Du hattest es dir so fest vorgenommen. Letztes Jahr um diese Zeit saßt du mit Notizbuch und Stift an deinem Schreibtisch und schriebst eine Liste voller guter Vorsätze für das Jahr 2020. Tja, und dann kam Corona und du konntest all deine fein säuberlich notierten Ziele in die Tonne kloppen. Gesünder essen und auf Alkohol verzichten? Eine gute Idee, aber nicht, wenn man wochenlang im Lockdown das Haus nicht verlassen darf. Mehr Achtsamkeit und Gelassenheit? Funktioniert leider nicht so gut, wenn ständig schlimme Nachrichten aus der ganzen Welt über den Fernseher flimmern.

Nein, 2020 war sicherlich nicht das Jahr, in dem gute Vorsätze lange gehalten wurden. Unser aller Leben änderte sich drastisch und vor allem auch beruflich gab es viele Rückschläge. Deine Karriere konntest du letztes Jahr also vermutlich nicht sonderlich voranbringen, vielleicht kam sie sogar gänzlich zum Erliegen.

Doch 2021 soll ja alles besser werden, weshalb wir nicht an schlechten Erinnerungen festhalten möchten. Es ist an der Zeit, einen neuen Versuch zu starten und arbeitstechnisch endlich wieder voranzukommen. Oder aber, einen kompletten Neuanfang zu wagen.

Hier sind 10 realistische Vorsätze für das Jahr 2021.

#1: Weniger meckern und beschweren

Fangen wir klein an. 2020 war ein Jahr, in dem wir wohl alle einige Gründe hatten, uns zu beschweren. Wir waren wütend über die Umstände, fühlten uns unserer Freiheit und unserer Träume beraubt. Für die meisten änderte sich die Jobsituation und egal ob Kurzarbeit, wesentlich mehr Arbeit oder gar keine Arbeit mehres gab ausreichend Gründe, so richtig „grantig“ zu werden, wie wir in Bayern sagen.

Doch dieses Jahr wollen wir unsere Zeit nicht mehr mit Beschwerden verschwenden. Wir haben uns an die neue Situation gewöhnt und sicherlich wird sie auch nicht besser, wenn wir nichts anderes dagegen tun, als zu meckern. Haben wir unseren Job noch, können wir froh darüber sein, anstatt über die wachsende Arbeitslast zu klagen. Für Kurzarbeiter ist es sinnvoller, die neu gewonnene Zeit ausnutzen, als sich über das fehlende Geld zu beschweren. Wenn wir aufhören, uns immer an den Dingen aufzuhängen, die uns nicht passen, haben wir wesentlich mehr Energie, die wir in die Gestaltung unserer Zukunft stecken können.

#2: Sich der Realität stellen

Davonlaufen bringt meist leider nichts. Irgendwann holen einen die Sorgen und Probleme wieder ein. Deshalb ist es auch beruflich wichtig, sich der Realität zu stellen, egal wie weh sie tut. Sollte das Unternehmen in dem du arbeitest kurz vor dem Bankrott stehen, ist es eventuell ratsam, dich zwischenzeitlich bereits nach neuen Stellen umzusehen, anstatt diese Tatsache einfach zu ignorieren. Die Beförderung, die du dir so lange gewünscht hast, ist dank Corona vermutlich erst einmal auf Eis gelegt? Frage deinen Chef, wie deine Chancen stehen, anstatt nur darüber zu spekulieren. Versuche, 2021 die Dinge realistischer zu betrachten und dadurch schneller zu handeln. 

#3: Teamgeist zeigen

2020 hat uns vor Augen geführt, wie wichtig es ist, zusammenzuhalten. Nur gemeinsam übersteht man Krisen und kann aus ihnen vielleicht sogar auch etwas Positives mitnehmen. Natürlich war es durch die Kontaktbeschränkungen schwer, eng mit deinem Team verbunden zu bleiben, doch dieses Jahr wird sich das hoffentlich bald wieder ändern. Teamfähigkeit zu besitzen ist eine Eigenschaft, die viele Arbeitgeber an ihren Mitarbeitern sehr schätzen. Insbesondere dieses Jahr ist es wichtig, dass weiterhin an einem Strang gezogen wird, um die Existenz der Unternehmen zu sichern. Nimm dir also vor, immer ein offenes Ohr für deine Kollegen zu haben und mit ihnen gemeinsam an neuen Ideen zu feilen, anstatt zu versuchen, alles alleine auszutüfteln. 

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#4: Meetings effizienter gestalten

Was Home-Office uns deutlich gezeigt hat: Bei Meetings ist weniger oft deutlich mehr. Manch ein Team redet stundenlang über die Theorie, anstatt sich endlich der Praxis zu widmen. Ein realistischer Vorsatz für dieses Jahr wäre also, solch unnötige Meetings zu vermeiden, sofern es geht. Dabei kann auch eine feste Agenda oder eine Präsentation behilflich sein. Weitere Tipps zu effizienten Meetings findest du hier. 

#5: Die Beziehung zu den Kollegen pflegen

Wenn alles gut geht, dürfen wir uns hoffentlich bald wieder ohne Einschränkungen im Büro tummeln. All das, was letztes Jahr ausgefallen ist, kann dann dieses Jahr endlich nachgeholt werden. Teamevents, After-Work, Feierfreitage – wie sehr haben wir diese gemeinsame Zeit doch vermisst. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben, deshalb könnt ihr es auch wieder richtig krachen lassen, sobald es erlaubt ist. Gute Beziehungen zu den Kollegen machen den Arbeitsalltag um einiges angenehmer. Wieso sich also 2021 nicht darum kümmern, die durch Corona mehr oder weniger lahmgelegten freundschaftlichen Beziehungen wieder aufleben zu lassen?

#6: Es wieder wagen, zu träumen 

Corona hat viele Träume zerplatzen lassen, wie Seifenblasen. Doch nun können wir es langsam wieder wagen, die verstaubten Visionen aus dem Keller zu holen. Erlaube dir ruhig, dir deine Ziele und Wünsche einzugestehen. Auch wenn es vielleicht unrealistisch ist, diese 2021 schon zu verwirklichen – Träume haben noch niemandem geschadet. Ganz im Gegenteil: Sie geben uns die notwendige Motivation und machen das Leben erst richtig lebenswert.  

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#7: Dankbar sein

Es gibt immer einen Grund, um dankbar zu sein. Selbst letztes Jahr hätten wir schon irgendwie solch einen Grund finden können, wenn wir gezielt danach gesucht hätten. Egal, wie unsere Lebenssituation aussah. Dieses Jahr wird es vermutlich wieder einfacher, gewisse Dinge zu schätzen. Denn nach den vielen Einschränkungen, die wir in den letzten Monaten erfahren haben, nehmen wir unsere Privilegien für nicht mehr ganz so selbstverständlich wie früher.

Vielleicht darfst du nun endlich wieder ins Büro, anstatt jeden Tag im Home-Office alleine vor dich hinzuarbeiten. Oder du darfst zu deinen geliebten Kundenterminen und eventuell werden auch Messen und Seminare wieder stattfinden. Versuche, dir dieses Jahr immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, wie schlimm es war, all diese Dinge nicht tun zu dürfen und sei ganz besonders dankbar dafür, dass nun vermutlich wieder wesentlich mehr möglich sein wird.

#8: Etwas Neues wagen

Letztes Jahr waren wir gezwungen, uns vielen neuen Situationen zu stellen. 2021 wird vermutlich etwas weniger turbulent, dennoch ist dieses Jahr eine gute Gelegenheit für einen Neuanfang. Solltest du deinen Job letztes Jahr verloren haben, dann nimm dir zum Vorsatz, dieses Jahr einen noch besseren Arbeitsplatz zu finden. Du hast absolut keine Lust mehr auf deinen Chef? Dann wage 2021 einen Jobwechsel oder einen Quereinstieg. Du bist zufrieden mit deinem Beruf? Glückwunsch! Dennoch kannst auch du etwas Neues wagen und dich beispielsweise in einem Gebiet weiterbilden, das dir noch vollkommen fremd bist. 

#9: Keine Ausreden mehr

Corona war für so manchen auch eine willkommene Ausrede, um sich vor gewissen Dingen zu drücken. Doch dieses Jahr zählt diese Ausrede nicht mehr. Nutze das neue Jahr, um dich deinen Ängsten zu stellen und sie zu besiegen. Mache das, was du schon immer machen wolltest, wenn du keine Angst hättest. Verlasse deine Komfortzone und halte dich selbst zurück, wenn du gerne wieder eine Ausrede vorschieben möchtest, um etwas nicht zu tun. 

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#10: Mehr Gelassenheit und Achtsamkeit

Dieser Punkt gehört neben Abnehmen, mehr auf die Gesundheit achten und aufhören zu rauchen zu den beliebtesten guten Vorsätzen. Kein Wunder, denn das Praktizieren von Achtsamkeit und Gelassenheit reduziert Stress und macht dadurch nicht nur glücklicher, sondern auf lange Sicht auch gesünder. Letztes Jahr war es nicht einfach, mit all den Ereignissen gelassen zu bleiben und seinen inneren Frieden zu finden. Doch dieses Jahr kehrt hoffentlich wieder Ruhe in unser aller Leben ein. Ein realistischer Vorsatz wäre also, sich 2021 nicht mehr ganz so schnell stressen zu lassen und zu versuchen, mehr im Hier und Jetzt zu leben. Ein paar Übungen dazu findest du beispielsweise hier. 

Fazit

Gute Vorsätze zu halten ist schwer und oft setzen wir uns unrealistische Ziele, die wir gar nicht einhalten können. Das sorgt für Enttäuschung und ein Gefühl von Versagen. Nehmen wir uns allerdings realistische Vorsätze, die uns in jedem Fall voranbringen, ist die Erfolgsquote wesentlich höher. Bei Vorsätzen geht es nicht darum, ein Wettrennen zu gewinnen oder andere zu beeindrucken. Viel mehr sind sie eine Möglichkeit, sich selbst eine Richtung für das neue Jahr vorzugeben, an der man sich orientieren kann, wenn man mal vom Weg abkommt. Und einen Wegweiser können wir wohl alle ab und zu gut gebrauchen.


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