation Kranker entwickeln können. auch psychische Stabilität ist in diesem Beruf eine wichtige Voraussetzung. Du wirst immer wieder mit schweren Krankheiten oder Schicksalsschlägen von Patienten konfrontiert werden. Auch enger körperlicher Kontakt zu kranken Menschen sollte dir nichts ausmachen, da er bei vielen Untersuchungen nicht zu vermeiden ist. Sehr wichtig ist deine Verschwiegenheit, da auch für dich die Schweigepflicht beim Umgang mit Diagnosen oder Daten der Patienten gilt.

Wo kann ich nach meiner Ausbildung als Arzthelfer/in arbeiten?

In der Ausbildung als auch hinterher gibt es verschiedene Einsatzbereiche für dich als Arzthelfer oder als Arzthelferin. Zunächst arbeiten die meisten in den verschiedensten Artpraxen in allen Fachgebieten. Aber auch im Krankenhaus gibt es Arbeitsplätze für dich mit dieser Ausbildung genauso wie in anderen Organisationen im Gesundheitswesen. Betriebsärzte benötigen ebenfalls Arzthelfer und Arzthelferinnen, um ihre Praxis zu organisieren. Immer wieder gibt es auch freie Stellen in Laboren. Deine Arbeitsorte werden also vorwiegend Behandlungsräume und Labore sein. Aber auch am Empfang der Arztpraxis oder im Büro wirst du zahlreiche Aufgaben zu verrichten haben.

Welche Tätigkeiten übernimmt ein Arzthelfer oder eine Arzthelferin während der Ausbildung?

Auch die Aufgaben, die du als medizinische/r Fachangestellte/r zu erledigen hast, sind vielfältig. Sie reichen von der Terminvergabe an die Patienten über das Führen der Patientenakten und die Dokumentation von Untersuchungen. Du organisierst die Praxis in all ihren Abläufen und rechnest die Leistungen der Ärzte mit den Krankenkassen ab. Jedoch hast du auch viele Aufgaben direkt am und mit dem Patienten. Du darfst Verbände anlegen, Spritzen vorbereiten oder Blut abnehmen, damit dieses im Labor untersucht werden kann. Auch bestimmte Laborarbeiten darfst du durchführen. Zudem bist du für den Patienten ein wichtiger Ansprechpartner, wenn es um Vorsorge oder Nachsorge geht. Außerdem bist du für das Bereitlegen medizinischer Geräte und Schutzbekleidung für die Ärzte verantwortlich. Während deiner Ausbildung zum Arzthelfer oder der Arzthelferin lernst du zunächst mit Hilfe deines Ausbilders, die verschiedenen Arbeitsfelder kennen und assistierst ihm oder ihr bei den anfallenden Tätigkeiten. Im Laufe deiner Ausbildung kannst du selbst Terminabsprachen mit Patienten erledigen und Dokumentationen durchführen. Wenn du solide Kenntnisse erlangt hast, assistierst du den Ärzten bei den Untersuchungen und darfst selbständig Verbände anlegen oder Blut abnehmen. Am Anfang gehören natürlich auch Ordnungsaufgaben in den Behandlungszimmern, am Tresen oder den Büros zu deinen Aufgaben. Auch das Umsetzen der Hygienebestimmungen ist mit Sicherheit ein Teil deiner Arbeit.

Welche Arbeitszeiten habe ich als Arzthelfer/in?

Deine Arbeitszeiten richten sich natürlich nach den Öffnungszeiten der Praxis oder des Betriebes im Gesundheitssystem, indem du arbeitest. In manchen Institutionen wirst du eventuell zeitweilig im Schichtdienst arbeiten müssen. Die meisten Einrichtungen haben jedoch variierende Öffnungszeiten von 7:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Wie sieht meine Zukunftsperspektive als Arzthelfer/in aus?

Die Zukunftsaussichten für medizinische Fachangestellte sind wie in fast allen medizinischen Berufen sehr gut. In vielen Regionen Deutschlands gibt es mehr freie Stellen als Bewerber. Zudem ist es meist möglich, den Beruf des Arzthelfers oder der Arzthelferin auch in Teilzeit auszuüben. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, sich weiterzubilden oder nach bestandener Ausbildung ein fachgebundenes Studium, beispielsweise im Gesundheitsmanagement, aufzunehmen.

Was verdiene ich als Arzthelfer/in nach meiner Ausbildung?

Das Durchschnittsgehalt eines Arzthelfers oder eine Arzthelferin liegt in Deutschland bei 32760 Euro im Jahr. Starte einen Gehaltsvergleich.