Als stellenanzeigen.de-Kollege Tim (Name von der Redaktion geändert) die ersten Symptome einer ausbrechenden Krankheit verspürte, rechnete er noch nicht damit, dass er sich den gefürchteten Covid-19-Virus eingefangen hatte. Wie er den Krankheitsverlauf erlebte und was er daraus gelernt hat, verrät er uns exklusiv in einem Interview.

Es ist der 10. März, als Tim die ersten Symptome einer ausbrechenden Krankheit spürt. Als sein Fieber immer höher wird und bis auf 41,2 Grad ansteigt, fährt er sonntags in eine Notfallbereitschaftsklinik, vor welcher sich bereits vor der regulären Öffnungszeit zahlreiche Leute tummeln. Von den Krankenpflegern werden ihm fiebersenkende Mittel verabreicht und zusätzlich wird ihm Blut abgenommen. Da er die Frage, ob er zudem unter Husten oder Lungenschmerzen leiden würde, verneint, werden jedoch keine weiteren Tests durchgeführt. Aufgrund der Blutergebnisse vermuten die Ärzte außerdem eher einen bakteriellen Effekt und schicken Tim deshalb zum Auskurieren wieder nach Hause.

Doch in den nächsten Tagen verschlimmert sich sein Zustand und schließlich kommen weitere Symptome, wie starker Husten und schlimme Kopfschmerzen hinzu. Als Tim dann am Donnerstag einen Termin bei seinem Hausarzt hat, wird dort ein Nasenhöhlen-Rachen-Abstrich gemacht. Am darauffolgenden Montag kommen die Covid-19-Testergebnisse zurück: Tim ist positiv.

„Am Schlimmsten war der mentale Druck.“

Natürlich ist dies erstmal ein großer Schock. Zu den körperlichen Leiden kommt nun auch noch der mentale Druck und die Sorge hinzu, irgendjemanden angesteckt zu haben. Doch glücklicherweise erkrankt niemand aus seinem näheren Umfeld, da Tim sich bereits von Anfang an gründlich an die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen gehalten hat.

„Man sollte auf keinen Fall unterschätzen, wie hoch die Ansteckungsgefahr ist“, sagt Tim in unserem Interview. Er selbst war seit dem Beginn der Corona-Krise nur drei Mal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und ist ein einziges Mal einkaufen gewesen. Außerdem hat er regelmäßig Desinfektionsmittel verwendet und achtet generell sehr auf einen gesunden Lebensstil. Und trotzdem hat es ihn erwischt. Wo er sich angesteckt hat, bleibt unklar.

Auch wenn der Krankheitsverlauf schlimm war und Tim sehr viel körperliche und psychische Anstrengung gekostet hat, so sieht er dennoch auch etwas Positives an der Situation: Er ist sehr dankbar, dass er alles gut überstanden und nun das Schlimmste hinter sich hat! „Im Moment könnte ich gar nicht glücklicher sein.“

Corona Patient Tipps
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Tims persönliche Tipps

Im Rahmen eines firmeninternen Interviews hat Tim mit seinen Kollegen persönliche Tipps zum Umgang mit einer Covid-19-Infizierung geteilt. Diese möchten wir hiermit auch an unsere Leser weitergeben. Bitte beachtet, dass diese Empfehlungen auf der persönlichen Erfahrung von Tim basieren. Folgt in jedem Fall den Anweisungen eures Arztes.

  • Viel trinken: Trinken hilft dem Flüssigkeitsaustausch in der Lunge und ist deshalb extrem wichtig, um eine schnellere Genesung herbeizuführen. Am besten eignet sich stilles Wasser in Raumtemperatur. Auf süße Getränke sollte verzichtet werden, da der Zucker dem Körper nur zusätzlich schadet
  • Stimme schonen: Da die Lungen und die Stimmbänder sehr angegriffen werden ist es ratsam, seine Stimme zu schonen und so wenig wie möglich zu sprechen.
  • Trockenkost essen: Trockenes Brot fördert ebenfalls den Flüssigkeitsaustausch und den Speichelfluss und regt den Durst an.
  • Bewegung: Auch wenn man sich während dem Infekt sehr schwach und kraftlos fühlt ist es wichtig, den Kreislauf anzukurbeln, sobald man dazu wieder in der Lage ist. Es reicht auch schon, wenn man die normalen Haushaltstätigkeiten langsam wieder aufnimmt, um ein bisschen in Bewegung zu bekommen.
  • Fieber aushalten: Dass Tim zu Beginn des Krankheitsausbruchs fiebersenkende Mittel genommen hat, sieht er nun als großen Fehler. Der Körper versucht den Virus durch das Fieber zu bekämpfen, weshalb es ratsam ist, das Fieber ein paar Tage auszuhalten, damit man dadurch eine schnelle Verbreitung des Virus im Körper eindämmt.

Respekt an die Situation: Das rät Tim seinen Kollegen 

Tim: „Geratet bitte nicht in Panik, denn ich habe gemerkt, dass die mentale Gesundheit sehr stark meine körperliche Gesundheit beeinflusst hat. Bitte nehmt das nicht auf die leichte Schulter. Tretet dem Ganzen mit Respekt anstatt mit Furcht und Paranoia gegenüber. Ich appelliere an alle, dass das, was ich durchgemacht habe, schon schlimm genug war und man froh sein kann, jedem weiteren Menschen auch nur das Risiko, denselben Verlauf zu haben wie ich oder Schlimmeres, zu ersparen.“

Tim ist nun auf dem Weg der Genesung und bis auf den Reizhusten wieder nahezu symptomfrei. Tatsächlich ist er sogar schon wieder für stellenanzeigen.de aus dem Home-Office im Einsatz. Dieser Mann ist einfach nicht zu bremsen!

Wir sind sehr froh, dass unser Kollege den Infekt so gut überstanden hat und danken ihm herzlich für seine Offenheit, das nette Gespräch und die vielen wertvollen Tipps!