Die Initiativbewerbung - richtig planen und aufbauen (Teil 1 - die Vorbereitung)

Unabhängig von bestehenden Stellenausschreibungen können Sie auch die Möglichkeit der Initiativbewerbung (auch Blindbewerbung genannt) nutzen. Sich initiativ oder blind zu bewerben bedeutet jedoch nicht, Bewerbungen wahllos zu versenden.

1. Der erste Schritt - die persönliche Bestandsaufnahme

Bevor Sie an die Versendung Ihrer Initiativbewerbung gehen, sollten Sie eine persönliche Bestandsaufnahme durchführen. Erstellen Sie Ihr Bewerber- und Stärkenprofil. Dieses Profil hilft Ihnen nicht nur bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen, sondern auch später im Vorstellungsgespräch.


Diese Fragen helfen Ihnen, ein individuelles Bewerberprofil zu erarbeiten:

  • Welche Kenntnisse und Kompetenzen bringe ich mit (Fachkenntnisse, soziale, Führungs- und Methodenkompetenzen)?
  • In welchen Bereichen bringe ich Berufserfahrung mit (zum Beispiel Produkt- und Branchenkenntnisse)?
  • Welche Tätigkeiten bildeten die Schwerpunkte meiner einzelnen beruflichen Stationen?
  • Für welche Projekte war ich verantwortlich oder in welchen Projekten habe ich erfolgreich mitgearbeitet?
  • Von welchen Kenntnissen und Fähigkeiten kann der neue potentielle Arbeitgeber am meisten profitieren?

In einem nächsten Schritt ermitteln Sie, welche Unternehmen mögliche neue Arbeitgeber sein können, in denen Sie Ihre Kenntnisse einbringen können. Die Erfolgsaussichten Ihrer Initiativbewerbung steigen, wenn Sie sich bei Unternehmen aus der gleichen Branche oder branchenbezogen bewerben.

2. Netzwerke und Kontakte

Kennen Sie Mitarbeiter, die in Unternehmen arbeiten, in denen auch Sie sich gerne bewerben möchten? Dann sollten Sie diese Kontakte nutzen. Erfragen Sie beispielsweise bei Mitgliedern Ihres Sportvereins, ehemaligen Vorgesetzten oder Arbeitskollegen und im Freundeskreis, ob es derzeit interne Stellenausschreibungen bei deren Arbeitgebern gibt. Wenn eine ausgeschriebene Stelle intern nicht besetzt werden kann, da der geeignete Mitarbeiter fehlt, haben Sie mit Ihrer Initiativbewerbung gute Chancen, wenn Ihr Anforderungsprofil passt. Überlegen Sie, welche privaten und beruflichen Netzwerke Sie sonst noch nutzen können.

3. Informationen über den Wunscharbeitgeber

Informieren Sie sich vorab gut über Ihren potentiellen neuen Arbeitgeber. Lesen Sie Unternehmensbroschüren, Pressemitteilungen und neueste Entwicklungen.
Neueröffnungen, Produkteinführungen sind gute Aufhänger, um sich beim Wunscharbeitgeber ins Gespräch zu bringen. Gegebenenfalls können Sie dazu direkt in der zuständigen Fachabteilung anfragen bzw. Ihre Initiativbewerbung direkt dorthin senden. Die Fachabteilung weiß häufig eher als die Personalabteilung, ob für neue Projekte Mitarbeiter gesucht werden.

Gute Kontaktmöglichkeiten bieten auch Fachmessen, auf denen Führungskräfte der Unternehmen vor Ort anzutreffen sind. Ihre Informationen über die Firmenentwicklung und geplante Expansionsmaßnahmen bieten einen direkten Einstieg in das Gespräch. "Ich habe gelesen, dass Sie im Sommer eine neue Niederlassung in X eröffnen."

Vergessen Sie nicht, nach der Visitenkarte Ihres Gesprächspartners zu fragen. Nehmen Sie eine gut strukturiert Kurzbewerbung mit, die Sie bei Interesse direkt vor Ort übergeben können.


Hier finden Sie Tipps zum Aufbau einer Initiativbewerbung.

Quelle: www.bewerbungstrainerin.de

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