Allianz von Hochschulen und Unternehmen: was bringt’s?

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Die Wirtschaft engagiert sich zunehmend in Sachen akademischer Ausbildung. Immerhin rund 2,5 Milliarden fließen dabei jährlich von den Unternehmen in die Universitäten.
Nur rund 20 Prozent dieser stattlichen Summe gehen dabei in Form von Geld- und Sachspenden oder der Finanzierung von Professuren an die Fakultäten. Den Löwenanteil von 80 Prozent dagegen investieren die Unternehmen unmittelbar in die Studenten, vor allem über Stipendien, duale Studien- und Praktikumsplätze oder berufsbegleitende Studienmöglichkeiten.
Eine repräsentative Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft ging 2013 der Frage nach den Motiven für das universitäre Engagement der Unternehmen nach.
Das Ergebnis kann kaum überraschen: Am wichtigsten ist den Unternehmen die Rekruitierung von Fach- und Führungskräften (88 Prozent) sowie die Förderung von praxisorientiertem Lernen (82 Prozent). Aber auch die Stärkung der Unternehmensreputation (72 Prozent) und des Bildungsstandorts Deutschland (56 Prozent) ist der Wirtschaft wichtig, wenn sie sich an den Universitäten finanziell engagieren.
Und die Finanziers ziehen eine durchaus positive Bilanz in Sachen Hochschulförderung: Besonders die Wissensvertiefung bei Mitarbeitern und die Praxisorientierung von Studenten sind mit jeweils 69 Prozent die Spitzenreiter, wenn die Unternehmen Kosten und Nutzen abwägen.

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