Aufstehen, anziehen, Zähne putzen – unser Alltag wird von den immer gleichen Gewohnheiten bestimmt. Nicht nur unsere Morgenroutine läuft fast jeden Tag identisch ab, sondern auch viele unterbewusste Dinge, die wir oft gar nicht wahrnehmen. Das Gefühl, im Hamsterrad festzustecken, kommt daher, dass wir unsere Gewohnheiten viel zu selten hinterfragen und anpassen und so immer wieder den gleichen Trott verfolgen. Dabei kann bereits das Ändern einer kleinen Gewohnheit einen großen Unterschied machen. 

Wir alle haben sowohl gute als auch schlechte Gewohnheiten. Wichtig ist es, sich darüber im Klaren zu sein, dass es sich bei diesem Verhalten um eine Gewohnheit handelt und auch darüber, dass wir diese jeder Zeit ändern können. Natürlich ist es schwieriger eine Gewohnheit zu ändern, die wir jahrelang (unterbewusst) kultiviert haben. Je öfter und länger wir etwas wiederholen, desto schwieriger wird es, diese Routine wieder aufzugeben. Doch genau mit dieser Taktik können wir eine schlechte Angewohnheit nun auch wieder ändern: Regelmäßige Wiederholung ist der Schlüssel!

Gerade für das Berufsleben sind bestimmte Angewohnheiten wichtig. Erfolgreiche Menschen wissen das, weshalb sich diese gewisse Routinen antrainiert haben, die sich größtenteils überschneiden. Denn auch Erfolg basiert auf positiven Gewohnheiten und kommt nicht von ungefähr. 

Hier sind 10 tägliche gute Gewohnheiten erfolgreicher Menschen, die dich sowohl persönlich als auch beruflich weiterbringen können.


Innere Uhr umprogrammieren - stellenanzeigen.de
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1. Schaffe eine regelmäßige Schlafroutine

Ein guter und erholsamer Schlaf ist wichtig, um tagsüber fit und munter zu sein und das Beste aus deinem Tag herausholen zu können. Je ausgeruhter du bist, desto produktiver ist auch dein Arbeitstag. Dein Körper dankt dir eine regelmäßige Schlafroutine, indem er deinen Biorhythmus darauf einstellt und deine innere Uhr programmiert. So wachst du jeden Tag automatisch um dieselbe Zeit auf und wirst pünktlich zu deiner Zu-Bett-Geh-Zeit müde. 

Deine neue Gewohnheit:

Gewöhne dir an, jeden Tag um dieselbe Zeit ins Bett zu gehen und auch am Wochenende um etwa dieselbe Zeit aufzustehen. 


2. Etabliere eine Gesundheitsroutine

Wie gesund wir sind, hängt in vielen Punkten ebenfalls von unseren täglichen Routinen ab. So sind Rauchen und das exzessive Essen von Süßigkeiten Gewohnheiten, die deinem Geist und Körper schaden. Ein abendlicher Spaziergang oder ein morgendliches Workout dagegen tragen zu deiner allgemeinen Gesundheit bei. 

Deine neue Routine:

Integriere eine Ess- und Sportroutine in deinen Alltag. Du kannst dabei ruhig klein anfangen und die Gewohnheiten bei Bedarf ausweiten. Beispielsweise könntest du jeden Tag einen Apfel essen und morgens vor der Arbeit zehn Minuten Yoga machen.


3. Integriere ein Dankbarkeitsritual in deinen Alltag

Es sind nicht die Glücklichen, die dankbar sind, sondern die Dankbaren, die glücklich sind, heißt es. Und an diesem Spruch ist tatsächlich etwas dran. Dankbarkeit zeigt uns, was wir bereits haben, und wie froh wir darüber sein können. Anstatt unseren Blick auf die Dinge zu lenken, die wir nicht haben, fokussieren wir uns auf all das, was unser Leben bereichert. Jeder Mensch hat etwas, wofür er dankbar sein kann. Und je länger wir darüber nachdenken, desto mehr Gründe finden wir auch. Erfolgreiche Menschen wissen, dass Dankbarkeit auch ein großer Motivator ist. Je glücklicher und besser gelaunt du bist, desto mehr Energie hast du, die du automatisch in weitere Projekte stecken möchtest. 

Dein neues Ritual:

Schreibe dir jeden Abend drei Dinge in ein Notizbuch, für die du heute dankbar sein kannst. Bewahre dir diese Liste gut auf und überfliege sie immer wieder, wenn es dir einmal schlecht geht. 

Ziele setzen im Berufsleben - stellenanzeigen.de
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4. Setze dir immer wieder neue Ziele

Erfolgreiche Menschen sind sich einig, dass das Setzen von Zielen ein entscheidender Faktor ihrer Errungenschaften ist. Ganz nach dem Motto: Nur wer sein Ziel kennt, der findet den Weg. Dabei muss es sich nicht immer unbedingt um besonders große Ziele handeln, oft ist das Setzen von kleinen Zielen sogar ratsamer, da diese realistischer und alltagstauglicher sind. So erlebst du mit jedem Erreichen eines Ziels ein Erfolgserlebnis, was dich zusätzlich motiviert. Außerdem erreichst du mit vielen kleinen Zielen automatisch irgendwann auch ein großes. 

Deine neue Gewohnheit:

Kaufe dir ein kleines Notizbuch, in welches du deine täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Ziele einträgst. Mit welcher Zeitspanne du arbeiten möchtest, bleibt dir überlassen. Fange mit winzigen Zielen an und steigere dich immer mehr, aber übertreibe es nicht. 


5. Stelle dich immer wieder deinen Ängsten

Wer erfolgreich sein möchte, der muss hin und wieder einen Sprung ins kalte Wasser wagen. Ängste dürfen uns nicht ständig zurückhalten, wenn es darum geht, Neues auszuprobieren und zu lernen. Angst zu haben ist etwas vollkommen Natürliches, auch berühmte Persönlichkeiten, Unternehmer, Gründer und sogar dein Chef bleiben von diesem Gefühl nicht verschont. Doch eine Eigenschaft haben sie vermutlich alle gemein: Sie haben sich ihren Ängsten gestellt und ihre Träume und Ziele trotz Zweifel und Sorgen verfolgt. Es geht dabei nicht darum, überhaupt keine Angst mehr zu haben, sondern diese zu akzeptieren und zu bewältigen. Auch das kannst du durch eine regelmäßige Routine trainieren. 

Dein neues Ritual:

Tue jeden Tag etwas, wovor du Angst hast. Das kann das Ansprechen einer Person sein, das Präsentieren einer Idee oder die Frage nach einer Gehaltserhöhung. 


6. Tue jeden Tag etwas Gutes

Erfolgreich sein heißt nicht unbedingt, eine steile Karriere hinzulegen und jede Menge Geld zu verdienen. Auch wenn jeder seine eigene Definition von Erfolg hat sollte der Wunsch, ein guter Mensch zu sein, uns alle verbinden. Natürlich musst du deshalb nicht gleich zum Dalai Lama werden, aber wenn du anfängst, der Welt etwas zurückzugeben, wirst du dich automatisch erfolgreicher und glücklicher fühlen. Menschen, die ausgeglichen und zufrieden sind, helfen gerne und geben ihrem Leben damit noch mehr Sinn.

Deine neue Gewohnheit:

Tue jeden Tag etwas Gutes für einen anderen und halte die Augen offen, ob jemand deine Hilfe benötigt. Das kann etwas Kleingeld für einen Obdachlosen, ein Kompliment für einen Kollegen oder auch einfach nur ein Lächeln sein. Mache jemanden glücklich und du wirst dich selbst gleich auch viel besser fühlen.


7. Belohne dich 

Erfolgreiche Menschen arbeiten hart, wenn es um das Erreichen ihrer Ziele und Träume geht. Doch sie wissen auch, dass sie regelmäßige Pausen brauchen, um ihre volle Leistung zu bringen und nicht ihre Motivation zu verlieren. Ein Workaholic ist schnell ausgebrannt und oft bleibt bei ihm deshalb der Erfolg trotz harter Arbeit aus. Richtige Regeneration ist wichtig, um gesund und motiviert zu bleiben. 

Deine neue Gewohnheit:

Erschaffe dir ein Regenerationsritual für deinen Feierabend. Gönne dir eine Belohnung für die getane Arbeit, an die du tagsüber denken kannst, wenn du mal ein Tief hast. So verknüpfst du die Arbeit in deinem Gehirn gleich mit etwas Positivem und bleibst motiviert.


8. Delegiere mehr

Vielleicht gehörst du zu der Sorte Mensch, die immer alles selbst erledigen möchte und Aufgaben schlecht abgeben kann. Auch wenn dein Ehrgeiz vorbildlich ist, könnte dir diese Eigenschaft schnell zum Verhängnis werden, da du dich öfter mit Kleinigkeiten herumschlägst, anstatt dich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Das Geheimnis erfolgreicher Menschen ist, dass sie anfallende Aufgaben gut delegieren und sich dann auf die Dinge fokussieren, die nur sie selbst erledigen können. 

Dein neues Ritual:

Schaue dir jeden Morgen deine To-Do-Liste an und delegiere, wenn möglich, mindestens eine Aufgabe an jemand anderen. 


Achtsamkeit im Arbeitsalltag - careeasy Karrieremagazin
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9. Kultiviere Achtsamkeit und eine positive Lebenseinstellung

Erfolg ist auch eine Einstellungssache. Wer nur auf eine schnelle Karriere und viel Geld aus ist und dabei einfach stumpf seine Aufgaben abarbeitet, der erscheint vielleicht nach außen hin erfolgreich, ist jedoch in seinem Inneren unglücklich. Deshalb ist es wichtig, dass du an deiner allgemeinen Lebenseinstellung arbeitest und eine gewisse Achtsamkeit in deinem Beruf kultivierst. Sei präsent und aufmerksam und erledige deine Arbeit bewusst und nicht im Roboter-Modus. So entgehst du auch der Gefahr, auszubrennen. 

Deine neue Gewohnheit:

Stelle dir in der Arbeit einen Timer, der dich regelmäßig daran erinnert, deine Achtsamkeit zu trainieren. Halte für ein paar Sekunden inne und konzentriere dich nur auf deine Sinne. 

Noch mehr Tipps zum Thema Achtsamkeit im Berufsleben gibt es hier: Raus aus dem Hamsterrad: 7 Tipps für mehr Achtsamkeit im Arbeitsalltag


10. Bleib neugierig

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. Und das wäre doch langweilig, oder nicht? Wenn du diesen Artikel liest dann gehörst du sicher du zu der Sorte Mensch, die gerne mehr aus ihrem Leben und auch aus sich selbst machen möchte. Wenn du regelmäßig an dir arbeitest, deine Fähigkeiten ausbaust, nach deinen Talenten suchst, wirst du immer mehr herausfinden, was du eigentlich im Leben möchtest. Erfolgreiche Menschen bleiben immer neugierig und lernen ihr Leben lang etwas Neues. Sie holen sich neue Perspektiven ein und blicken über den Tellerrand. 

Dein neues Ritual:

Setze dir jeden Monat das Ziel, etwas Neues zu lernen und dokumentiere deine Fortschritte. Vielleicht wolltest du ja schon immer mal deine Photoshopkenntnisse erweitern? Oder eine neue Sprache lernen? Vielleicht wolltest du aber auch endlich mal dieses eine Buch über Online Marketing lesen, das schon viel zu lange bei dir im Regal liegt? Jetzt ist die Zeit gekommen, dein Vorhaben in die Tat umzusetzen!


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