Altersgemischte Teams: Wie die Zusammenarbeit gelingt

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27.07.2010
Derzeit sind 22 Prozent der Mitarbeiter in deutschen Unternehmen über 50 Jahre alt. Bis 2020 wird dieser Anteil auf 32 Prozent steigen, so die aktuellen Daten von Verdi. Mit dem steigenden Durschschnittsalter müssen sich Personaler auch darum kümmern, wie altersgemischte Teams effektiv zusammenarbeiten können.

Jeder dritte Erwerbsfähige wird 2020 zur Generation 50 Plus gehören. "Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass sich Unternehmen überlegen, wie sie ältere und jüngere Kollegen am besten miteinander arbeiten und lernen lassen", sagt Mechthild Bayer von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Berlin.

Dieser Frage geht Anna Maria Müller vom Seniorenverband BRH mit Sitz in Mainz bereits seit Jahren nach. "Meiner Erfahrung nach können schon direkte Gespräche zwischen Kollegen helfen, mögliche Spannungen oder Unsicherheiten abzubauen." Sie rät älteren Mitarbeitern, direkt und offen auf jüngere Kollegen zuzugehen. "Jüngere wissen meist andere Dinge, zum Beispiel weil sie die erst vor kurzem in ihrer Ausbildung gelernt haben - davon können Ältere profitieren."

Weiterbildungen müssen gerecht vergeben werden
Fühlt sich jemand im Mehrgenerationenteam übergangen, bevormundet oder benachteiligt, könne das durchaus zu Unmut führen, meint DGB-Expertin Falk. "Es ist wichtig, dass sich alle Mitarbeiter gleich wahrgenommen und gefordert fühlen und jeweils dort eingesetzt werden, wo sie ihre Qualitäten am besten entfalten können."

Dabei spielen auch Weiterbildungen eine wichtige Rolle. Leider friste das Thema in vielen Betrieben ein stiefmütterliches Dasein, hat Falk beobachtet. Deshalb sollten Beschäftigte von sich aus passgenaue Angebote einfordern. "Damit es nicht vom Zufall oder der Nase abhängt, wer in den Genuss einer Fortbildung kommt, ist es ratsam, über den Betriebsrat zu gehen", rät Falk. Dieser könne mit dem Arbeitgeber eine Betriebsvereinbarung zu dem Thema abschließen.

Den Wissenstransfer sichern
Unterschätzen Jüngere diesen Erfahrungsschatz, kann sich das später rächen. Denn spätestens wenn die Älteren aus dem Unternehmen ausscheiden, müssen ihre Nachfolger die Arbeit alleine stemmen. Wird das Wissen der Älteren zuvor nicht weitergegeben, gehen leicht wichtige Informationen verloren. "Die jüngeren Mitarbeiter können dann nicht auf einen Erfahrungsfundus zurückgreifen, sondern müssen sich alles mühevoll selbst erarbeiten", sagt Falk

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