Ihr Wunschunternehmen sucht aktuell keine neuen Mitarbeiter? Oft lohnt sich eine proaktive Bewerbung – Initiativ- oder Blindbewerbung genannt – trotzdem. Wir verraten Ihnen, wie eine erfolgreiche Initiativbewerbung aussieht.

Tipp 1: Erstmal recherchieren

Checken Sie die Unternehmenswebseite, in erster Linie die Seiten „Jobs“ oder „Karriere“. Hier ist keine passende Position ausgeschrieben? Dann können Sie vielleicht in Erfahrung bringen, wie Sie Ihre Bewerbung am besten gestalten oder wer für Personalfragen verantwortlich ist. Und viele Unternehmen informieren auf ihrer Webseite auch speziell darüber, ob sie Initiativbewerbungen annehmen und wie diese aussehen sollen.
Auch den Rest der Website sollten Sie sich gut ansehen: Wie ist die Unternehmenskultur? Was sind aktuelle Themen? Das alles ist ein guter Hinweis für Sie, den Sie als Aufhänger für eine maßgeschneiderte Bewerbung nutzen können.
Ihnen gelingt es nicht, im Internet etwas über den Verantwortlichen in Personalfragen oder die Bewerbungsmodalitäten herauszufinden? Dann erfragen Sie diese Infos einfach telefonisch oder per Mail.

Tipp 2: Auf Überraschungsbesuche verzichten

Auch wenn Ihr Wunscharbeitgeber direkt in der Nachbarschaft liegt: Spontan dort aufkreuzen sollten Sie nicht. Das macht keinen guten Eindruck. Und bei größeren Firmen werden Sie in der Regel schon am Empfang scheitern. Eine Initiativbewerbung sollte also auf jeden Fall schriftlich erfolgen.

Tipp 3: Bewerbungsunterlagen angemessen gestalten

Bewerbungsunterlagen in Knallfarben oder total ausgefallene Gestaltung des Anschreibens: Ob das sinnvoll ist, hängt von vielen Faktoren ab. Bewerben Sie sich als Buchhalter oder kreativer Kopf, in einem Notariat oder einer Online-Agentur? Wenn es nicht total offensichtlich ist, dass das neue Umfeld besonderen Wert auf Originalität legt, dann lautet unsere Empfehlung: Gestalten Sie Ihre Bewerbung dezent!

Tipp 4: Keine Gießkannentaktik anwenden

Mit einem Standardanschreiben, das Sie unverändert an jedes Unternehmen senden könnten, werden Sie als Initiativbewerber nichts erreichen. Ihre Bewerbung ist Ihre „Liebeserklärung“ an das spezielle Unternehmen, bei dem Sie gerne arbeiten möchten. Deshalb sollten Sie darstellen, warum das so ist und warum Sie besonders gut zu diesem Unternehmen passen. Ihre Bewerbung erfordert also echtes Herzblut und keine Phrasen.

Tipp 5: Konkrete Positionsbenennung muss nicht sein

Bei einer Initiativbewerbung ist es nicht unbedingt notwendig, eine Position zu benennen, die Sie sich wünschen. Dies könnte sowieso schwierig werden, wenn Sie die genaue Unternehmensstruktur und die aktuellen oder kommenden Vakanzen dort nicht kennen. Auf jeden Fall sollten Sie aber beschreiben, welche Kompetenzen, Stärken und Interessen Sie haben und was Sie sich als nächsten Karriereschritt vorstellen können. So geben Sie dem Empfänger gute Hinweise, wo er Sie unter Umständen einsetzen kann.
Jetzt kann es also losgehen – viel Erfolg mit Ihrer Initiativbewerbung!