Das letzte Jahr hat in der Arbeitswelt viel verändert – Zeit also, sich selbst und das eigene Verhalten auch ein wenig zu verändern und der neuen Situation anzupassen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn alte Gewohnheiten können ganz schön hartnäckig sein und uns wie ein Klotz am Bein hängen. Und so spulen wir gerne immer wieder dieselben Verhaltensmuster ab, ohne dass uns diese dabei gänzlich bewusst sind. 

Was sind Gewohnheiten und wie ändert man sie? 

Etwa 30-50 Prozent unserer Entscheidungen basieren auf Gewohnheiten, welche letztendlich auch unser Verhalten beeinflussen. Ganz schön viel, oder? Da fragt man sich doch, was das denn für Verhaltensmuster sind, die wir tagtäglich kaum bewusst wiederholen, ohne dass wir wirklich von ihnen wissen. Als Gewohnheit definiert man eine Handlung, die das Gehirn immer wieder unterbewusst aktiviert und ausführt. Einige Gewohnheiten wurden uns als Kind anerzogen, aber die meisten trainieren wir uns im Laufe des Lebens selbst an. Rituale geben uns Sicherheit und Geborgenheit, außerdem sparen wir viel Energie, wenn wir nicht über jeden Schritt nachdenken müssen.

Wie entstehen Gewohnheiten und wie können wir diese ändern? Die Antworten darauf findest du in diesem Artikel: Die Macht der Gewohnheit: 5 Schritte, um Verhaltensmuster zu ändern. 

Hier sind fünf schlechte Gewohnheiten, die es 2021 zu ändern gilt, um wieder voranzukommen.

#1: Pessimismus

Ja, wir alle haben ein schweres Jahr hinter uns. Einige hat es härter getroffen als andere, aber kaum jemand hat es einfach gehabt. Doch da 2020 nun hinter uns liegt, können wir auch wieder optimistischer in die Zukunft blicken.

Wenn du dieses Jahr so richtig durchstarten möchtest, dann klammere dich nicht zu sehr an die Vergangenheit und all die Nachteile, die du durch die Corona-Krise erfahren hast. Lasse dich nicht von deinen negativen Gedanken runterziehen, sondern fokussiere dich stattdessen auf Veränderung, auf das, was du dieses Jahr erreichen möchtest und versprühe deinen Optimismus. Deine Arbeitskollegen werden es dir danken, da auch sie so einfacher neue Verhaltensweisen etablieren können und sicher bleibt das auch von deinem Vorgesetzten nicht unbemerkt. 

#2: Sich gehen lassen

Vielleicht warst auch du letztes Jahr vorwiegend im Home-Office und hast dich deshalb weniger um gutes Aussehen und Körperhygiene bemüht als sonst. Damit ist jetzt Schluss. Zwar wird Home-Office eventuell weiterhin ein großer Bestandteil deines Arbeitsalltags sein, allerdings ist es nun an der Zeit, dir die negativen Verhaltensmuster, die du dir während des Lockdowns angeeignet hast, wieder abzugewöhnen. Weg mit der Jogginghose und dem Schlabberpulli und rein in etwas, das sich wieder mehr nach dir selbst anfühlt.

Mehr Tipps für das Outfit im Home-Office findest du hier.

Auch ein aufgeräumter Schreibtisch zu Hause und natürlich im Büro ist wichtig, um 2021 wieder richtig voranzukommen. Haben sich während des Home-Office Stapel voller Papierkram, Berge leerer Kugelschreiber oder Kabel nicht identifizierbarer Geräte in deinem häuslichen Arbeitsplatz eingenistet? Miste doch einfach mal alles aus, was sich dort so angesammelt hat, und überprüfe, ob du diese Dinge wirklich noch benötigst. Sobald dein Schreibtisch weniger zugemüllt ist, lässt es sich dort nämlich sehr viel besser arbeiten. Durch die Veränderung deines Arbeitsplatzes veränderst du automatisch auch dein tägliches Verhalten. Du wirst wieder strukturierter und motivierter arbeiten, da du das Gefühl hast, den Überblick zu haben. 

Lesetipp: Home-Office einrichten: Mehr Power mit Feng Shui & Co.

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#3: Verschwenderisch sein

Das Geld, dass du dir letztes Jahr durch das viele Daheimsein gespart hast, hast du in Online-Shopping investiert? Das ist zwar keine gute Gewohnheit, aber auch keine Sünde, denn immerhin mussten wir uns ja irgendwie mit irgendetwas trösten. Doch dieses Jahr wird hoffentlich wieder etwas mehr Normalität einkehren, weshalb du dir überlegen solltest, ein Sparsystem zu etablieren. Klar, sobald die Bars, Restaurants, Kinos und Konzerthallen wieder geöffnet sind, wird erstmal groß gefeiert und nicht auf das Geld geschaut. Dennoch, das Jahr ist lang.

Überlege dir doch, ob du nicht einen Sparplan erstellen möchtest, von dem dein zukünftiges Ich profitieren wird. Brauchen wir wirklich alles, was wir uns ständig so zulegen? Wohl kaum. Oft ist es eindeutig schlauer, dieses Geld auf irgendeinem separaten Konto zu sparen. Legt man das Geld zu Beginn des Monats gleich weg, vermisst man es auch nicht so sehr. Aus den Augen aus dem Sinn. Eine solche Verhaltensänderung im finanziellen Bereich sorgt dafür, dass du dich in der Zukunft darüber freuen darfst, dir endlich etwas leisten zu können, was du schon immer haben wolltest. 

#4: Prokrastinieren

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Leichter gesagt als getan, denn Prokrastination, auch Aufschieberitis genannt, ist leider eine schlechte Gewohnheit, die manche von uns sowohl im Berufs- als auch im Privatleben begleitet. Letztes Jahr war die Motivation bei vielen Menschen durch den Lockdown auf dem Nullpunkt, weshalb dieses Verhaltensmuster dadurch noch verstärkt wurde.

Auf der anderen Seite hatten einige jedoch mehr Zeit als sonst und konnten so endlich Dinge anpacken, die zuvor lange aufgeschoben wurden. Das hat sich gut angefühlt, nicht? Und dieses Jahr wollen wir dieses Verhalten zu einer neuen Gewohnheit machen. Wer Aufgaben ständig von einer To-Do-Liste zur nächsten verschiebt, sie aber nie anpackt, der wird unbewusst von den unerledigten Dingen gestresst. Versuche also, dieses alte Muster 2021 abzulegen und stattdessen zu einem Macher oder einer Macherin zu werden.

Hilfreiche Tipps gegen Prokrastination findest du in diesem Artikel: 5 Dinge, die deine Produktivität verringern, und was du dagegen tun kannst

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#5: Ungeduldig sein

I want it all and I want it now. 2020 hat eine Menge Geduld von uns abverlangt und auch dieses Jahr werden wir wohl noch etwas warten müssen, bis sich alles wieder einigermaßen normalisiert. Wenn also die ersehnte Gehaltserhöhung oder Beförderung aufgrund der Corona-Pandemie etwas nach hinten verschoben wurde oder du deine Ziele nicht erreichen konntest, lass dir davon nicht die Laune verderben.

Möchtest du immer alles jetzt und sofort haben und kannst du es nicht ausstehen, wenn du warten musst? Dann nimm dir doch für dieses Jahr vor, mehr an deiner Gelassenheit zu arbeiten, denn dieses Verhalten tut auf Dauer weder dir noch deiner Karriere gut. Geduld ist eine Tugend und wird von deinem Umfeld geschätzt. Mache sie zu einer neuen Verhaltensweise. 

Noch mehr gute Gewohnheiten, die deine Karriere vorantreiben findest du übrigens in diesem Artikel. 

Fazit 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, weshalb es nicht einfach ist, sein alteingesessenes Verhalten zu verändern. Die gute Nachricht: Mit viel Geduld und Wiederholung ist es dennoch möglich. Fokussiere dich auf kleine Schritte und nimm dir einen Punkt nach dem anderen vor. Auch 2021 wird ein Jahr des Umbruchs werden, weshalb es jetzt wichtiger ist denn je, Verhaltensänderungen in Angriff zu nehmen. Der Mensch, der am meisten von deinem neuen Verhalten profitiert, bist du selbst. 


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