Assessment Center: Gruppendiskussionen

Die Gruppendiskussion gehört zu den beliebtesten und aussagekräftigsten Aufgaben im Assessment Center. Der Grund dafür liegt in der Komplexität und Dynamik der Übung. Im Lauf der Diskussion vergessen die Kandidaten nicht selten, wo sie sich eigentlich befinden oder dass sie beobachtet werden - und lassen sich schon mal gehen. So manche Charaktereigenschaft - Schwäche wie Stärke - tritt da offen an den Tag. Außerdem haben die Assessoren die Möglichkeit, die Kandidaten im direkten Vergleich zu beobachten. Und wie die folgende Liste zeigt, gibt es für Sie weitere Gründe, die Kandidaten gut zu beobachten!

Darauf achten die Juroren
In Gruppendiskussionen werden die Juroren vor allem folgende Eigenschaften genauer unter die Lupe nehmen:
• Kommunikationsfähigkeit
• Durchsetzungsvermögen
• Kooperationsfähigkeit
• Konfliktfähigkeit
• Sprachliches Ausdrucksvermögen
• Sozialverhalten
• Teamfähigkeit
• Kollegialität
• Integrationsverhalten
• Koordinationsfähigkeiten
• Moderationsfähigkeiten
• Einfühlungsvermögen
• Zielstrebigkeit
• Selbstkontrolle
• Ergebnisorientiertheit

So gehen Sie an Gruppendiskussionen heran
Die Diskussionsrunden bestehen meist aus vier bis sechs Teilnehmern. Sie können führerlos sein oder einen Gesprächsleiter, den so genannten Moderator, haben. Diese Rolle übernimmt meist einer der Kandidaten. Wenn Ihnen die Aufgabe zukommt, liegt es in Ihrer Verantwortlichkeit, für eine strukturierte Diskussion zu sorgen, die am Ende auch zu einem Ergebnis führt. Unabhängig davon, ob Sie die Rolle des Moderators innehaben, sollten Sie darauf achten, dass
• die Ziele der Diskussion klar gesteckt werden.
• Ergebnisse, auch Zwischenergebnisse, immer wieder zusammengefasst werden.
• jeder Diskussionsteilnehmer seine Ideen und Vorschläge in die Diskussion einbringen kann.
• die Diskussionsteilnehmer nicht unterbrochen werden (legen Sie gegebenenfalls eine Rednerliste an und bestimmen Sie Redezeiten, die nicht überschritten werden
dürfen).
• Sie keine persönlichen Angriffe auf Diskussionsteilnehmer zulassen.
• die Diskussion nicht ins Stocken gerät, sich zu lange an einem Streitpunkt festhält oder sich im Kreis dreht.
• Sie vor lauter Moderation Ihre eigenen Argumente, Ideen und Vorschläge nicht vergessen, sondern sich auch in die eigentliche Diskussion einbringen.

Viele Kandidaten gehen davon aus, dass sie sich bei einer Gruppendiskussion am besten empfehlen, wenn sie sich erfolgreich gegen die anderen Bewerber durchsetzen und ihre eigenen Argumente durchboxen. Sie vergessen allerdings, dass es sich hierbei um eine Gruppenübung handelt und somit auch die Teamfähigkeit der Bewerber auf dem Prüfstand steht. Das Ziel einer Gruppendiskussion besteht also vielmehr darin, mit den anderen Teilnehmern gemeinsam ein Resultat, eine Stellungnahme oder dergleichen zu erarbeiten.

Dieser Text stammt aus:

Testbuch Assessment Center
Jasmin Hagmann, Christoph Hagmann

Haufe Verlag, 2. Auflage 2009
160 Seiten mit CD-ROM. € 16,80 [D]





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