Studentenjobs – So holst du das Beste für dich raus

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Du befindest dich vielleicht noch am Anfang deines Studiums und hattest bisher noch keinen Studentenjob? Möglicherweise machst du dir auch Sorgen, ob sich eine Stelle gut mit deiner Hochschulausbildung vereinbaren lässt. Beispiele aus der Praxis sollen dir zeigen, welche Job-Optionen man als Student hat.

In unserem Artikel „Warum du als Student arbeiten solltest“ haben wir dir die unterschiedlichen Arten der Beschäftigung vorgestellt. In den kommenden Absätzen wollen wir dir Unterstützung bei der Suche nach einem Job bieten, den du zeitlich gut mit deinem Studium kombinieren kannst. Aus diesem Grund sind die Beschäftigungsmöglichkeiten nach ihrer wöchentlichen Stundenzahl gegliedert. Die angeführten Beispiele zeigen auf, wie Studenten das Bestmögliche aus der jeweiligen Beschäftigungsform herausholen können – sowohl für ihr Studium als auch für ihr Leben danach.

10, 20 oder 40 Wochenstunden?

In den unterschiedlichen Abschnitten deines Studiums kann es aufgrund der Ansprüche deiner einzelnen Lehrveranstaltungen oder wegen Prüfungen wie etwa einer Zwischenprüfung erforderlich sein, mehrfach den Studentenjob zu wechseln oder auch einmal komplett zu pausieren.

Ein Beispiel hierzu:

Silvia, eine Germanistik-Studentin, arbeitet zu Beginn ihrer universitären Ausbildung als Verkaufsaushilfe in Teilzeit. Im zweiten Semester wird das Studium anspruchsvoller, weshalb sie eine Job-Pause einlegt und erst in der vorlesungsfreien Zeit eine kurzfristige Beschäftigung als Urlaubsvertretung bei einer Behörde annimmt. Nachdem sie ein Jahr lang einen Minijob für ein Startup ausgeübt hat, wird ihr langsam klar, in welchem Bereich sie danach arbeiten möchte. Sie bewirbt sich auf eine Werkstudentenstelle im Bereich Marketing und sammelt auf diese Weise bereits als Studierende wertvolle Praxiserfahrung, weshalb es ihr als frischgebackene Absolventin leicht fällt, eine Junior-Position als Social Media Managerin zu finden.

Damit du dir einen Überblick im Beschäftigungsdschungel verschaffen kannst, findest du im Folgenden eine Übersicht über die unterschiedlichen Möglichkeiten des Arbeitens, die dir als Student offenstehen.

Tätigkeiten unter 10 Stunden pro Woche

Seminare, Vorlesungen, Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten – entgegen dem Klischee kann ein Studentenleben ganz schön arbeitsreich sein, auch wenn man keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. In den stressigsten Phasen der Hochschulausbildung wollen manche Studenten am liebsten gar nicht arbeiten, müssen es aber, weil das Geld sonst nicht reicht.

Der klassische Minijob

Minijobs gibt es in den unterschiedlichsten Bereichen. Manche geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse setzen gar keine Vorbildung voraus, andere eine abgeschlossene Berufsausbildung oder das Studium eines bestimmten Faches. Nicht selten werden auch schlicht Erfahrungen in einem bestimmten Bereich erwartet. Sehr viele Minijobs finden sich im Einzelhandel. Nicht nur auf stellenanzeigen.de, sondern auch u. a. auf der Website deiner Uni kannst du auf spannende Jobs stoßen, die sich gut mit deinem Studium unter einen Hut bringen lassen. Die Vielfalt der Minijobs ist groß: Sie reicht von Jobs, die auch für Hausfrauen oder Rentner relevant sind, über Jobs, die speziell für Studierende ausgeschrieben wurden, bis hin zu Jobs, die dir sogar bei deinem Berufseinstieg helfen können, da ein Praxisbezug zu deinem Fach hergestellt werden kann.

Beispiel: Silke, Philosophie, hat viel Zeit investiert, um einen passenden Studentenjob zu finden, der auch ihre Aussichten auf einen Berufseinstieg nach dem Studium verbessert. Ein Startup, in dessen Online-Shop man sich Kuchen und Torten per Mausklick liefern kann, sucht nach einem Minijobber im Bereich Online Marketing – für Silke, die in ihrer Freizeit bereits seit einem halben Jahr Bücher und Blogs über Online Marketing gelesen hat, eine spannende Chance.

Die studentische Hilfskraft

Diese Jobbezeichnung klingt universitär (wenn der Mitarbeiter tatsächlich an der Uni arbeitet, wird er gern HiWi, also wissenschaftliche Hilfskraft, genannt), wird jedoch auch von Firmen und anderen Arbeitgebern verwendet. Anders als bei Werkstudentenstellen beträgt die wöchentliche Arbeitszeit einer studentischen Hilfskraft nicht bis zu 20 Stunden, sondern häufig auch wesentlich weniger.

Beispiel: Thomas, BWL, will in seiner Hochschulausbildung gern gute Noten erzielen und erhält BAföG. Er ist deshalb auf der Suche nach einem Job, in dem er nur ca. 7 Stunden pro Woche arbeiten muss. Ein Franchisenehmer aus dem Lebensmittelbereich sucht eine studentische Hilfskraft, die ihm unter anderem in der Buchhaltungsvorbereitung unter die Arme greift. Da er direkt mit dem Chef der kleinen Firma in einem Büro sitzt, kann Thomas spannende Einblicke sammeln.

Die selbstständige Tätigkeit

Du dachtest bisher immer, Selbstständige würden so viel verdienen? Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, im geringfügigen Bereich selbstständig zu sein – und diese Option steht für die unterschiedlichsten Branchen und Tätigkeitsbereiche zur Verfügung. Hast du noch keine Ahnung bezüglich deiner Geschäftsgründung? Wie du in diesem Artikel liest, muss man nicht immer gleich eine eigene Gründungsidee haben, sondern kann auch in einer anderen Firma als Freelancer mitarbeiten – gewerblich oder freiberuflich.

Beispiel: Wiebke, Sportwissenschaft, hat im Internet eine Crowdworking-Plattform gefunden, auf welcher man Microjobs (kleine Aufgaben) bearbeiten kann. Der Verdienst ist dabei insgesamt recht mickrig, weil es nicht genügend Arbeit gibt. Da man bei dieser Form des Arbeitens nicht angestellt ist, muss eine selbstständige Tätigkeit angemeldet werden.

Weitere Nebenjobs

Es gibt auch Stellen mit einem Umfang von bis zu 10 Stunden pro Woche, die in keine der oben genannten Kategorien passen, etwa weil der Stundenlohn zu hoch für einen Minijob ist. In diesen Fällen handelt es sich um Teilzeitstellen.

In den entsprechenden Stellenanzeigen kann beispielsweise eine „Aushilfe“ gesucht worden. Es sind jedoch prinzipiell auch zahlreiche andere Formulierungen denkbar.

Beispiel: Stephan, Informatik, will sich gern etwas dazuverdienen und bewirbt sich auf eine Teilzeitstelle als PHP-Developer. Trotz geringer Wochenstundenzahl wird die 450-€-Grenze überschritten.

Studentenjobs - neben der Uni noch arbeiten

Bildquelle: www.istockphoto.com / gpointstudio

Tätigkeiten bis 20 Stunden pro Woche

Werkstudent

Wenn sich der Arbeitgeber dafür entschieden hat, die Stelle im Rahmen eines Werkstudentenverhältnisses anzubieten, profitieren alle Beteiligten davon, dass nicht in Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung eingezahlt werden muss. Inhaltlich handelt es sich meist um dieselbe Tätigkeit, die in den jeweiligen Unternehmen von Teilzeit- und Vollzeitkräften ausgeübt wird.

Beispiel: Thomas, BWL, hat beschlossen, den Studienschwerpunkt Personal zu wählen. Aus diesem Grund kommt es ihm sehr gelegen, dass ein größeres Unternehmen in seinem Ort einen Werkstudenten für die Abteilung Human Resources sucht. Thomas bekommt die Stelle und wird sogar nach Abschluss seines Studiums von dem Betrieb übernommen.

Teilzeitmitarbeiter

Dir fliegt tagtäglich zu viel Theorie um die Ohren, und du willst einen Job, der einen guten Ausgleich zu deinem Studium bietet – Arbeit, bei der man sich viel bewegen muss? Vielleicht ist dann eine Tätigkeit als Teilzeitmitarbeiter im Einzelhandel oder in der Gastronomie etwas für dich. Weitere Jobs gibt es übrigens in den unterschiedlichsten Bereichen.

Beispiel: Ursula, Psychologie, arbeitet in Teilzeit bei einer großen Modeeinzelhandelskette. Mit der Erwähnung dieser Position in ihrem Lebenslauf erntet sie noch in späteren Jahren Bewunderung für ihre Stressresistenz.

Tätigkeiten in Vollzeit

In den Semesterferien müssen häufig Seminararbeiten geschrieben werden. Dennoch arbeiten viele Studenten in der vorlesungsfreien Zeit in Vollzeit. Neben Festanstellungen, die während der Hochschulausbildung in Teilzeit ausgeübt werden, besteht auch die Option der kurzfristigen Beschäftigung, die steuerliche Vorteile bietet.

Als Werkstudent Vollzeit arbeiten

Viele Betriebe, die Werkstudenten beschäftigen, bieten diesen an, in den Semesterferien in Vollzeit zu arbeiten. Manche Firmen fordern dies sogar von den Werkstudenten. Für beide Seiten, also den Arbeitgeber und den Werkstudenten, hat dies den Vorteil, dass der Mitarbeiter, wenn er auch einmal voll berufstätig ist, viele weitere Abläufe des Betriebs kennenlernen kann. Zudem ist dies ein Vorgeschmack auf die Arbeit, die nach dem Studium auf den Absolventen wartet.

Als Selbstständiger in Vollzeit arbeiten

Es klingt so einfach, doch wenn man einen eigenen Betrieb gegründet hat, kann man nie vorhersehen, wie gut die Auftragslage sein wird. Anders sieht es aus, wenn man als Freelancer in einem Betrieb beschäftigt wird. Doch auch bei einer Tätigkeit als freier Mitarbeiter kann es vorkommen, dass es mal keine Aufgaben gibt.

Beispiel: Elvira, Anglistik, hat eine Stelle gefunden, die es ihr ermöglicht, vom Homeoffice aus zu arbeiten. Der Haken an der Sache: Sie muss für die Tätigkeit eine freiberufliche Selbstständigkeit bei dem Finanzamt anmelden. Aufgrund ihrer studentischen Selbstständigkeit und den damit verbundenen Fachkenntnissen bekommt sie später von einem Unternehmen eine Junior-Position angeboten.

Praktikant

Viele Studierende nutzen die Semesterferien, um im Rahmen eines bezahlten oder unbezahlten Praktikums in einen Betrieb oder Bereich hineinzuschnuppern. Die meisten Praktika finden in Vollzeit statt. In vielen Fällen kann sich nach dem Praktikum die Möglichkeit ergeben, weiter als Werkstudent tätig zu sein. Oder: Es kommt dazu, dass dem Studenten eine Junior-Position offeriert wird.

Und wieder andere Studierende stellen während des Praktikums fest, dass sie für den jeweiligen Bereich nicht optimal geeignet sind. Aufgrund dieser Tatsache absolvieren sie in den nächsten Semesterferien ein weiteres Praktikum oder finden eine spannende Werkstudentenstelle in einem anderen Fachgebiet.

Fazit

Egal, in welchem Metier man als Studierender arbeitet – Vorteile für spätere Bewerbungen werden sich in den allermeisten Fällen ergeben. Denn: Wer arbeitet, hat damit unter Beweis gestellt, dass er oder sie nicht nur als Student glänzen, sondern auch als Mitarbeiter eingesetzt werden kann. Insbesondere dann, wenn man tolle Arbeitszeugnisse bekommen hat, sind Studentenjobs oft auch später noch ein Karrieresprungbrett: „Was, Sie haben bei der Firma XY gearbeitet? Dann kennen Sie ja bestimmt…“

Das Arbeiten während des Studiums ermöglicht es dir, in die unterschiedlichsten Bereiche hineinzuschnuppern und auf diese Weise herauszufinden, welche Arbeitsbedingungen du brauchst, um dich wohlzufühlen. Jede Stelle, die man besetzt hat, trägt darüber hinaus zur eigenen Lebenserfahrung bei, und über den einen oder anderen schrägen Studentenjob kann man später auch noch seinen Kindern erzählen.

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