Ein Studium bringt in erster Linie fachliche Vorteile, kann sich aber auch finanziell lohnen. Der Wert des Hochschulabschlusses richtet sich dabei nicht nur nach dem gewählten Fach, sondern auch nach der Art der Bildungseinrichtung und des erworbenen akademischen Grades. Doch welcher Abschluss führt wirklich zum Top-Verdienst und wie können Berufstätige einen solchen erwerben, ohne ihren Job aufgeben zu müssen?

Studienabschlüsse in Deutschland

Die wichtigsten akademischen Grade in der Bundesrepublik Deutschland sind:

  • Bachelor
  • MBA
  • Magister
  • Diplom
  • Master und
  • Doktor

Bis zur Einführung des Bachelors und des Masters im Rahmen des Bologna-Prozesses im Sommer 1999 galt der Diplomabschluss in fast allen Fächern als Standard. Das inhaltlich breiter angelegte Magisterstudium wurde für gewöhnlich im Bereich der Geisteswissenschaften vergeben. Beide Formen wurden mittlerweile im Rahmen des Bologna-Prozesses bis auf wenige Ausnahmen durch Bachelor- und Masterstudiengänge verdrängt. Vereinzelt gibt es das Diplom jedoch noch (oder wieder), insbesondere an technischen Universitäten.
Wer promoviert, kann mit dem Doktor den höchsten akademischen Grad erwerben. Dieser Titel bescheinigt seinem Träger die Fähigkeit zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten. Immer mehr Hochschulen bieten außerdem den MBA an. Trotz des „Master“ im Titel handelt es sich hierbei allerdings um keinen hochgradig spezialisierten Abschluss, sondern vielmehr um eine General-Management-Ausbildung, die in Deutschland keinen speziellen Standards unterliegt.

Durchschnittsgehalt der verschiedenen Abschlüsse

Während Bachelor-Absolventen bei Berufseinstieg mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 36.000 Euro brutto rechnen können, sind es beim Master-Grad schon circa 42.000 Euro. Etwas höher ist das Einkommen derzeit noch beim Diplom – die finanziellen Unterschiede zum Master-Abschluss werden jedoch immer geringer. Doktoren steigen mit rund 50.000 bis 60.000 Euro im Jahr in ihre berufliche Tätigkeit ein.
Beim MBA hängt das Einstiegsgehalt nicht zuletzt davon ab, an welcher Business School der Titel erworben wurde. Ein MBA einer europäischen Top-Schule kann 80.000 Euro im Jahr bringen, ein guter deutscher MBA etwa 60.000. Wer hier nicht aufpasst und sich für einen MBA-Studiengang ohne Akkreditierung bei einem unbekannten Anbieter entscheidet, zahlt bei dieser kostspieligen Ausbildung am Ende unter Umständen drauf.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir die männliche Form (generisches Maskulinum), z. B. „der Mitarbeiter“. Wir meinen immer alle Geschlechter im Sinne der Gleichbehandlung. Die verkürzte Sprachform hat redaktionelle Gründe und ist wertfrei.