Wir alle kennen doch diese eine Person, die sich ständig nur über ihren Job beschwert. So möchtest du nicht enden! Du möchtest einen Beruf, der dich erfüllt. Eine Arbeit, die einen Sinn hat und der du mit Leidenschaft nachgehst. Mit weniger willst du dich nicht zufrieden geben. Warum auch? Immerhin stehen dir heutzutage so viele Möglichkeiten zur Verfügung. Doch diese Fülle an Optionen hat auch eine negative Seite: Du kannst dich einfach nicht entscheiden.

Es gibt Leute, die wissen schon seit Kindertagen, was sie später einmal machen wollen. Es gab nie eine andere Alternative für sie und deshalb auch keinen Plan B. Und dann gibt es Leute, die auch nach Plan C, D, E und F immer noch nicht herausgefunden haben, was sie mit ihrem Leben anstellen wollen.

Kommt dir das bekannt vor?

Dann haben wir 10 Tipps für dich, die dir dabei helfen werden, deine Leidenschaften herauszufinden und deine Berufung zu leben.

Was ist der Unterschied zwischen Beruf und Berufung? 

Wenn du dich wie ein Schreibtischzombie fühlst, Montage hasst und den Tag nur überlebst, weil dich die Hoffnung an den baldigen Feierabend antreibt, dann hast du zwar einen Job, aber davon, deine Berufung zu leben, bist du meilenweit entfernt. Denn ein Beruf wird erst dann zur Berufung, wenn dich dieser auch wirklich erfüllt.

Deine Arbeit muss dir Spaß machen, deinen Fähigkeiten entsprechen und gleichzeitig auch einen, für dich wichtigen, Sinn erfüllen. Nur wenn all diese Kriterien gegeben sind, kannst du guten Gewissens sagen, dass du deine Berufung gefunden hast und somit auch ein erfülltes Leben nach deinen persönlichen Kriterien lebst.


1. Stelle dir Fragen

Es gibt ein paar große Fragen, die wir uns alle im Laufe unseres Lebens stellen sollten. Die Antworten darauf können einen entscheidenden Unterschied machen. Aber woher bekommen wir Antworten? Aus Ratgebern? Von unseren Eltern? Freunden? Von einem Coach? – Keine Sorge! Manchmal sind Antworten gar nicht so wichtig, wie die Fragen selbst.

Sobald wir nämlich beginnen, uns die richtigen Fragen zu stellen, setzen wir einen Prozess in Gang. Wer sich nie frägt, was er eigentlich möchte, der wird es auch nie bekommen. Ganz einfach! Mache es dir deshalb zur Gewohnheit, deine eigenen Gedanken immer wieder zu hinterfragen und versuche so, dich besser kennen zulernen.


2. Erinnere dich an deine Kindheitsträume zurück

Weißt du noch, wovon du als Kind immer geträumt hast? Vielleicht wolltest du Pilot werden, oder Schauspielerin? Vielleicht auch Feuerwehrmann oder Polizistin? Natürlich verändern sich unsere Karrierevorstellungen im Laufe der Zeit, und unsere Kindheitsträume sind nicht immer automatisch auch unsere wahre Berufung. Aber sie können uns trotzdem einen Hinweis darauf geben.

Als Kind sehen wir die Welt noch sorgenlos. Wir haben keine Angst vor Arbeitslosigkeit oder Ablehnung. Wir träumen groß und wir möchten das machen, was uns Spaß macht. Als Erwachsener entscheiden wir uns oft aus Vernunftgründen gegen etwas, obwohl wir es im Grunde unseres Herzens eigentlich wollen.

Auch unsere Eltern, Lehrer und Freunde haben Vorstellungen, die uns beeinflussen und uns somit eventuell auch in eine bestimmte Richtung lenken. All diese Dinge bringen uns dazu, unsere eigentlichen Leidenschaften zu vergessen und halten uns davon ab, unserer wahren Berufung zu folgen.

Hier tut es manchmal gut, sich die Träume aus Kindheitstagen wieder in den Sinn zu rufen. Es könnte ja sein, dass du damals schon auf dem richtigen Weg warst. Wer als Kind gerne Künstlerin werden wollte, der sollte eventuell in eine kreative Richtung gehen. War dein Berufswunsch Astronaut? Vielleicht wirst du ja in der Forschung glücklich. Du wolltest schon als Kind Menschen helfen? Dann ist möglicherweise ein Beruf im sozialen Bereich der richtige für dich.

Kindheitsträume
Bildquelle: www.istockphoto.com / Choreograph

3. Werfe einen Blick auf deine Hobbies 

Wie verbringst du deine Freizeit? Was macht dir Spaß? Schaue dir deine Hobbies einmal ganz genau an, denn sie können einiges über dich verraten. Könntest du dein Hobby vielleicht irgendwie zu deinem Beruf machen? Gibt es da Mittel und Wege?

Wenn du zum Beispiel gerne zeichnest, musst du ja nicht unbedingt Künstler werden, aber vielleicht wäre ein Beruf im Bereich Grafikdesign für dich interessant. Du bist ein totaler Bücherwurm? Vielleicht ist dein Traumberuf Lektorin! Arbeit muss nicht immer mühsam sein, sie kann auch Spaß machen. Und wer sein Hobby zum Beruf macht, der wird sich garantiert jeden Morgen auf den neuen Arbeitstag freuen!


4. Inspiziere deine Talente

Jeder Mensch hat Talente, auch wenn sie bei manchen ziemlich verborgen sind. Wer seine Talente in seinem Beruf richtig nutzt, dem steht eine steile Karriere bevor. Nicht nur, dass die Arbeit so viel mehr Spaß macht, du trägst mit deinen Talenten außerdem noch dazu bei, etwas positiv zu verändern.

Deine eigene Berufung basiert immer auf deinen Talenten, denn diese hast du nicht umsonst. Und das Beste: Meistens machen dir die Dinge, die dir liegen, automatisch auch Spaß! Kein Wunder, denn immerhin ist das Gefühl, etwas gut zu können, total motivierend. Das Problem ist nur: Wie findest du heraus, was deine Talente sind?

Hier sind ein paar Tipps:

  • Frage deine Freunde und deine Familie, wo sie deine Stärken sehen
  • Überlege dir, wofür du öfter gelobt wurdest
  • Mache dir eine Liste mit positiven Eigenschaften und überlege, welche auf dich zutreffen
  • Welche Aufgaben übernimmst du bei größeren Planungen?
  • Was fällt dir besonders leicht?
  • Was kannst du anderen beibringen?

5. Visualisiere deine Zukunft

Die Visualisierung ist ein mächtiges Werkzeug in der Persönlichkeitsentwicklung. Sie kann dir dabei helfen, deine Berufung zu finden und das Leben zu gestalten, welches du dir wünscht. Suche dir dafür einen ruhigen Ort und nimm dir ein paar Minuten Zeit für dich. Stelle dir nun vor, wie deine ideale Zukunft aussehen soll.

  • Welche Menschen hast du um dich?
  • Wo wohnst du?
  • Wann stehst du auf?
  • Was isst du zum Frühstück?
  • Was machst du den ganzen Tag?
  • In welcher Stadt arbeitest du?
  • Arbeitest du in einem Team oder alleine?
  • Arbeitest du in einem Büro, draußen oder Zuhause?
  • Bist du angestellt oder selbstständig?
  • Wie sind deine Arbeitszeiten?
  • Was bewirkst du mit deiner Arbeit?

Versuche dir deine Zukunft so detailgetreu wie möglich vorzustellen und fühle dich richtig rein. Du wirst erstaunt sein, was du plötzlich erkennen wirst. Ein paar Minuten in sich gehen und sich selbst zu fragen, was man eigentlich möchte, kann wahre Wunder bewirken. Und möglicherweise ist dies sogar der erste Schritt auf dem richtigen Weg zu deiner Berufung.

Visualisierung
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6. Was möchtest du verändern?

Dass Berufung nicht gleich Beruf ist, haben wir ja schon geklärt. Du möchtest einen Sinn hinter deiner Arbeit erkennen können und dich für etwas einsetzen, das dir persönlich wichtig ist. Wer jeden Tag für ein Ziel arbeitet und mit seiner Arbeit einen erkennbaren Unterschied macht, der fühlt sich erfüllt. Zu wissen, dass man mit seinem Beruf nicht nur stupide Dinge abarbeitet, sondern tatsächlich etwas bewirkt, macht einen einfachen Beruf zu einer Berufung.

Stelle dir die folgenden Fragen:

  • Womit kannst du der Welt einen Nutzen bieten?
  • Wie kannst du anderen helfen?
  • Welche Probleme willst du lösen?
  • Welches Erbe willst du hinterlassen?

7. Probiere aus!

Wenn du deine Berufung finden möchtest, solltest du nicht einfach darauf warten, dass sie dir eines Tages einfach zufliegt. Denn das wir womöglich niemals passieren. Werde deshalb selbst aktiv! Nur wenn du dich umsiehst, Dinge ausprobierst und für Abwechslung sorgst, kommst du deinem Ziel auch einen Schritt näher.

Melde dich für Seminare an, besuche Workshops und Vorträge. Schnuppere in verschiedene Kurse hinein und finde heraus, was dir gefällt. So kannst du bestimmte Themen auch direkt wieder von deiner Liste streichen.


8. Tausche dich aus

Der Austausch mit anderen Menschen ist wichtig, wenn es darum geht, deinen Traumjob zu finden. Manchmal erkennen andere Talente in dir, die dir selbst noch gar nicht aufgefallen sind. Deshalb solltest du über das Thema Berufung ruhig auch öfter mit deinen Freunden sprechen und diese nach ihrer Meinung fragen. Aber auch fremde Menschen können eine große Hilfe sein.

Versuche direkt auf Leute zu zugehen und neue Kontakte zu knüpfen. Vernetze dich beispielsweise mit anderen Seminarteilnehmern oder freunde dich mit Leuten aus deinem Kurs an. Auch ein Gespräch mit einer Person, die ihre Berufung bereits gefunden hat, kann sehr inspirierend sein. Höre zu und lerne von den Menschen, die du als Vorbilder siehst. Möglicherweise haben sie den ein oder anderen Tipp für dich, damit auch du deine Leidenschaften bald dazu nutzen kannst, deiner Berufung zu folgen.


9. Gehe auf eine Reise

Ein Auslandsjahr nach der Schule oder dem Studium gehört mittlerweile fast schon zum Standard. Und das hat einen guten Grund: Wer auf Reisen geht, der entdeckt nicht nur fremde Länder, sondern möglicherweise auch sich selbst. Reisen bedeutet hier aber nicht Urlaub machen und den ganzen Tag faul am Strand zu liegen. Dass dir dort die plötzliche Erleuchtung kommt ist eher unwahrscheinlich.

Viel besser ist es, wenn du deinen Rucksack packst und damit auf Abenteuer-Suche gehst. Bereise fremde Länder nicht als Tourist, sondern als Entdecker. Plane deine Reise nicht bis ins Detail, sondern lass dich überraschen. Mische dich unter die Einheimischen und lerne von ihnen. Wer weiß, was du so alles über dich selbst herausfindest.


10. Schreibe Tagebuch

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass du deine Berufung eventuell bis jetzt an einem völlig falschen Ort gesucht hast? Möglicherweise hattest du die Antwort vielleicht sogar schon die ganze Zeit in dir. Es war dir nur nie bewusst. Aber wie findest du diese Antwort, wenn sie tief in deinem Unterbewusstsein vergraben liegt? Eine tolle Methode dafür ist Tagebuch schreiben. Das hört sich vielleicht erst einmal unsinnig an, ist aber sehr effektiv.

Nimm dir ein paar ruhige Minuten und setze dich mit einem Notizbuch an einen Tisch. Mache dich frei von allen Erwartungen und schreibe einfach drauf los. Schalte deine Gedanken aus und versuche, dich nur von deinem Gefühl leiten zu lassen. Schreiben ist der beste Weg, um sich selbst besser kennen zulernen. Und das solltest du, um deine Berufung zu finden. Durch das tägliche Schreiben reflektierst du dich sehr viel mehr und dir werden Dinge bewusst, die dir zuvor völlig verborgen waren.

Außerdem kannst du so viel besser aus deiner Vergangenheit lernen und Muster erkennen, welche dir eventuell irgendwann die Tür zu deinem Traumjob zeigen. Tagebuch schreiben kann demnach ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu deiner Berufung sein.

Tagebuch schreiben
Bildquelle: www.istockphoto.com / Nattakorn Maneerat

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